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Forschungsstelle
BLW
Projektnummer
16.05
Projekttitel
Vatorex Feldversuche 2016

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Imkerei, Bienen, Varroa destructor, Varroabekämpfung, Hyperthermie
Schlüsselwörter
(Englisch)
beekeeping, bees, Varroa destructor, Varroa control, hyperthermia
Schlüsselwörter
(Französisch)
apiculture, abeilles, Varroa destructor, lutte contre Varroa, hyperthermie
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Mit einem neuen Hyperthermie-Verfahren soll das Bienensterben durch Varroabefall vermindert werden. Dabei werden die unterschiedlichen letalen Temperaturen der Bienenbrut und der Varroa-Milbe ausgenutzt. Bisherige Systeme scheiterten allerdings an anwendungsbasierten Mängeln. Das vom Verein Vatorex entwickelte und vorgeschlagene System vereint die Vorteile zweier Systeme. Mit einem in die Bienenbrutwabe eingelassenen Heizdraht kann die Wabe im aktiven Bienenvolk von innen direkt beim Brutnest erhitzt werden, wo ein Hyperthermie Effekt erwünscht ist. Angeschlossen an eine Autobatterie und geregelt über einen Controller, funktioniert das System vollautomatisch und repetitiv, sodass eine flächendeckende, ganzjährige Behandlung gewähr leistet ist.

Im Jahr 2015 wurde das System in Feldversuchen getestet und führte zu einer signifikanten Reduktion der Varroapopulation in den Bienenstöcken. Die Reduktion war jedoch nicht gross genug, um auf die Säurebehandlung vollständig verzichten zu können, was auf technische Probleme zurückzuführen ist. Die Gesuchstelle haben das System optimiert, um die Probleme zu beheben, und führen im Jahr 2016 erneut Feldversuche aus.

Projektziele
(Deutsch)
Ziel ist, mit dem Vatorex-System eine starke Reduktion der Varroapopulation zu erreichen, sodass vollständig auf die Säurebehandlung verzichtet werden kann.
Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
Varoosis gilt als die Hauptursache des Bienensterbens und wurde bisher vorrangig mit chemischen Mitteln bekämpft. Im Gegensatz dazu beruht Hyperthermie auf einer geringeren Wärmetoleranz der Milbe im Vergleich zur Honigbiene und bietet hohes Potential zu einer chemiefreien Varraobekämpfung. Temperaturen ab 39°C bewirken sowohl eine erhöhte Mortalität wie auch eine verminderte Fortpflanzungsfähigkeit der Varroamilbe, wohingegen die Honigbienen keinen Schaden nehmen. Allerdings traten bei der praktischen Anwendung von Hyperthermie mehrere Schwierigkeiten auf. Auf Wärmezufuhr von aussen reagieren die Bienen mit Kühlung des Stockes und der Brut, wodurch die Temperaturen schwer zu kontrollieren sind und die Arbeiterinnen unnötigem Stress ausgesetzt werden. Ausserdem zeigten diese Verfahren nur eingeschränkte Wirkung gegen die Varroamilben in der verdeckelten Brut, wo der Befall am höchsten ist und sich bis zu 77% der Milben befinden können. Der Feldversuch 2016 konnte in nur sechs Wochen Behandlungszeit eine Reduktion des Milbenbefalls um 28% bewirken und diesen bis zum Versuchsende auf einem tieferen Niveau halten. Diese Ergebnisse demonstrieren die Wirksamkeit von Hyperthermie bei der Bekämpfung der Varooamilbe.