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Forschungsstelle
BAG
Projektnummer
15.019374
Projekttitel
Nachmessungen Formaldehyd

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Innenraumluft, Formaldehyd, Konzentration, Prognose
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Kurzbeschreibung

Überprüfung von aus Wintermessungen rechnerisch prognostizierten Formaldehyd-Konzentrationen im Sommer (erhöhte Temperatur und Feuchtigkeit) anhand von Nachmessungen in realen Schulräumen. 10 Räume unter Standardbedingungen und mit Nutzungssimulation, sowie 2 beispielhaft im Tagesverlauf einer Nutzung.

Projektbeschreibung

Holzwerkstoffe mit Formaldehyd-haltigen Bindemitteln, insbesondere UF-Harze, sind bedeutende Quellen für Formaldehydbelastungen der Innenraumluft. Die Raumluftkonzenttrationen sind von der Belegung (Fläche/Raumvolumen) und dem Luftwechsel abhängig. Da Formaldehyd kontinuierlich hydrolytisch aus dem Bindemittel abgespalten wird, ist die Emission bei feuchten, warmen Bedingungen bedeutend höher als bei trockenen kühlen Bedingungen. Werden Raumluftmessungen im Winter durchgeführt muss bei einer gesundheitlichen/hygienischen Beurteilung und allfälligen Empfehlungen von Massnahmen berücksichtigt werden dass die Konzentrationen an warmen, feuchten Sommertagen deutlich höher sein können und der BAG-Richtwert dann ggf. überschritten sein könnte. Häufig wird daher eine rechnerische Korrektur auf Sommerbedingungen vorgenommen. Es gibt jedoch kaum Daten, welche Messungen in realen Räumen an warmen feuchten Sommertagen mit diesen rechnerisch prognostizierten Werten vergleichen. In einem kleinen Projekt wurde deshalb ausgehend von vorliegenden Messwerten im Winter, welche zwar den Richtwert klar unterschritten haben, jedoch deutlich höher als Referenzkonzentrationen lagen, in denselben Räumen Messungen an Sommertagen durchgeführt und mit den rechnerischen Prognosen verglichen.

Projektziele
(Deutsch)
Bessere Kenntnisse zur Zuverlässigkeit rechnerisch prognostizierter Raumluftkonzentrationen in realen Situationen. Absicherung von Empfehlungen auf Basis von erhöhten Messwerten unterhalb des Richtwertes im Winterhalbjahr.
Weiteres Vorgehen
(Deutsch)

Die Erkenntnisse aus den Untersuchungen werden den Schulen, die am Projekt «Messungen zur Raumluftqualität und Lüftung in Schulräumen» teilgenommen haben, direkt kommuniziert. Sie sollen auch in eine künftige Überarbeitung des Faktenblatts zu Formaldehyd in der Innenraumluft einfliessen. Der Einfluss der Nutzungsbedingungen (Bedeutung einer regelmässigen Durchlüftung von Innenräumen) sowie der Sommer vs. Winterbedingungen soll besser beschreiben werden. Insbesondere ist vorgesehen, für eine bessere Bewertung eines Handlungsbedarfs grobe Kategorien für Messwerte im Winter/Heizperiode zu bilden, bei denen eine Richtwertüberschreitung im Sommer nicht zu erwarten, möglich, oder sehr wahrscheinlich ist.

Kontakt:
Bundesamt für Gesundheit
Abteilung Chemikalien
Fachstelle Wohngifte
Tel. 058 463 06 38 (Roger Waeber)

Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
Zugehörige Dokumente