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Forschungsstelle
BAFU
Projektnummer
8T20/16.0043.PJ
Projekttitel
Methodenvalidierung Bodenverdichtung

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Umsetzung und Anwendungen
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Methodenentwicklung, Bodenverdichtung, physikalische Bodenbelastung, Bodenschutz, Bau-, Forst- und Landwirtschaftsmaschinen
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Die Bodenfruchtbarkeit wird durch chemische, biologische und physikalische Belastungen negativ beeinflusst. Während im Bereich der chemischen Bodenbedrohungen schon seit einiger Zeit standardisierte Methoden zur Beurteilung der Belastung vorliegen und angewendet werden, sind im Bereich physikalischer Bodenbedrohungen, insbesondere bezüglich Bodenverdichtung, noch methodische Fragen offen. Dies erschwert eine verbindliche Regulierung mit einer transparenten Methodenvorgabe im Rechtssatz. Gegenwärtig ist nur die Pflicht festgeschrieben, Bodenverdichtungen mit langfristiger Beeinträchtigung der Bodenfruchtbarkeit zu vermeiden.

Mit einer Methodenstandardisierung im Bereich der Bodenverdichtungen soll es möglich werden, den Bodenverdichtungszustand landesweit harmonisiert zu bestimmen und darüber zu berichten.

Projektziele
(Deutsch)
Ziel des Projektes ist, eine Methodenstandardisierung im Bereich der Bodenverdichtungen vorzunehmen. Dank dieser Vorgabe soll es möglich werden, landesweit harmonisiert den Bodenverdichtungszustand zu bestimmen und darüber zu berichten (DPSIR-Indikator (Drivers, Pressures, State, Impact, Responses)). Die Bodenverdichtung hat zudem Einfluss auf die Bodenfunktionen und die damit einhergehenden Ökosystemleistungen. Das Projekt trägt zu einem verbesserten Verständnis des Einflusses von Ober- und Unterbodenverdichtung insbesondere auf die Produktions-, Regulierungs- und Lebensraumfunktion des Bodens bei.
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)

Das Projekt «Soil sTRUctural Degradation Evaluation forenvironmental Legislation» (kurz: STRUDEL) schlägt eine Methodik für die Beurteilung des Strukturzustandes von mineralischen Böden vor und verknüpft diese mit Referenzwerten. Ziel des Projekts war eine Methodenstandardisierung im Bereich der Bodenverdichtungen vorzunehmen. Dank dieser Vorgabe soll es möglich werden, landesweit harmonisiert den Bodenverdichtungszustand zu bestimmen und darüber zu berichten. Insgesamt trägt das Forschungsprojekt zu einem verbesserten Verständnis des Einflusses von Ober- und Unterbodenverdichtungen, insbesondere auf die Produktions-, Regulierungs- und Lebensraumfunktion des Bodens bei.

Die vorgeschlagene Methodik und Referenzwerte ermöglichen eine Beurteilung des Strukturzustandes von mineralischen Böden, die in zwei Schritten erfolgen kann: (i) eine einfache visuelle Beurteilung der Strukturqualität im Feld auf Basis eines Notensystems, die vorgeschlagene Methode ist «VESS». VESS steht für «Visual Evaluation of Soil Structure» und ist eine schnelle und einfache visuelle Strukturbeurteilungsmethode, die Vergleichsbilder nutzt und keine besondere Ausbildung benötigt. Das Notensystem ist entscheidend, denn es ermöglicht eine vereinheitlichte Beurteilung und damit auch den Vergleich zwischen verschiedenen Standorten oder Zeitpunkten. Diese visuelle Beurteilungsmethode ist für die meisten praktischen Anwendungsfälle genügend aussagekräftig. (ii) Falls es Uneinigkeiten (z.B. ein Streitfall) geben sollte, müssen Messmethoden benutzt werden, die objektiv und quantitativ sind (physikalische Analyse und Vergleich mit Referenzwerten). Im Rahmen des Projekts wurde zu diesem Zweck ein einfacher Parameter bestimmt – dieser basiert auf dem gravimetrischen luftgefüllten Porenvolumen bei -100 hPa – und entsprechende Referenzwerte für Ober- und Unterboden entwickelt. Die kombinierte Strukturbeurteilungsmethode ist sowohl einfach als auch preiswert, ohne die Qualität der Beurteilung wesentlich einzuschränken.