Der Klimawandel wird einen zunehmenden Schaderregerdruck in der Landwirtschaft zur Folge haben. Klimafolgemodelle ermöglichen vorausschauend eine Risikoanalyse durchzuführen und Anpassungsmassnahmen zu prüfen. Die globalen Klimaszenarien sind nicht präzis genug, um daraus den lokalen Einfluss auf Insekten genau zu bestimmen. In einem früheren Projekt wurde diese Lücke geschlossen.
Der Themenschwerpunkt Landwirtschaft ist Teil des National Centre for Climate Services (NCCS). Das Projektziel ist die Simulation der Entwicklung und Verbreitung ausgewählter Schadorganismen unter zukünftigen Klimabedingungen. Die Klimafolgemodelle werden mit Hilfe von statistischen und prozessbasierten Populationsmodellen ausgearbeitet und berücksichtigen die Beziehung zwischen Wirtspflanze und Schadorganismen. Dazu sollen relevante Insekten aus verschiedenen Produktionssektoren vertreten sein. Der Themenschwerpunkt stellt somit die nötigen praxisrelevanten Informationen zur Anpassung von Pflanzenschutzstrategien unter zukünftigen Klimabedingungen bereit.
Das Projekt wird nötigen biologischen Grundlagen erarbeiten, bei der Weiterentwicklung der Klimafolgemodelle mithelfen und bei der Modellierung für weitere Schadorganismen Unterstützung bieten. Ein Fokus wird dabei auf Biolandbau und Agrarökologie liegen, da solche Landnutzungsformen ein hohes Potential für die Anpassung an den Klimawandel aufweisen.