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Forschungsstelle
EBG
Projektnummer
303-2014-02
Projekttitel
Ist- und Bedarfsanalyse Frauenhäuser Schweiz. Grundlagenbericht

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Abstract
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Umsetzung und Anwendungen
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Publikationssprachen
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Frauenhäuser Situations- und Bedarfsanalyse häusliche Gewalt Opferhilfe Schweizerische Konferenz der Sozialdirektorinnen und -direktoren SODK
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Auf Initiative und in Kooperation mit der Schweizerischen Konferenz der Sozialdirektorinnen und -direktoren SODK hat der Fachbereich Häusliche Gewalt des EBG eine Situations- und Bedarfsanalyse der Frauenhäuser der Schweiz durchgeführt. Die Situations- und Bedarfsanalyse liefert eine faktengestützte Beurteilungs- und Handlungsgrundlage zum Thema Finanzierung, Platzangebot und Bedarf der schweizerischen Frauenhäuser für Bund und Kantone. Der Bericht weist auf fehlende Platzangebote und Anschlusslösungen sowie die teilweise unsichere Finanzierung der Frauenhäuser hin und formuliert Empfehlungen zur Verbesserung der Situation.
Projektziele
(Deutsch)
  • Erstellen einer faktengestützen Beurteilungs- und Handlungsgrundlage für Kantone und Bund
  • Zielpublikum: Kantone (SODK, SVK-OHG), Bund (BJ, EBG)
  • Studie in Deutsch und Französisch mit Empfehlungen zuhanden Kantone
Abstract
(Deutsch)

Frauenhäuser sind Einrichtungen für Frauen und deren Kinder, die meist auf Grund einer akuten Gewaltsituation sofortigen Schutz, Unterkunft und Beratung benötigen. Die vom Bundesrat am 11. September 2013 unterzeichnete Europaratskonvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (CETS no 210) verpflichtet die Mitgliedstaaten, eine ausreichende Anzahl von Schutzplätzen für Oper von Gewalt zur Verfügung zu stellen. Im Hinblick auf die Ratifikation der Konvention, ist zu klären sein, ob und in welcher Form die Schweiz diesem Standard entspricht. Die Studie liefert hier erste Resultate und Grundlagen für nächste Handlungsschritte. Die Studie dient weiter der Erfüllung zweier parlamentarischer Vorstösse (Interpellation 13.4071 Yvonne Feri: Nationale Strategie für Männerhäuser).

Die adäquate Unterbringung von gefährdeten Personen liegt in der Kompetenz von Kantonen und Gemeinden. In der Schweiz stehen in den 18 Frauenhäusern rund 300 Betten bereit. Der Bericht zeigt, dass es einen anhaltenden Bedarf für Plätze in Frauenhäusern gibt. Im Jahr 2013 konnten laut dem Bericht aufgrund von Vollbelegung rund 600 Frauen und deren Kinder kurzfristig nicht im Frauenhaus in der eigenen Region aufgenommen werden. Mehr als die Hälfte davon, 300 – 350 Frauen konnten auch nicht in einem anderen Frauenhaus platziert werden. Das bedeutet, dass in rund einem Viertel der Fälle Lösungen gefunden werden mussten, wo der Schutz der Frau und deren Kinder nicht unbedingt so gewährleistet werden kann wie dies in einem Frauenhaus möglich ist. Der Bericht formuliert Massnahmen, um der Platzknappheit und der hohen Abweisungsrate entgegenzuwirken.

Über 90% der Frauenhaus-Aufenthalte werden über die Opferhilfe (mit-)finanziert. Die Finanzierung von Frauenhäusern unterscheidet sich stark zwischen den Kantonen. Tendenziell stehen den Frauenhäusern knappe Ressourcen zur Verfügung. Der Bericht empfiehlt dazu Finanzierungsmodelle zu entwickeln, die den Frauenhäusern mehr Planungssicherheit ermöglichen und auch in diesem Bereich die kantonalen Unterschiede ausgleichen.

Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
Um in der Schweiz einen angemessenen Versorgungsstandard für alle Opfer häuslicher Gewalt unabhängig vom Wohnkanton sicherzustellen – sei es in Frauenhäusern oder je nach Problemlage in anderen geeigneten Institutionen - empfiehlt der Bericht dazu ein Rahmenkonzept zu erarbeiten, das diesen Versorgungsstandard für Frauenhäuser festlegt. Es sollen einheitliche Standards für die Unterbringung, Betreuung und Beratung von Gewalt betroffenen Personen entwickelt werden. In einem zweiten Schritt ist es dann an den einzelnen Regionen und Kantonen zu prüfen, ob sie diese Standards bereits erfüllen bzw. welche Massnahmen vor Ort ergriffen werden müssen, um ihnen gerecht zu werden. Weiter empfiehlt der Bericht Finanzierungsmodelle zu entwickeln, die den Frauenhäusern mehr Planungssicherheit ermöglichen und auch in diesem Bereich die kantonalen Unterschiede ausgleichen.
Publikationssprachen
(Deutsch)
D / F