Ende 2013 kam es in Liberia zu ersten Infektionen mit dem Ebola-Virus, die aber bis Frühling 2014 unentdeckt blieben. Es kam in der Folge zu einer raschen – und in dieser Dimension noch nie dagewesenen – Ausbreitung von Ebola in den drei westafrikanischen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone. Eine Verschleppung von Fällen aus der Epidemienregion war jederzeit möglich, auch wenn das Bundesamt für Gesundheit (BAG) das Risiko eines „Importes“ und eines Ausbruches in der Schweiz immer als sehr gering einstufte. Aufgrund des Ausmasses der Epidemie und dem möglichen Schadenspotenzial bei Auftreten eines Falles in der Schweiz hat das BAG im August 2014 eine Task Force eingesetzt, die gemeinsam mit Partnern im In- und Ausland die Massnahmen zur Verhinderung einer Einschleppung, resp. die Vorbereitungen für einen Ebolafall in der Schweiz, koordinierte.
Das BAG und die Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren GDK und haben anfangs 2015 eine externe Evaluation in Auftrag gegeben, welche die Bewältigung der Ebola-Ereignisse in der Schweiz beurteilen sollte.
Die Resultate aus der Evaluation dienen dazu, Lehren zu ziehen und Optimierungsentscheide zu fällen im Hinblick auf künftige vergleichbare Situationen mit tiefen erwarteten Fallzahlen und hohen Anforderungen an die medizinische Versorgung.
Als Auftraggeber des Mandats fungierten BAG und GDK gemeinsam. Finanziert wurde die Evaluation durch das BAG.