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Forschungsstelle
BLW
Projektnummer
14.22
Projekttitel
Blühstreifen zur Bestäuberförderung

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Neue Kenntnisse/Literatur
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Biodiversitätsförderflächen, Blühstreifen für Bestäuber, Samenmischungen
Schlüsselwörter
(Englisch)
biodiversity management, flower strips for pollinators, seed mixture
Schlüsselwörter
(Französisch)
surfaces de promotion de la biodiversité, bandes fleuries pour pollinisateurs, mélanges de semences
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Ab 2015 wurde in der Direktzahlungsverordnung mit den „Blühstreifen für Bestäuber und andere Nützlinge“ ein neuer Typ von Biodiversitätsförderflächen eingeführt. An der HAFL wurde eine Samenmischung für eine sogenannte „Bienenweide“ eingeführt, welche in Zusammenarbeit mit Agroscope mit weiteren Arten ergänzt wurde. Eine provisorische Samenmischung für die Blühstreifen wird auf der Grundlage dieser Arbeiten in den Handel gelangen. Im vorliegenden Projekt wird mittels replizierter Feldversuche und Parzellenversuche die notwendige wissenschaftliche Begleitforschung dazu unternommen. Dabei geht es in erster Linie um die agronomische und ökologische Optimierung und Weiterentwicklung der Mischung. Dazu werden verschiedene Samenmischungen evaluiert, wobei die agronomischen Eigenschaften, die Nutzung der angesäten Blütenpflanzen als Nahrungsressource und die ökologischen Fallenwirkungen im Vordergrund stehen.
Projektziele
(Deutsch)

Im Projekt „Blühstreifen zur Bestäuberförderung“ werden die ersten beiden (oben genannten) Oberziele verfolgt. Es werden dabei drei Bestäuber-Blühstreifen-Typen getestet, nämlich einjährige Herbstsaat, einjährige Frühjahrssaat und mehrjährige Blühstreifen. Die Ziele im Einzelnen sind:

(1) Optimierung agronomischer Eigenschaften: Wie schneiden verschiedene Samenmischungen für die drei Blühstreifen-Typen bzgl. Aufkommen, Blühverlauf und Unkraut-druck ab? Wie kann die Verunkrautung minimiert werden?

(2) Optimierung des Nutzens für die Bestäuberdiversität: Welcher der drei Bestäuber-Blühstreifen-Typen fördert am effektivsten die Biodiversität von Bestäuberinsekten, insbesondere Wildbienen? Welche angesäten Blühpflanzen-Arten sind hierbei besonders wichtig, respektive werden am meisten besucht?

(3) Auswirkung der Blühstreifen auf die Fitness und das Populationswachstum von Bestäubern: Kann durch die Anlage von Blühstreifen die Fitness und das Populationswachstum von ausgewählten Wildbienen-Arten gefördert werden?

(4) Eignung der Blühstreifen als Nist- und Überwinterungshabitat: Bieten Bestäuber-Streifen gute Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten für Wildbienen und weitere Arthropoden? Können Blühstreifen, welche im Ansaatjahr wieder umgebrochen werden, als „ökologische Fallen“ wirken, indem Arthropoden (insbesondere Wildbienen) versuchen, sich in ihnen fortzupflanzen bzw. zu überwintern?

Neue Kenntnisse/Literatur
(Deutsch)

Die Zusammensetzung der Saatmischung wird aufgrund der gemachten Erfahrungen laufend optimiert und angepasst. Dabei werden sowohl einjährige als auch zwei- und mehrjährige Mischungen geprüft, welche im Rahmen der Bestimmungen des neuen BFF-Typs angebaut werden können.

Die Begleitung der Einführung des neuen BFF-Typs „Blühstreifen für Bestäuber und andere Nützlinge“ mit Forschungsprojekten ist die Voraussetzung dafür, dass Agroscope eine Saatmischung provisorisch zulässt. Die bisher getesteten Saatmischungen sind von Fachpersonen stark kritisiert worden und müssen verbessert werden, um als Mischung für BFF bewilligt werden zu können. Die vorgeschlagene Forschung erarbeitet die notwendigen Grundlagen, wie Wildbienen und andere Bestäuber, und wichtigen Bestäubungsleistungen für landwirtschaftliche Kulturen, möglichst effektiv gefördert werden können mittels Blühstreifen. Der andere Kritikpunkt der Fachpersonen („Es ist nicht nachgewiesen, dass die Bienenweide einen Beitrag zur Gesundheit der Honigbiene leistet“) wird im Projekt „Bienengesundheit“ untersucht.