Als Teil der Politik des Bundes für die ländlichen Räume und Berggebiete (P-LRB) soll die Massnahme „Räumlich-strategische Prozesse auf Regionsebene“ (RSP-RE) umgesetzt werden. In der Analysephase geht es darum, mögliche Handlungsoptionen für den Bund aufzuzeigen, um räumlich-strategische Prozesse auf Regionsebene gezielter zu unterstützen.
Der Bund kann räumlich-strategische Prozesse auf regionaler Ebene in vielfältiger Weise unterstützen. Diese Prozesse können durch verschiedene Qualitätsmerkmale gekennzeichnet sein, die als Merkmale für Good Governance zu verstehen sind. Die Qualitätsmerkmale können zwar aus der wissenschaftlichen Literatur abgeleitet werden, bleiben aber letztlich Festlegungen, die vom Bund selbst getroffen werden müssen. Als Antwort auf die erste Forschungsfrage ist festzuhalten, dass zehn Qualitätsmerkmale räumlich-strategische Prozesse auf regionaler Ebene charakterisieren: Klare Zuständigkeiten, Verbindlichkeit, Transparenz, Wissensbasis, Langfristigkeit, Kohärenz, Verankerung im föderalen Mehrebenensystem, Innovation, Flexibilität und Transformation, Partizipation und Inklusion, Regionale Akzeptanz. Diese Qualitätsmerkmale sind nicht in allen Phasen eines Policy Cycles gleich wichtig. Grundsätzlich kann der Bund die Qualität räumlich-strategischer Prozesse auf regionaler Ebene durch verschiedene Handlungsansätze verbessern. Der Bund verfügt grundsätzlich über drei verschiedene Handlungsansätze, die in den einzelnen Phasen eines Policy Cycles unterschiedlich relevant sind. Information, Beratung und Coaching sind in allen Phasen des Policy Cycles wichtig. Vorgaben und Anforderungen sowie Finanzierung sind zentrale Handlungsansätze in den Phasen Policy Development und Evaluation. Diese Zuordnungen weisen darauf hin, dass vor allem die Phasen Policy Development und Evaluation für den Bund sehr wichtig sind, weil hier grosse Einflussmöglichkeiten des Bundes bestehen.