Das Raumkonzept Schweiz wurde 2012 nach sechsjähriger Erarbeitungszeit publiziert.
Seither engagieren sich Fachstellen, politische Gremien und Interessengruppen dafür, die
gemeinsame Zielvorstellung bei ihren raumbezogenen Tätigkeiten weiterzuverfolgen. Alle
fünf Jahre prüfen die Trägerorganisationen des Raumkonzepts Schweiz, was bereits erreicht
wurde und was künftig zu tun ist.
Die gemeinsame Absicht, die alle drei Staatsebenen im Raumkonzept Schweiz formuliert
haben, wird heute auf unterschiedlichen Stufen und in verschiedenen Bereichen umgesetzt.
Wer einen Überblick über die vielfältigen Erfahrungen gewinnen will, muss sich also den
zahlreichen Akteurinnen und Akteuren in allen Landesteilen zuwenden
Die zwölf Handlungsräume, die als neue Raumeinheit im Raumkonzept Schweiz dargestellt
sind, stossen auf reges Interesse, führen aber auch manchmal zu Unklarheiten: Einerseits
werden sie mit den verwandten - aber nicht analogen - funktionalen Räumen gleichgesetzt.
Andererseits werden sie aufgrund ihrer Darstellung mitunter als Gebiete (Flächen)
wahrgenommen, obwohl sie im Grunde eher Interaktionen (Netzwerke) bezeichnen. Zu den
Handlungsräumen bestehen schon Studien. Diese konzentrieren sich jedoch meist auf
funktionale Aspekte und zeigen nicht auf, wie Bund, Kantone, Städte und Gemeinden die
Strategie «Handlungsräume bilden und das polyzentrische Netz von Städten und
Gemeinden stärken» konkret umsetzen und prospektiv nutzen können.