Vertiefte Kenntnisse des Wasserkreislaufes und dessen Entwicklung sind wichtige Grundlagen für Anpassungsmassnahmen in den Sektoren Wasserwirtschaft, Umgang mit Naturgefahren, aber auch in den Sektoren Landwirtschaft, Energie und Tourismus. Viele der erforderlichen Grundlagen fehlen aber noch immer (vgl. Motion 13.4267 Amherd). Ein kontinuierliches Monitoring und Vorhersagen der Wasserkreislaufkomponenten ermöglichen das rechtzeitige Erkennen von Hochwasser-, Niedrigwasser- und Trockenheitssituationen und sind relevante Informationen für Entscheidungsträger. Zudem sind sie auch ein wichtiger Input für Informationsplattformen, wie sie im Rahmen des BR-Beschlusses zum Postulat 10.3533 Walter geprüft werden.
Langfristige Veränderungen im Wasserhaushalt müssen durch periodisches Erstellen von hydrologischen Szenarien antizipiert werden. Um dies sicherzustellen, muss auch das Wassermonitoring immer wieder den sich ändernden klimatischen und sozioökonomischen Gegebenheiten angepasst werden.
Im Rahmen dieses Projekts sollen die für die Anpassungsmassnahmen an den Klimawandel notwendigen hydrologischen Grundlagen erarbeitet werden. Dazu soll bestehendes hydrologisches Wissen gesammelt und so aufbereitet werden, dass es für Stakeholder nutzbar wird (transfer knowledge), offenen Forschungsfragen im Bereich Auswirkungen des Klimawandels auf Gewässer untersucht werden und sichergestellt werden, dass die notwendigen hydrologischen Daten und Vorhersagen zur Verfügung stehen.