Die vom Bund angewandten statistischen Modelle sind aus wissenschaftlicher Sicht anerkannt und geeignet, um Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern zu messen. Zu diesem Ergebnis kommt der Bericht des Bundesrates „Überprüfung der statistischen Methoden des Bundes betreffend die Lohngleichheit von Frau und Mann“.
In der Studie wurden zwei statistische Modelle untersucht: das Analysemodell der nationalen Statistik des Bundesamtes für Statistik BFS (nationale Ebene) und das Standard-Analysemodell des Bundes (betriebliche Ebene), auf welchem das vom Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG entwickelte Selbsttestinstrument Logib basiert.
Nationale Ebene: Analysemodell der nationalen Statistik - BFS
Alle zwei Jahre erstellt das BFS eine nationale Statistik, um Lohnniveaus und Lohnunterschiede auf nationaler Ebene zu messen. Die Studie kommt zum Schluss, dass die bislang vom Bund verwendete statistische Methode wissenschaftlich anerkannt ist. Entsprechend den wissenschaftlichen und internationalen Normen bildet sie den Anteil der einzelnen Faktoren gut ab. Weil sich die aktuelle Methode am Mittelwert orientiert, können die Ergebnisse allerdings von sehr hohen oder tiefen Löhnen beeinflusst sein.
Betriebliche Ebene: Standard-Analysemodelldes Bundes - EBG
Auf einer vergleichbaren statistischen Methode basiert das Standard-Analysemodell des Bundes, welches andere Ziele verfolgt. Damit ermittelt der Bund im Rahmen der Kontrollen im Beschaffungswesen des Bundes systematische Lohndiskriminierungen auf betrieblicher Ebene. Das Modell unterscheidet sich insofern vom Analysemodell der nationalen Statistik, als dass es nur Faktoren berücksichtigen kann, welche objektiv und diskriminierungsfrei angewendet werden können.