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Forschungsstelle
BLW
Projektnummer
16.11
Projekttitel
Einsparungspotentiale und Auswirkungen regulatorischer Eingriffe beim Einsatz von Pflanzenschutzmittel im Schweizer Obstbau

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Abstract
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Pflanzenschutzmitteleinsatz, Effizienz, Obstbau
Schlüsselwörter
(Englisch)
use of pesticides, efficiency, orcharding
Schlüsselwörter
(Französisch)
utilisation de pesticides, éfficacité, arboriculture
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Diese Studie zielt darauf ab, die Einsparungspotentiale von Pflanzenschutzmitteln im Schweizer Obstbau zu bestimmen. Der Obstbau setzt die mit Abstand grösste Menge an Pflanzenschutzmitteln pro Hektar ein. Die Literatur lässt vermuten, dass dabei Effizienzsteigerungsmassnahmen eine wichtige Rolle spielen könnten. Der Vorteil dieser betrieblichen Massnahme ist, dass sie keine Fehlallokationen verschärfen, wie es bei regulatorischen Eingriffen der Fall sein kann. Um die Effizienzsteigerungspotentiale zu erfassen, wird mit Hilfe detaillierter Kosteninformationen auf Ebene Parzelle des Betriebsnetzes Support Obst – Arbo eine Pflanzenschutzkostenfunktion empirisch geschätzt. Dies erlaubt sowohl die Erfassung und Bemessung von Ineffizienzen im Einsatz von Pflanzenschutzmitteln als auch die Ermittlung von Einsparungspotentialen. Mit Hilfe eines strukturellen Ansatzes werden anschliessend die Auswirkungen verschiedener regulatorischer Massnahmen auf die Effizienz der Betriebe ermittelt.

Projektziele
(Deutsch)
Ziel ist es, der Praxis und dem Bundesamt für Landwirtschaft sowie kantonalen Behörden Handlungsempfehlungen zu geben, welche eine Entwicklung hin zu einem effizienteren Pflanzenschutzmitteleinsatz erlauben.
Abstract
(Deutsch)

Die Studie erfasst die Einsparungspotentiale von Pflanzenschutzmittel im Schweizer Obstbau. Der Obstbau setzt mit Abstand die grösste Menge an Pflanzenschutzmittel pro Hektar und Jahr in der Schweizer Landwirtschaft ein. Basierend auf bisherigen Studien lässt sich vermuten, dass Effizienzsteigerungsmassnahmen einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der Pflanzenschutzmittelausbringungen leisten könnten. Der Vorteil dieser Massnahmen ist, dass sie keine Ineffizienzen und Fehlallokationen verursachen, wie es bei regulatorischen Eingriffen der Fall sein kann. Um die Effizienzsteigerungspotentiale im Schweizer Obstbau erfassen zu können, haben wir mit Hilfe von detaillierten Kosteninformationen auf Ebene Sortenquartiere des Betriebsnetzes Support Obst – Arbo eine Kostenfunktion von Pflanzenschutzmittelausbringungen empirisch ermittelt. Diese Schätzungen haben uns die Erfassung und Bemessung von Ineffizienzen im Einsatz von Pflanzenschutzmittel und die Ermittlung der damit verbundenen Einsparungspotentiale von Pflanzenschutzmittel erlaubt. Unsere Schätzergebnisse zeigen, dass die Betriebe in unserer Stichprobe deutlich Ineffizienzen in der Ausbringung von Pflanzenschutzmittel aufweisen. Diese liegen im Schnitt bei mehr als 25 Prozent und entsprechen mehr als 9 kg/ha an Wirkstoffen. Die Einsparungspotentiale ergeben sich primär durch Ineffizienzen beim Einsatz von Fungiziden, unterscheiden sich stark zwischen den Sorten und variieren über die Jahre. Die Analyse der schweizweiten Einsparungspotentiale hat gezeigt, dass Effizienzsteigerungsmassnahmen zu einer Reduktion der Pflanzenschutzmittelausbringungen im Obstbau um mehr als 30 Tonnen beitragen könnten. Geht man davon aus, dass die Ineffizienzen bei der Anwendung von Pflanzenschutzmittel für andere Produktionssysteme ähnlich stark ausgeprägt sind, ergeben sich für die landwirtschaftliche Produktion in der Schweiz Reduktionspotentiale von mehr als 500 Tonnen im Jahr. Die Studie stellt verschiedene Handlungsempfehlungen vor, welche darauf abzielen, die Effizienzsteigerungspotentiale zu reduzieren. Hierzu zählen eine erhebliche Ausweitung der Primärdatensammlung, die Weiterentwicklung der Analysemethoden und die Implementierung von webbasierten Anwendungen, welche zeitnahe Rückkopplungsschleifen mit den Betrieben erlauben. Damit könnten Effizienzsteigerungsmassnahmen einen wichtigen Beitrag hin zum Ziel einer nachhaltigen Landwirtschaft und Reduktion der Umweltbelastungen in der Schweizer Landwirtschaft leisten.