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Unité de recherche
OFAG
Numéro de projet
14.27_4
Titre du projet
Pilotprogramm Anpassung an den Klimawandel - Projekt 4: Verbesserte Bodenfunktionen zum Ausgleich klimatischer Extreme

Textes relatifs à ce projet

 AllemandFrançaisItalienAnglais
Mots-clé
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Description succincte
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Objectifs du projet
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Destinataires/Diffusion des résultats
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Publications / Résultats
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Textes saisis


CatégorieTexte
Mots-clé
(Allemand)
Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel, Bodenfunktionen, Bodenstruktur, Bodenfeuchte
Mots-clé
(Anglais)
adaptation of agriculture to climate change, soil functions, soil structure, soil moisture content
Mots-clé
(Français)
adaptation de l’agriculture au changement climatique, fonctions du sol, structure du sol, humidité du sol
Description succincte
(Allemand)

In der Schweiz sind die Temperaturen in den letzten 150 Jahren um mind. 1,7°C gestiegen. Wie die Klimaszenarien CH2011 zeigen, wird sich das Klima in Zukunft weiter verändern. Die Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels wird deshalb immer wichtiger. Das C02-Gesetz weist dem Bund die Verantwortung für die Koordination der Anpassungsmassnahmen und für die Bereitstellung der erforderlichen Grundlagen zu (Art. 8). Den Rahmen zur Bewältigung der neuen Herausforderungen setzt die im März 2012 beschlossene Strategie des Bundesrates zur Anpassung an den Klimawandel in der Schweiz.

Für die Kantone, Regionen und Gemeinden ist die Anpassung an den Klimawandel ein neues Thema. Deshalb wurde das Pilotprogramm „Anpassung an den Klimawandel" aufgegleist, um pilothafte Anpassungsprojekte vor Ort anzustossen und umzusetzen. Das Programm wird vom Bundesamt für Umwelt BAFU koordiniert. Beteiligt sind die Bundesämter für Bevölkerungsschutz BABS, Gesundheit BAG, Landwirtschaft BLW, Raumentwicklung ARE und Veterinärwesen BVET. Im Mittelpunkt des Programms stehen fünf Themencluster, die sich nur in Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche und Akteure bewältigen lassen: 1. Umgang mit lokaler Wasserknappheit, 2. Umgang mit Naturgefahren, 3. Management von Ökosystem-Veränderungen und Landnutzung, 4. Klimaangepasste Stadt-und Siedlungsentwicklung, 5. Wissenstransfer und Governance.

Das Pilotprojekt „Verbesserte Bodenfunktionen zum Ausgleich klimatischer Extreme" ist im Cluster 3 angesiedelt. Im Hinblick auf die zu erwartenden Extremereignisse des Klimawandels sollen die Böden über eine bessere Struktur gegenüber Starkniederschlägen und Trockenheit toleranter werden. Aktuell verfügbare-Beratungsempfehlungen und Werkzeuge sind für den praktischen Einsatz ungenügend abgestimmt und sind nicht auf ihre spezifische Wirkung zur Förderung der Resilienz gegenüber Extremereignissen des Klimawandels hin ausgerichtet. Potentiale wie permanente Bodenbedeckung, kontrollierte Befahrungen mittels automatischer Lenksysteme (Controlled Traffic Farming CTF) sowie streifenförmige Saatbereitung (Streifenfrässaat & Strip-till) oder Direktsaat werden in der Praxis noch zu wenig genutzt. Werkzeuge zur Bewirtschaftungsoptimierung wie Humusbilanzierung, die Beurteilung des Verdichtungs- und Erosionsrisikos und der Bodenfeuchtemessung werden nicht systematisch eingesetzt. In einem umfassenden Ansatz soll gemeinsam mit Lohnunternehmen und Landwirten ein Verbund von Massnahmen weiterentwickelt, umgesetzt und mit Hilfe einer Wirkungskontrolle auf ihre Effektivität überprüft werden. 

Ziel Ist es, einen repräsentativen Durchschnitt bezüglich Standortvoraussetzungen und Bewirtschaftungsverfahren abzubilden. Da die Lohnunternehmer im Bereich der Minimalbodenbearbeitung und der Ernte  eine sehr wichtige Stellung einnehmen, werden die Parzellen in Zusammenarbeit mit diesen Unternehmern ausgesucht und arbeitsteilig mit den Landwirten bewirtschaftet.

Objectifs du projet
(Allemand)
  • Die Strukturqualität der Böden ist zu verbessern, damit die Bodennutzung auch unter intensivem Starkregen und längerdauernde Trockenzeiten mit guten Erfolgsaussichten erfolgen kann.
  • Die Effekte der realisierten bodenstrukturfördernden Massnahmen sind für unterschiedliche Standort- und Bewirtschaftungssituationen quantifiziert (Wirkungskontrolle).
  • Die landwirtschaftlichen Praktiker und die Beratung sind bezüglich der Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Standorteigenschaften und Anbautechniken informiert und können die Chancen und Risiken des Einsatzes neuer Technologien beurteilen.
  • Pilotbetriebe und Lohnunternehmer setzen erweiterte Massnahmen im Bereich des Bodenschutzes und der Bodenstrukturverbesserung im Sinne von „Leuchtturmprojekten“ um.
  • Die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure im Bereich des Ackerbaus ist gestärkt.
    Destinataires/Diffusion des résultats
    (Français)

    Die Resultate werden durch Agroscope, den Schweizerischen Verband für Landtechnik und durch kantonale Fachstellen über deren Informationskanäle verbreitet: Agrartechniktage Tänikon, ART-Berichte; Artikel in Schweizer Landtechnik; Flurbegehung und GV von Lohnunternehmer Schweiz. Weiter sollen die Pilotbetriebe eine multiplikatorische Wirkung über die Aktivitäten der Lohnunternehmer (Bestandteil ihres Leistungsangebotes) und die landwirtschaftliche Beratung (Bestandteil ihrer Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen) wahrnehmen.

    Als weiteres Zielpublikum sollen die Agrartechnikfirmen anlässlich der Agrartechniktage Tänikon über Möglichkeiten und Chancen der neuen Bewirtschaftungsverfahren aufgeklärt werden. Die Möglichkeiten des Einsatzes automatischer Lenksysteme sollen zusammen mit den Firmen erweitert und genutzt werden.

    Publications / Résultats
    (Allemand)

    Auf Grund der hohen Niederschlagsmengen vom Frühjahr bis zum Juni waren die Böden zum Zeitpunkt der Getreideernte stark wassergesättigt. Da abreifendes Getreide die Photosynthese stark reduziert und in Folge der langen Halme den Boden vor Wind und Sonne schützt, trocknen die Böden kaum mehr ab. Tiefe Fahrspuren, verursacht durch die Mähdrescher, waren vielerorts die Konsequenz. Die häufigen Gewitter ermöglichten nur sehr kurze Zeitfenster, die für die Ernte genutzt werden konnten. Sämtliche Teilnehmer fanden im diesen Kontext die Messung der Bodenfeuchte nutzlos. Eine Ernte zu verpassen oder zu verschieben, um den Boden zu schonen, verursacht zu hohe Kosten, die von der Praxis nicht akzeptiert werden. Für solche Situationen ist zu überlegen, wie praxistaugliche Massnahmen zur Schonung der Bodenstruktur getroffen werden könnten. Beispiele dafür könnten sein: Luftdruckregelanlage einsetzen, Körnertank nicht ganz füllen, Raupenfahrwerke einsetzen… Dieser Aspekt muss mit den Praktikern an einem kommenden Workshop weiter vertieft werden. Da die Handlungsmöglichkeiten bei Mähdreschern, Vollerntern und Häckslern begrenzt sind, könnte CTF-light eine schlüssige Alternative darstellen, da so die Verdichtungen auf möglichst wenig Bodenfläche konzentriert werden.

     

    Der Schlussbericht liegt dem BLW vor.