ServicenavigationHauptnavigationTrailKarteikarten


Forschungsstelle
ARE
Projektnummer
15160AFBP
Projekttitel
Zusammenhang Siedlung Verkehr-State of the Art Mehtoden

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
Anzeigen
-
-
-
Kurzbeschreibung
Anzeigen
-
-
-
Projektziele
Anzeigen
-
-
-
Abstract
Anzeigen
-
-
-
Umsetzung und Anwendungen
Anzeigen
-
-
-

Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)

Zusammenhang Siedlung Verkehr-State of the Art Mehtoden

IVT ETHZ, Zürich

Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Interaktionen zwischen Raum und Verkehr sind mannigfaltig und die Quantifizierung der ent-sprechenden Wirkungszusammenhänge entsprechend komplex. Für die Raumplanung ist es von grossem Interesse, in diesem Bereich auf verlässliche, international erprobte Analyse-methoden und –instrumente abstützen zu können.

Die Studie leistet einen Beitrag dazu, State of the Art Methoden zur Eruierung und Quantifi-zierung der Wechselwirkungen zwischen Raumentwicklung und Verkehrsinfrastruktur mit den Bedürfnissen des ARE in Verbindung zu bringen.

1.2 Projekt- / Auftragsziele

Es geht insbesondere um folgende Fragen:

- Wie lassen sich die Wirkungszusammenhänge eruieren?

- Wie lassen sich die Wirkungszusammenhänge quantifizieren?

- Wie lassen sich die Wirkungszusammenhänge isolieren?

- Wie lassen sich die kausalen Zusammenhänge (Ursache und Wirkung) verifizieren?

Die Studie gibt Auskunft über die auch bei administrativen Planungsstellen zur Anwendung kommenden Methoden und Forschungsansätze (quantitativ und qualitativ).

Die weltweit vorhandenen, hinsichtlich der formulierten Fragen relevanten Ansätze werden erläutert und strukturiert. Der Fokus liegt auf Methoden die auf regionaler und überregionaler Ebene zur Anwendung gelangen.

Im Sinne von best practices wird anhand von Beispielen aufgezeigt, mit welchen Methoden welche Fragen wo, in welchem Rahmen und auf welche Weise beantwortet wurden. Eben-falls wird dargelegt, welche Datengrundlage dazu erforderlich ist. Dazu gehört auch eine Evaluation der am ARE bereits durchgeführten Projekte. Daraus werden sodann Empfehlun-gen für das ARE abgeleitet.

Projektziele
(Deutsch)

Übersicht über die im Pflichtenheft vorgesehenen Arbeitsschritte:

Um die im ARE vorhandene Ausgangslage (Aufgaben, Bedürfnisse, Methoden, Instrumente, Datengrundlagen) erfassen zu können, wird ein Workshop durchgeführt.

Der Hauptteil der Arbeiten widmet sich unter Berücksichtigung der Zielsetzung und der oben formulierten Fragen der Strukturierung, Einordnung und Wertung der gefundenen State of the Art Methoden und deren Anwendungen in der Praxis. Bisherige am Amt getätigte For-schungen zur Beantwortung der relevanten Fragen werden ebenfalls evaluiert und im Sinne eines Stärken-Schwächen Profils gewertet.

Aus den Arbeitsschritten wird eine zusammenfassende Empfehlung abgeleitet, wie und mit welchen Methoden das ARE inskünftig die räumliche Wirkungsabschätzung von Verkehrsinf-rastrukturen noch besser vornehmen kann.

Die Erkenntnisse werden dem ARE in einem Bericht präsentiert

Abstract
(Deutsch)

Diese Studie berichtet zum aktuellen Methodenstand zur Erhebung von räumlichen Effekten in den Bereichen Wirtschaft und Bevölkerung, hervorgerufen durch Änderungen im Verkehrssystem. Dabei sind nur ex-post Analysen von Interesse – das sind Analysen, die das Geschehene evaluieren. Sie bietet einen Überblick über die angewendeten Ansätze in der Forschung, in der öffentlichen Verwaltung der westlichen Welt und internationalen Organisationen. Nicht Gegenstand der Studie sind Effekte auf die Umwelt und in die andere Richtung, also von Veränderungen in der Bevölkerung und Wirtschaft auf die Nachfrage im Verkehrssystem, sowie ex-ante Analysen.

Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen drei Fragen:

1. Wie lassen sich solche Effekte quantifizieren?

2. Wie lassen sich solche Effekte von weiteren raumwirksamen Prozessen isolieren?

3. Wie lassen sich Ursache und Wirkung in diesem Zusammenhang trennen?

Um brauchbare und aktuelle Methoden im Kontext solcher Abklärungen zu finden, wurden Publikationen der letzten zehn Jahre systematisch ausgewertet. Einerseits wurden akademische Publikationen aus diversen Journalen und Konferenzbänden gesammelt, anderseits etwas über 100 Stellen der öffentlichen Verwaltung in Europa und Nordamerika sowie einiger internationalen Organisationen direkt per e-mail kontaktiert und um Veröffentlichungen gebeten. So konnten knapp 70 Veröffentlichungen ausgewertet werden, wobei die akademischen Publikationen in der Mehrheit sind. Die relativ geringe Ausbeute bei nicht-akademischen Autoren kann entweder bedeuten, dass wir nicht zu den richtigen Personen gelangen konnten oder dass ein eher geringes Interesse am Thema besteht. Aufgrund der Korrespondenz scheint letztere Erklärung wahrscheinlicher.

Die systematische Auswertung zeigt eine Fokussierung auf sowohl eine Hand voll Themen wie auch methodische Ansätze. Die am häufigsten untersuchten Themen sind Bevölkerung und Arbeitsplätze. In diesem Zusammenhang geht es um Fragestellungen wie zum Beispiel, ob der Bau eines Autobahnanschlusses dazu führt, dass in einem gewissen Gebiet Personen zu/wegziehen oder Arbeitsplätze entstehen/wegfallen. Kaum untersucht werden Fragen zur Wirtschaftsstruktur und unterdurchschnittlich häufig Fragen zu Armut und Wachstum sowie Land- und Grundstückpreisen. Viele Arbeiten bleiben deskriptiv, unter den konkreten Methoden ist die räumliche Kontrollgruppe die am häufigsten angewendete.

Ein substanzieller Teil der ausgewerteten Studien bleibt deskriptiv. Darunter befindet sich der grösste Teil der nicht-akademischen Veröffentlichungen. Während sie in der Lage sind, über die Quantifizierung solcher Effekte zu berichten, sind keine Schlüsse bezüglich Isolation und Kausalität möglich. Anders gesagt, ist es mit deskriptiven Analysen weder möglich, andere Gründe neben dem Verkehr für die beobachteten Effekte auszuschliessen (zum Beispiel Einflüsse durch die Raumplanungs- oder Steuerpolitik) noch die Wirkungsrichtung (ob die Ursache das Verkehrssystem ist und die Wirkung im Raum stattfindet oder umgekehrt) eindeutig zu ermitteln. Die Aussagekraft solcher Studien ist deshalb sehr begrenzt. Im Gegensatz dazu können Methoden wie eine räumliche Instrumentvariable oder Kontrollgruppe – die zu Grunde liegenden Ideen werden im Hauptteil dieser Studie erklärt – diese Fragen beantworten. Sie verlangen in der Regel jedoch nach aufwändigeren Studien und besseren Daten. Insbesondere sind räumlich gut aufgelöste Daten, die als Zeitreihen vorliegen und solche zu Bodenpreise nötig. Eine Kombination verschiedener Ansätze liefert die am besten interpretierbaren Resultate.

Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
--