Das geplante NCD-Indikatoren-Set umfasst aktuell 99 Indikatoren (Stand Dezember 2015). Das Set ist Grundlage für das zukünftige NCD-Monitoring System. Um die Indikatoren zu begutachten und mögliche Datenquellen zu bestimmen, wurden rund 80 Fachpersonen verschiedener Bundesämter, Stiftungen, Bildungsinstitutionen, privater Unternehmen sowie der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren mit ausgewiesenem Expertenwissen zu allen für das NCD-Monitoring relevanten Themenbereichen befragt. Diese Expertinnen/Experten begutachteten einerseits die Beschreibung der vorgeschlagenen Indikatoren und brachten dazu Änderungswünsche und Ergänzungen an. Sie beurteilten aber auch die verwendeten Datenquellen und konnten allenfalls zusätzlich vorhandene Quellen vorschlagen. Weiter wurden die Kontakte genutzt, um noch fehlende Informationen zu den vorgeschlagenen Datenquellen einzuholen.
Die Expertinnen/Experten beurteilten die Beschreibungen für die Indikatoren insgesamt als adäquat; entsprechende Vorschläge und Ergänzungen der Expertinnen/Experten wurden von den Autorinnen geprüft und in den allermeisten Fällen übernommen. Insgesamt wurden im Verlauf der Expertengespräche 64 Datenquellen vorgeschlagen und im vorliegenden Bericht begutachtet. Die Änderungen und Ergänzungen wurden in den Indikatorenbericht eingefügt und die Datenquellen mit ihren Eckwerten (Inhalt, Methodik, Periodizität, Stichprobenbeschreibung, etc.) in das vorbereitete Indikatorenraster des BAG eingetragen. Jede Datenquelle wurde so auf ihre Eignung für das Indikatorensystem geprüft und – falls vorhanden – mit möglichen weiteren Datenquellen verglichen. Schliesslich wurde bei jeder Datenquelle eine Empfehlung bezüglich deren Eignung für die Berechnung des entsprechenden Indikators abgegeben. Die Datenquelle, mit der die meisten der insgesamt 99 NCD-Indikatoren alimentiert werden, ist erwartungsgemäss die Schweizerische Gesundheitsbefragung (SGB). Diese Quelle des Bundesamts für Statistik BFS kann für 35 der 99 Indikatoren genutzt werden. Jedoch befinden sich unter diesen 35 Indikatoren auch solche, die durch weitere Datenquellen ergänzt werden müssen oder bei denen der Detaillierungsgrad ungenügend ist.
Generell gestalteten sich der Vergleich und die Auswahl der Datenquellen als kompliziert. Im vorliegenden Bericht werden Daten von lediglich 45 der ursprünglich identifizierten 63 Datenquellen als adäquat für das NCD-Monitoring angesehen und für die Beschreibung von Messpunkten vorgeschlagen. Die Beurteilung der Datenquellen wurde bewusst konservativ und nach wissenschaftlichem Standard vorgenommen. Von der Verwendung der weiteren 18 Datenquellen wird hingegen abgeraten. Für 43 der insgesamt 99 NCD-Indikatoren gibt es eine gute Lösung mit einer gesicherten Datenquelle. Bei verschiedenen anderen Datenquellen ist die Weiterführung nicht gesichert (n=27). Da das Suchtmonitoring nach 2016 nicht mehr in der bestehenden Form weitergeführt wird, muss für die Indikatoren, die bisher in dieser Erhebung waren, eine Nachfolgelösung gefunden werden. Für 3 dieser Indikatoren gibt es eine mögliche Nachfolgelösung, für 7 Indikatoren gibt es noch keine solche Lösung. Weitere 13 Indikatoren zeigen eine suboptimale Qualität. Für 6 Indikatoren bestehen zudem Datenlücken, d.h. es sind auch keine Erhebungen zur Schliessung dieser Lücken geplant.