Kurzbeschreibung
Überprüfung von aus Wintermessungen rechnerisch prognostizierten Formaldehyd-Konzentrationen im Sommer (erhöhte Temperatur und Feuchtigkeit) anhand von Nachmessungen in realen Schulräumen. 10 Räume unter Standardbedingungen und mit Nutzungssimulation, sowie 2 beispielhaft im Tagesverlauf einer Nutzung.
Projektbeschreibung
Holzwerkstoffe mit Formaldehyd-haltigen Bindemitteln, insbesondere UF-Harze, sind bedeutende Quellen für Formaldehydbelastungen der Innenraumluft. Die Raumluftkonzenttrationen sind von der Belegung (Fläche/Raumvolumen) und dem Luftwechsel abhängig. Da Formaldehyd kontinuierlich hydrolytisch aus dem Bindemittel abgespalten wird, ist die Emission bei feuchten, warmen Bedingungen bedeutend höher als bei trockenen kühlen Bedingungen. Werden Raumluftmessungen im Winter durchgeführt muss bei einer gesundheitlichen/hygienischen Beurteilung und allfälligen Empfehlungen von Massnahmen berücksichtigt werden dass die Konzentrationen an warmen, feuchten Sommertagen deutlich höher sein können und der BAG-Richtwert dann ggf. überschritten sein könnte. Häufig wird daher eine rechnerische Korrektur auf Sommerbedingungen vorgenommen. Es gibt jedoch kaum Daten, welche Messungen in realen Räumen an warmen feuchten Sommertagen mit diesen rechnerisch prognostizierten Werten vergleichen. In einem kleinen Projekt wurde deshalb ausgehend von vorliegenden Messwerten im Winter, welche zwar den Richtwert klar unterschritten haben, jedoch deutlich höher als Referenzkonzentrationen lagen, in denselben Räumen Messungen an Sommertagen durchgeführt und mit den rechnerischen Prognosen verglichen.