Das LABOR SPIEZ untersucht im Bereich der Umweltanalytik Schadstoffe-, resp. mit toxischen Schwermetallen belastete Standorte, wie zum Beispiel militärische Altlasten in der Schweiz oder Schadensorte in Konfliktgebieten.
Die Schwermetallkontaminationen führen zu einer Gefährdung von Mensch und Umwelt. Die Freisetzung, d.h. Auflösung und damit Mobilisierung der Schwermetalle, kann zu einer Kontamination des Grundwassers und zu einem Transfer in die Nahrungsmittelkette führen. Die Inhalation von schwermetallhaltigem Feinstaub ist ein hohes Gesundheitsrisiko.
Die Gruppe Umweltanalytik untersucht daher Metallspuren in allen Umweltkompartimenten und in Folgeprodukten entlang der Ausbreitungspfade. Ein Grossteil der Analysen wird im akkreditierten Bereich der Prüfstelle STS 0101 durchgeführt.
Feldmessungen mittels tragbaren Röntgenfluoreszenzspektrometern helfen einen raschen Überblick der Bodenkontamination durch Schwermetalle zu gewinnen. Im Labor werden die Umweltproben nach spezifischen Probenvorbereitungen mittels ICP-Massenspektrometrie, ICP-Emissionsspektrometrie und weiteren Methoden analysiert.
Die gut ausgebaute instrumentelle anorganische Analytik ermöglicht es der Gruppe Umweltanalytik auch, weitere Themengebiete und Querschnittsaufgaben sowie analytische Nischen wahrzunehmen und abzudecken. So gehören zum Beispiel die Analyse technischer Produkte wie Aktivkohle, Elementanalysen chemischer Kampfstoffe, forensische Untersuchungen für Zoll, Grenzwachtkorps und Polizei ebenso zum Aufgabenspektrum wie die Ausbildung Lernender.
Die Gruppe ist bestrebt, vorausschauend die zukünftig benötigten Methoden (wie die Speziationsanalytik) zu entwickeln. Daneben ist es äusserst wichtig, für Krisen- und Notfallsituationen in der Schweiz, aber auch in Missionen im Ausland, über on-site Messgeräte zu verfügen, welche zuverlässige Aussagen erlauben. Es geht hierbei darum, stets eine aktuelle Übersicht der on-site Analytik zu haben und diese im Feld oder in Kursen anzuwenden.