Im Kontext der Diskussion um die Zersiedelung und deren negative Folgen wird oft mit den Kosten argumentiert. Einige Studien kommen zum Schluss, dass nicht-kompakte Siedlungsformen höhere Infrastrukturkosten verursachen als kompakte. Allerdings kann für gewisse Infrastrukturtypen auch das Gegenteil zutreffen: zunehmende Bevölkerungsdichte kann sich für Gemeinden kostensteigernd auswirken. Angesichts der raumplanerischen Aufgabe, Siedlungen nach innen zu entwickeln, und der in der Regel damit einhergehenden Verdichtung, sind die Fragen, wo genau welche Kostenunterschiede festzustellen sind, und wie gross diese Unterschiede sind, aktueller denn je.
Zusätzlich zur Frage der Höhe der Kosten ist von Interesse, wie verursachergerecht die Kosten der Infrastrukturen angelastet werden. Dabei interessiert insbesondere, ob die siedlungstypenbedingten Mehr- respektive Minderkosten auf die Endkonsumenten durchschlagen.