Description succincte
(Allemand)
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Im Kontext der Diskussion um die Zersiedelung und deren negative Folgen wird oft mit den Kosten argumentiert. Einige Studien kommen zum Schluss, dass nicht-kompakte Siedlungsformen höhere Infrastrukturkosten verursachen als kompakte. Allerdings kann für gewisse Infrastrukturtypen auch das Gegenteil zutreffen: zunehmende Bevölkerungsdichte kann sich für Gemeinden kostensteigernd auswirken. Angesichts der raumplanerischen Aufgabe, Siedlungen nach innen zu entwickeln, und der in der Regel damit einhergehenden Verdichtung, sind die Fragen, wo genau welche Kostenunterschiede festzustellen sind, und wie gross diese Unterschiede sind, aktueller denn je.
Zusätzlich zur Frage der Höhe der Kosten ist von Interesse, wie verursachergerecht die Kosten der Infrastrukturen angelastet werden. Dabei interessiert insbesondere, ob die siedlungstypenbedingten Mehr- respektive Minderkosten auf die Endkonsumenten durchschlagen.
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Résumé des résultats (Abstract)
(Allemand)
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Die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung zum Thema Siedlungsentwicklung und Infrastrukturkosten weisen auf eine kostensteigernde Wirkung von peripher gelegenen und wenig verdichteten Siedlungen hin. Die detaillierten Berechnungen zeigen, dass eine auf Verdichtung beruhende Siedlungsentwicklung zu deutlich tieferen Infrastrukturkosten pro Kopf führt, als eine Neuerschliessung mit einer flächenmässigen Ausdehnung der Gebiete.
Die Studie Ecoplan (2000) zeigte, dass mit einer verdichteten Bauweise und kompakten Siedlungsformen pro Kopf Infrastrukturkosten eingespart werden können. Die vorliegende Studie prüft die Gültigkeit dieser Resultate. Die aktualisierten Zahlen zeigen erneut, dass die möglichen Einsparungen mit einer verdichteten Siedlungserweiterung bedeutend sind: Eine verdichtete Siedlungsentwicklung nach innen kann in den Infrastrukturbereichen Abwasserentsorgung, Wasserversorgung, Verkehr und Stromversorgung bis zu dreimal tieferen Kosten pro Einwohner führen, als eine Neuerschliessung, bei der die Siedlungserweiterung durch eine flächenmässige Ausdehnung der Gebiete erfolgt. Da die Nutzniessenden der Infrastruktur nicht in allen Fällen für die vollständige Finanzierung aufkommen, belasten diese höheren Kosten nicht nur die privaten Haushalte, sondern auch die Allgemeinheit. Schliesslich zeigt die vorliegende Untersuchung, dass die Gebühren- und Abgabensysteme zur Finanzierung der Infrastrukturanlagen noch zu wenig verursacherorientiert ausgestaltet sind. Es werden nicht nur jene, welche die höheren Infrastrukturkosten verursachen, zur Kasse gebeten. Vielmehr bestehen Quersubventionierungen: Die Einwohnerinnen und Einwohner von kompakten und damit aus Sicht der Infrastruktur kostengünstigen Siedlungen tragen die Kosten der Zersiedelung mit.Die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung zum Thema Siedlungsentwicklung und
Infrastrukturkosten weisen auf eine kostensteigernde Wirkung von peripher gelegenen
und wenig verdichteten Siedlungen hin. Die detaillierten Berechnungen zeigen, dass
eine auf Verdichtung beruhende Siedlungsentwicklung zu deutlich tieferen Infrastrukturkosten
pro Kopf führt, als eine Neuerschliessung mit einer flächenmässigen Ausdehnung
der Gebiete.
Die Studie Ecoplan (2000) zeigte, dass mit einer verdichteten Bauweise und kompakten Siedlungsformen
pro Kopf Infrastrukturkosten eingespart werden können. Die vorliegende Studie
prüft die Gültigkeit dieser Resultate. Die aktualisierten Zahlen zeigen erneut, dass die möglichen
Einsparungen mit einer verdichteten Siedlungserweiterung bedeutend sind: Eine verdichtete
Siedlungsentwicklung nach innen kann in den Infrastrukturbereichen Abwasserentsorgung,
Wasserversorgung, Verkehr und Stromversorgung bis zu dreimal tieferen Kosten pro
Einwohner führen, als eine Neuerschliessung, bei der die Siedlungserweiterung durch eine
flächenmässige Ausdehnung der Gebiete erfolgt. Da die Nutzniessenden der Infrastruktur nicht
in allen Fällen für die vollständige Finanzierung aufkommen, belasten diese höheren Kosten
nicht nur die privaten Haushalte, sondern auch die Allgemeinheit.
Schliesslich zeigt die vorliegende Untersuchung, dass die Gebühren- und Abgabensysteme
zur Finanzierung der Infrastrukturanlagen noch zu wenig verursacherorientiert ausgestaltet
sind. Es werden nicht nur jene, welche die höheren Infrastrukturkosten verursachen, zur Kasse
gebeten. Vielmehr bestehen Quersubventionierungen: Die Einwohnerinnen und Einwohner
von kompakten und damit aus Sicht der Infrastruktur kostengünstigen Siedlungen tragen die
Kosten der Zersiedelung mit.
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