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Forschungsstelle
BLW
Projektnummer
15.06
Projekttitel
Vatorex – neues Hyperthermiesystem für die Varroabekämpfung im Bienenvolk

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Kunden/Berichterstattung
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Imkerei, Bienen, Varroa destructor, Varroabekämpfung, Hyperthermie
Schlüsselwörter
(Englisch)
beekeeping, bees, Varroa destructor, Varroa control, hyperthermia
Schlüsselwörter
(Französisch)
apiculture, abeilles, Varroa destructor, lutte contre Varroa, hyperthermie
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Mit einem neuen Hyperthermie-Verfahren soll das Bienensterben durch Varroabefall vermindert werden. Dabei werden die unterschiedlichen letalen Temperaturen der Bienenbrut und der Varroa-Milbe ausgenutzt. Bisherige Systeme scheiterten allerdings an anwendungsbasierten Mängeln. Das vom Verein Vatorex entwickelte und vorgeschlagene System vereint die Vorteile zweier Systeme. Mit einem in die Bienenbrutwabe eingelassenen Heizdraht kann die Wabe im aktiven Bienenvolk von innen direkt beim Brutnest erhitzt werden, wo ein Hyperthermie Effekt erwünscht ist. Angeschlossen an eine Autobatterie und geregelt über einen Controller, funktioniert das System vollautomatisch und repetitiv, sodass eine flächendeckende, ganzjährige Behandlung gewähr leistet ist.

Im Rahmen des Projektes wird ein breit abgestützter Versuch auf insgesamt 10 Bienenständen durchgeführt.
Projektziele
(Deutsch)

Für das Jahr 2016 gehen wir davon aus, dass unser System als alleinige Bekämpfungsmethode gegen die Varroamilbe ausreichen wird.

Hypothesen:

1. Die Varroapopulation kann bei Interventionsvölkern während der gesamten Brutperiode unter der Schadensgrenze für die Bienen gehalten werden.

2. Die Varroapopulation ist bei Interventionsvölkern ohne Säurebehandlung kleiner oder gleich gross wie bei Kontrollvölkern direkt nach Säurebehandlung.

Es ist vorgesehen, die Resultate wissenschaftlich zu publizieren. Unterstützung von institutioneller Seite liefern dabei die ETH Zürich und die ZHAW sowie das Zentrum für Bienenforschung um Dr. Vincent Dietemann.

Kunden/Berichterstattung
(Deutsch)

Schlussbericht

Präsentation am Technorama Winterthur

Webseite: http://www.vatorex.ch/
Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)

Das System Vatorex wurde entwickelt, um den Ektoparasit Varroa destructor durch Hyperthermie (Überwärmung) in Bienenstöcken zu bekämpfen. Die Varroamilbe entwickelt sich in den Bienenwaben und ernährt sich parasitisch von den Bienen. Sie gilt als Hauptursache für das im Winterhalbjahr auftretende Bienensterben. Obwohl die geläufige Behandlung der Bienenstöcke mit organischen Säuren bei sachgemässer Anwendung für die Bienenvölker ungefährlich ist, stellt sie einen Stressfaktor für die Bienen dar und ist bei Imkern umstritten (Interpellation 15.5254).

Das Verfahren nutzt die Tatsache, dass Milben hitzeempfindlicher sind als Bienen: In einem Temperaturbereich zwischen 39 °C und 44 °C sterben Varroamilben und deren Nachkommen ab, während die Bienenbrut unbeschadet überlebt. Das Vatorex-System funktioniert folgendermassen: ein Heizdraht, der mit einer Autobatterie geheizt werden kann, wird direkt in den Wachs der Bienenwabe eingelassen. Kombiniert mit einem Solarpanel kann dauerhaft Energie bereitgestellt werden. Die Wabe wird alle 17 Tage während 3 Stunden erhitzt; die Behandlung wird durch einen eigens dafür entwickelten Regler vollautomatisch geregelt.

Die Hypothese, dass die Varroapopulation in den behandelten Völkern signifikant geringer sein wird, konnte bestätigt werden. Die Behandlung verursachte keinen Schaden an der Bienenpopulation, führte jedoch nicht, wie erwartet, zu deren Zunahme.