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Forschungsstelle
BWO
Projektnummer
F1-016-16
Projekttitel
Regionale Trägerschaften zur Förderung von preisgünstigem Wohnraum

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Projektziele
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Abstract
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
regionale Trägerschaft, preisgünstiges Wohnraum, Gemeinden, Regionen, Kantonen
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Unter den verschiedenen Möglichkeiten die sich den Gemeinden, im preisgünstigeren Wohnungsbau aktiv zu werden, anbieten findet sich auch die Gründung eines gemeinnützigen Wohnbauträgers (Genossenschaft, Stiftung, AG, etc.). Diese Lösung wird in zahlreichen Gemeinden und Kantonen für verschiedene Zwecke, bisweilen seit mehreren Jahrzenten, praktiziert: für einzelne Bauvorhaben, für die Verwaltung eines bestehenden Immobilienparks oder zur Schaffung eines Angebots für eine bestimmte Zielgruppe. Obwohl tatsächlich zahlreiche öffentliche oder durch die Öffentlichkeit unterstützte Bauträger existieren, sind nur wenige Projekte genügend dokumentiert und noch weit weniger werden auf regionaler Ebene mitgetragen oder haben eine langfristige Perspektive.

Projektziele
(Deutsch)

Die Studie bezweckt die Erstellung eines Berichtes, der interessierten Kreisen als Arbeitshilfe dient, eine regionale Trägerschaft zur Förderung von preisgünstigem Wohnraum aufzubauen, unter Berücksichtigung der entsprechenden Bedürfnisse und dem jeweiligen Umfeld.

Abstract
(Deutsch)

Die für ein Engagement zur Förderung des preisgünstigen Wohnraums im Verbund mehrerer Gemeinden erarbeiteten Ansätze und die daraus abgeleiteten Empfehlungen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Das Bewusstsein, dass es regional abgestimmte Wohnraumstrategien braucht, ist bei den Gemeinden und den Regionen (Regionalplanungsverbände, Regionalentwicklungsträger, usw.) zu stärken. Auf Bundesebene und kantonaler Ebene werden entsprechende Anforderungen in den Planungsinstrumenten formuliert, im Vollzug wird diesem Anliegen bis anhin noch wenig Nachdruck verliehen. Die Hürden einer gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit werden einfacher zu meistern sein, wenn hierzu ein klarer Auftrag an die Gemeinden besteht.
  • Der zuvor genannte Punkt schafft Rahmenbedingungen, welche für private, regional tätige gemeinnützige Wohnbauträger förderlich sind. Mit ihren kommunalen Instrumenten (Landabgabe, Darlehen, Anreize oder Vorschriften in den Bauordnungen, usw.) können die Gemeinden diese privaten Wohnbauträger unterstützen.
  • Ein weiterreichendes Engagement der Gemeinden im regionalen Verbund empfiehlt sich für die Bereitstellung eines klar umrissenen Wohnraumangebots für ausgewählte Zielgruppen. Beispielshaft hierfür steht der gemeinsame Bau von Alterswohnungen. Dies wird heute bereits in verschiedenen Rechtsformen (Genossenschaft, Gemeindezweckverband, gemeinnützige AG) praktiziert.
  • Ein Engagement der öffentlichen Hand auf gemeindeübergreifender, regionaler Ebene kann auch im Bereich der Vermittlung von preisgünstigem Wohnraum an Haushalte, welche darauf angewiesen sind, empfohlen werden. Mit dem (langfristigen) Anmieten von bestehenden preisgünstigen Wohnungen und der gezielten Vermietung an die entsprechende Zielgruppe kann ein Beitrag zur Erhaltung von preisgünstigem Wohnraum geleistet werden. Diese Aufgabe lässt sich gut auf regionaler Ebene wahrnehmen, da es dabei nicht um grosse finanzielle Engagements der Gemeinden geht und sich damit auch die Frage nach der Verteilung von Nutzen und Lasten weniger stellt.
  • Für umfassende Ansätze zur Förderung des preisgünstigen Wohnraums auf regionaler Ebene, bei welchen die Gemeinden grössere finanzielle Engagements leisten und im Verbund in der wirtschaftlichen Verantwortung stehen, sind das Problembewusstsein und der Handlungsdruck seitens der einzelnen Gemeinden (noch) zu gering. Es empfiehlt sich deshalb, mit kleinen Schritten zu beginnen, damit Vertrauen zu schaffen und die Aufgaben auf regionaler Ebene schrittweise und bedarfsgerecht weiter zu entwickeln. Ausgangspunkt für ein solch pragmatisches Vorgehen könnte eine gemeindeübergreifend organisierte Verwaltung der gemeindeeigenen Liegenschaften im Sinne des preisgünstigen Wohnraumangebots sein. Diese Tätigkeit könnte dann beispielsweise schrittweise durch das Anmieten weiterer preisgünstiger Wohnungen ausgeweitet werden. In einem weiteren Schritt könnten dann auch Liegenschaften im Nutzungsrecht übernommen oder Beratungen der Gemeinden in wohnungspolitischen Fragen geleistet werden.
Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)

Hochschule Luzern – Wirtschaft (2018). Regionale Ansätze zur Förderung des preisgünstigen Wohnraums. BWO, Grenchen.

Bericht und Zusammenfassung auf Deutsch: https://www.bwo.admin.ch/bwo/de/home/wohnungspolitik/studien-und-publikationen/regionale_ansaetze.html

Zusammenfassung auf Französich: https://www.bwo.admin.ch/bwo/fr/home/wohnungspolitik/studien-und-publikationen/regionale_ansaetze.html

Publikationen / Ergebnisse
(Französisch)

Haute Ecole de Lucerne – Economie (2018). Approches régionales en vue d’encourager le logement à prix avantageux. Résumé. OFL, Granges. 

Résumé en français: https://www.bwo.admin.ch/bwo/fr/home/wohnungspolitik/studien-und-publikationen/regionale_ansaetze.html

Rapport complet et résumé en allemand: https://www.bwo.admin.ch/bwo/de/home/wohnungspolitik/studien-und-publikationen/regionale_ansaetze.html