Separierte Feststoffe aus Rindergülle weisen über die Vergärung rund viermal mehr nutzbare Energie pro Tonne auf als Rohgülle. Aus diesem Grund könnten separierte Feststoffe dazu beitragen, den Anteil der Hofdünger an erneuerbarer Energie zu erhöhen.
In der vorliegenden Studie wurde die Machbarkeit der Feststoffvergärung in der Nordostschweiz bezüg-lich Wirtschaftlichkeit, Energiebilanz und Akzeptanz, untersucht. Die Idee besteht darin, den Aufwand zur Bereitstellung der Feststoffe über den Ertrag aus der Vergärung decken zu können. Die Akzeptanz der meisten Akteure ist vorhanden. Gewerblich-industrielle Anlagenbetreiber sind unter den aktuellen Rahmenbedingungen auf Annahmegebühren angewiesen und daher kaum interessiert. Landwirtschaft-liche Biogasanlagenbetreiber sind aufgrund der höheren Einspeisetarife eher bereit an einer Umsetzung mitzuwirken. Konkrete Interessenten sind vorhanden. Auf bestehenden Anlagen kann die Mitvergärung von Feststoffen kostendeckend durchgeführt werden. Bei Neuanlagen sind Massnahmen zur Leistungs-steigerung notwendig. Aus technischer und organisatorischer Sicht ist die Umsetzung problemlos. Der Energieaufwand beträgt rund ein Drittel der Nutzenergie der Feststoffe. Die Machbarkeit ist auf lokaler (bis 6 km), regionaler (bis 15 km) sowie überregionaler (über 15 km Transportdistanz) Ebene gegeben.