ServicenavigationHauptnavigationTrailKarteikarten


Forschungsstelle
SECO
Projektnummer
2015 DA-AB 05
Projekttitel
European Working Conditions Survey 2015

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
Anzeigen
-
-
-
Kurzbeschreibung
Anzeigen
-
-
-
Projektziele
Anzeigen
-
-
-
Abstract
Anzeigen
Anzeigen
Anzeigen
Anzeigen
Umsetzung und Anwendungen
Anzeigen
-
-
-
Publikationen / Ergebnisse
Anzeigen
-
-
-

Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)

Arbeitsbedingungen, Gesundheit, Gesundheitsschutz, Arbeitszeiten

Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Es wurden 1000 beschäftigte Personen zu ihren Arbeitsbedingungen, Wohlbefinden bei der Arbeit und Gesundheit interviewt. Die Erhebung wurde auf Deutsch, Französisch und Italienisch durchgeführt und die Ergebnisse sind repräsentativ für die Schweiz.

Projektziele
(Deutsch)
Die Ergebnisse geben einen Überblick über den Stand des Gesundheitsschutzes und der Arbeitssicherheit in der Schweiz in Vergleich zu anderen europäischen Ländern. Sie werden durch die relevanten Behörden benutzt um ihre Präventionsaktivitäten zielgerichtet zu steuern.
Abstract
(Deutsch)

Zusammenfassung

Die Europäische Erhebung über die Arbeitsbedingungen (European Working Conditions Survey EWCS) ist die umfangreichste vergleichende Untersuchung zu den Arbeitsbedingungen in Europa. Die EWCS wird seit 1990 alle fünf Jahre von der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen (EUROFOUND) durchgeführt. Bei der sechsten Befragungswelle 2015 wurden mehr als 43‘000 Erwerbstätige aus 35 Ländern befragt. Die Schweizer Stichprobe der EWCS 2015 besteht aus 1006 Erwerbstätigen und ist repräsentativ für die gesamte Erwerbsbevölkerung in der Schweiz.

 

Im Bericht liegt der Schwerpunkt auf folgenden Themen: 1) Sicherheitskultur in den Unternehmen, 2) Arbeitszeiten, 3) Gesundheitsrisiken und Ressourcen bei der Arbeit, 4) Gesundheit, Arbeitszufriedenheit und Wohlbefinden, 5) Wünsche und Perspektiven der Arbeitnehmenden. Der SECO-Bericht ergänzt den EUROFOUND-Bericht[1] in dreierlei Hinsicht:

 

Zunächst erfolgt eine detaillierte Beschreibung der Schweizer Arbeitsbedingungen für abhängig Erwerbstätige, die dem Arbeitsgesetz unterstellt sind[2]. Die Angaben beziehen sich dabei auf das Jahr 2015. Mittels Untersuchungen gemäss soziodemografischer und betrieblicher Merkmale (Geschlecht, Alter, Unternehmensgrösse und Wirtschaftszweig) konnten bestimmte Risikogruppen eruiert werden. Es handelt sich dabei um Erwerbstätige, die an ihrem Arbeitsplatz besonders belastet sind.

 

Des Weiteren wird die Entwicklung der Arbeitssituation in der Schweiz zwischen 2005 und 2015 beschrieben.

 

Schliesslich werden die schweizerischen Ergebnisse der EWCS 2015 mit dem europäischen Durchschnitt sowie mit den Resultaten der Nachbarstaaten Deutschland, Frankreich, Italien, und Österreich verglichen.

 

Der Bericht bietet einen breiten Überblick über das Thema Arbeit und Gesundheit und liefert damit eine Grundlage für die Präventionspraxis sowie für weitere Analysen.

 

Physische Belastungen bei der Arbeit

 

Im Bericht wird differenziert zwischen Umgebungsbelastungen und Belastungen für den Bewegungsapparat. Die Umgebungsbelastungen beinhalten chemische Belastungen und werden zusammen mit den Belastungen für den Bewegungsapparat als physische Belastungen beschrieben.

 

Belastungen des Bewegungsapparates gehören in allen Ländern zu den häufigen Gesundheitsrisiken bei der Arbeit. Die häufigste physische Arbeitsbelastung in der Schweiz ist im Jahr 2015 das Ausführen stets gleicher Hand- oder Armbewegungen. Fast zwei Drittel der Befragten (60.2 %) berichteten, dass repetitive Bewegungen mindestens ein Viertel ihrer Arbeitszeit ausmachen. Zudem arbeiten 44.5 Prozent der abhängig Erwerbstätigen mehr als ein Viertel ihrer Arbeitszeit in ermüdenden Körperhaltungen. Gut ein Drittel der Befragten sitzt während mehr als drei Viertel der Arbeitszeit. Gut ein Viertel der Befragten gibt an, dass mindestens ein Viertel der Arbeitszeit das Tragen oder Bewegen schwerer Lasten beinhaltet.

 

 

Abbildung 1: Belastungen des Bewegungsapparates (mindestens ¼ der Zeit), Schweiz und Europa 2005 und 2015, abhängig Erwerbstätige in Prozent


EWCS 2015, Q30: Sagen Sie mir bitte wieder anhand der Skala, inwieweit Ihr Hauptberuf Folgendes einschliesst: … (A. schmerzhafte oder ermüdende Körperhaltungen. B. Tragen oder Bewegen von Personen. C. Tragen oder Bewegen schwerer Lasten. E. stets gleiche Hand- oder Armbewegungen.) Antwort: ungefähr ein Viertel der Zeit oder länger.

 

Gemessen an einer geschätzten Expositionszeit von mindestens einem Viertel der Arbeitszeit sind die häufigsten Umgebungsbelastungen im Jahr 2015 starker Lärm (24.0 %), hohe Temperaturen (22.9 %) und Vibrationen (18.6 %). Die Schweizer Erwerbstätigen liegen bezüglich Umgebungsbelastungen (inkl. chemische Risiken) im europäischen Durchschnitt. Ähnliche Werte haben auch die Nachbarländer Deutschland, Italien und Österreich, die ebenfalls dem Durchschnitt der EU-27 entsprechen. Nur starker Lärm, das Einatmen von Rauch und Dämpfen sowie Passivrauch kommen in der Schweiz weniger häufig vor als in Europa. Bei einer Expositionszeit von mindestens drei Viertel der Arbeitszeit liegt die Schweiz hingegen bei allen Umgebungsfaktoren unter dem europäischen Durchschnitt. Es scheint, dass die Unternehmen diese Risiken minimieren, indem sie die Expositionszeit für einzelne Personen begrenzen.

 


 

Abbildung 2: Umgebungsbelastungen und chemische Risiken (mindestens ¼ der Arbeitszeit), Schweiz und Europa 2005 und 2015, abhängig Erwerbstätige in Prozent


EWCS 2015, Q29: Sagen Sie mir bitte anhand dieser Skala, inwieweit Sie bei Ihrer Arbeit den folgenden Bedingungen ausgesetzt sind. (A. Vibrationen von Werkzeugen, Maschinen usw. B. starker Lärm, so dass man sich nur mit sehr lauter Stimme mit anderen unterhalten kann. C. hohe Temperaturen, so dass man schwitzt, auch wenn man nicht arbeitet. D. niedrige Temperaturen am Arbeitsplatz drinnen oder draussen. E. Einatmen von Rauch, Dämpfen (wie z. B. beim Schweissen oder Abgase), Pulver oder Staub (wie Holzstaub oder Mineralstaub etc.). F. Einatmen von Dämpfen, z. B. Lösungs- oder Verdünnungsmittel. G. Umgang oder Hautkontakt mit chemischen Produkten oder Substanzen. H. Tabakrauch von anderen Personen. Antwort: ungefähr ein Viertel der Zeit oder länger.

 

Insgesamt nehmen die physischen Belastungen in der Schweiz zu: Die beiden Ausnahmen sind Tabakrauch von anderen Personen (-9.3 Prozentpunkte) sowie das Einatmen von Rauch, Dämpfen, Pulver oder Staub (-6.5 Prozentpunkte). Über zwei Prozentpunkte Zunahme können beim starken Lärm (+2.8 Prozentpunkte), bei den Vibrationen (+2.7 Prozentpunkte) und dem Umgang mit chemischen Substanzen (+2.6 Prozentpunkte) festgestellt werden. Die am meisten genannten physischen Arbeitsbelastungen erleben eine Zunahme im zweistelligen Bereich: Schmerzhafte oder ermüdende Körperhaltungen (+11.2 Prozentpunkte) und stets gleiche Hand- oder Armbewegungen (+20.0 Prozentpunkte). Dieses Ergebnis deckt sich mit der Entwicklung, die auch von der Schweizerischen Gesundheitsbefragung zwischen 2007 und 2012 aufgezeigt wird. Die Entwicklung der physischen Arbeitsbelastungen scheint insgesamt in eine ungünstige Richtung zu gehen: Die selbst beurteilten Belastungen nehmen zu und die Schweiz verliert damit ihre Spitzenpositionen aus dem Jahr 2005.

 

Arbeitszeiten, Flexibilität und Zeitdruck

 

Eine Arbeitswoche bei Vollzeit-Erwerbstätigen[3] dauert in der Schweiz länger als im europäischen Durchschnitt (CH: 42 Stunden pro Woche vs. EU-27: 39 Stunden pro Woche). Andererseits arbeitet gut ein Viertel der Erwerbstätigen weniger als 5 Tage pro Woche (26.2 %). Dieser Anteil an Teilzeitarbeit ist deutlich grösser als im europäischen Durchschnitt (16.6 %). Bei der Nachtarbeit, der Arbeit an Wochenenden und dem Arbeiten während der Freizeit bewegt sich die Schweiz im europäischen Rahmen.

 

Die Schweiz verzeichnet den höchsten Anteil an Erwerbstätigen, die ihre Arbeitszeit vollständig individuell festlegen können (CH: 11.7 % vs. EU-27: 5.6 %). Umgekehrt gibt es in der Schweiz auch häufiger regelmässige kurzfristige Änderungen der Arbeitszeiten (CH: 18.2 % vs. EU-27: 12.5 %). Solche nicht planbare Arbeitseinsätze können sich nachteilig auf die Gesundheit auswirken, weil sie die Plan- und Gestaltbarkeit der arbeitsfreien Zeit behindern und die Erholungszeiten verkürzen.

 

Mehr als sechs von zehn abhängig Erwerbstätigen in der Schweiz geben an, dass sie mindestens ein Viertel der Zeit mit hohem Arbeitstempo (64.6 %) oder unter Termindruck (62.8 %) arbeiten. Jeweils rund die Hälfte davon arbeitet drei Viertel der Zeit mit hohem Tempo (32.4 %) oder unter Termindruck (33.3 %). Im Vergleich mit der EWCS 2005 hat dieser Anteil in der Schweiz abgenommen. Im Jahr 2015 arbeiten demnach weniger Personen mit hohem Arbeitstempo oder unter Termindruck als noch vor zehn Jahren. Diese Zahlen entsprechen sowohl dem europäischen Mittel als auch dem Durchschnitt der Nachbarländer Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich.

 

Mitwirkung und Selbstbestimmung

 

Im Allgemeinen nehmen zwischen 2005 und 2015 die Anteile abhängig Erwerbstätiger in der Schweiz ab, welche Möglichkeiten der Einflussnahme auf die Arbeitsbelange haben. Dies betrifft sowohl die zeitliche Autonomie (Selbstbestimmung beim Arbeitstempo 2005: 73.0 % vs. 2015: 68.0 %) als auch die Möglichkeiten der Einflussnahme auf das Vorgehen bei der Erledigung von Aufgaben (2005: 80.3 % vs. 2015: 72.1 %). Einen besonders starken Rückgang verzeichnen die Möglichkeit, eigene Ideen umzusetzen (2005: 61.9 %, 2015: 48.8 %) sowie die freie Pausenwahl (2005: 54.1 % vs. 2015: 42.2 %). Generell haben jüngere abhängig Erwerbstätige (15-24 Jahre) weniger Einflussmöglichkeiten als ältere.

 

Die Kombination aus fehlender zeitlicher Autonomie und hohem Zeitdruck kann sich besonders ungünstig auf die Gesundheit auswirken. Von dieser ungünstigen Kombination sind rund 11 Prozent der abhängig Erwerbstätigen betroffen.

 

Während in der Schweiz der Anteil der abhängig Erwerbstätigen, die über Möglichkeiten der Einflussnahme auf Belange der Arbeit verfügen, sinkt, bleib die Zahlen im europäischen Mittel stabil. Das führt dazu, dass sich die Schweiz dem europäischen Niveau angleicht.


 

Qualität der Arbeit

 

Ganzheitliche, als sinnvoll erlebte und im richtigen Mass fordernde Aufgaben haben nicht nur eine motivierende Wirkung, sondern fördern auch die Kompetenzentwicklung sowie die Gesundheit. Eine sorgfältige Abstimmung des Systems von Mensch und Maschine ist gerade in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung der Arbeitswelt wichtig. Es gibt eine Zunahme der Anzahl Personen, die angeben, dass ihre Arbeit eintönige Aufgaben beinhaltet (2005: 22.4 % vs. 2015: 32.9 %). Der Anteil der Erwerbstätigen, die der Meinung sind, dass sie eine sinnvolle Arbeit verrichten, ist in der Schweiz vergleichsweise hoch, hat aber im Vergleich zur Erhebung 2005 tendenziell abgenommen (2005: 92.3 % vs. 2015: 85.8 %). Ausserdem berichten weniger Personen, dass ihre Arbeit komplexe Aufgaben beinhaltet (2005: 72.0 % vs. 2015: 64.3 %), dass von ihnen erwartet wird, dass sie die Qualität der Arbeit selber überprüfen (2005: 84.6 % vs. 2015: 80.1 %) und unvorhergesehene Probleme selbständig lösen (2005: 87.9 % vs. 2015: 81.7 %) oder dass sie bei der Arbeit die Möglichkeit haben, Neues zu lernen (2005: 85.5 % vs. 2015: 69.7 %). Die Arbeit eines zunehmenden Anteils Erwerbstätiger beinhaltet jedoch die Erfüllung von präzisen Qualitätsstandards (2005: 76.8 % vs. 2015: 82.9 %).

 

Insgesamt gibt es bei den meisten Merkmalen der Aufgabengestaltung und Arbeitsorganisation eine Angleichung an den europäischen Durchschnitt. Für die Schweiz bedeutet das, dass sie gegenüber der Erhebung 2005 ihre Spitzenposition in Bezug auf diesen Aspekt eingebüsst hat.

 

Führung, Zusammenarbeit und Diskriminierung

 

Hinsichtlich gesundheitsfördernder Merkmale des Führungsverhaltens schneidet die Schweiz im Vergleich zu ihren Nachbarstaaten und Europa relativ gut ab. Schweizer Erwerbstätige geben häufiger an, dass ihre Vorgesetzten Lob und Anerkennung (79.9 % vs. EU-27: 70.9 %) sowie hilfreiches Feedback (78.5 % vs. EU-27: 70.2 %) geben. Ausserdem bringen nach Angaben der Arbeitnehmenden vergleichsweise viele Vorgesetzte in der Schweiz die Menschen dazu, erfolgreich zusammenzuarbeiten (78.3 % vs. EU-27: 72.7 %). Dies gilt auch für Österreich und Italien. In Bezug auf die Unterstützung und Förderung der Entwicklung durch die Führungskräfte liegt die Schweiz (68.0 % vs. EU-27: 68.0 %) zusammen mit Österreich und Frankreich im europäischen Mittel.

 

Soziale Diskriminierung gehört zu den stärksten Belastungsfaktoren im Arbeitsleben. Im Allgemeinen geben Frauen häufiger als Männer an, bei der Arbeit Persönlichkeits-verletzungen oder Diskriminierung erlebt zu haben. Die grössten geschlechtsspezifischen Differenzen bestehen bezüglich unerwünschter Aufmerksamkeit sexueller Natur (Männer: 0.1 %, Frauen: 6.7 %), sexueller Belästigung (Männer: 0 %, Frauen: 5.1 %) sowie bezüglich Benachteiligung aufgrund des Geschlechts (Männer: 0.3 %, Frauen: 3.8 %).

 

In der Schweiz ist der Anteil der Personen, die nach eigenen Angaben aufgrund ihrer Nationalität benachteiligt wurden (4.2 %), unerwünschte Aufmerksamkeit sexueller Natur erlebten (3.4 %) oder mit sexueller Belästigung konfrontiert waren (2.5 %), höher als im europäischen Durchschnitt (1.6 % / 1.8 % / 0.8 %).

 

Während 2005 8.0 Prozent der Erwerbstätigen angaben, bei der Arbeit mit Mobbing konfrontiert worden zu sein, waren es 2015 nur noch 4.2 Prozent. Damit hat sich die Zahl fast halbiert. Bei der Frage nach dem Erleben von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz ist dagegen eine Verdoppelung der Ja-Antworten zu verzeichnen (2005: 1.1 %, 2015: 2.5 %). Aufgrund der kleinen Fallzahlen müssen diese Ergebnisse allerdings mit Vorsicht interpretiert werden.


 

Stressempfinden und Erschöpfung

 

24.2 Prozent der Erwerbstätigen erleben nach eigenen Angaben häufig oder immer Stress bei der Arbeit. Diese Frage wurde in der EWCS 2005 nicht gestellt, weshalb diesbezüglich kein Vergleich gezogen werden kann.

 

In Bezug auf die Erschöpfung gibt mehr als ein Drittel der Befragten an, sich meistens (22.2 %) oder immer (13.0 %) am Ende des Tages erschöpft zu fühlen (35.2 %). Die Schweizer Ergebnisse der EWCS 2015 unterscheiden sich diesbezüglich nicht vom europäischen Durchschnitt.

 

Dauer und Qualität der Erholungsphasen sind für die gesundheitlichen Auswirkungen von Belastungen bedeutsam. Wenn die Erholung beeinträchtigt ist und die verbrauchten Ressourcen nicht wieder hergestellt werden, geht das an die Substanz. Gut ein Viertel der Personen (25.5 %), die angeben, sich am Ende des Tages meistens oder immer erschöpft zu fühlen, hat auch nach dem Aufwachen am nächsten Tag noch ein Gefühl der Erschöpfung und Müdigkeit. In Bezug auf die gesamte abhängige Erwerbsbevölkerung sind das rund 9 Prozent. Die Gesundheit der Personen, die sich am Abend erschöpft fühlen und sich über Nacht nicht erholen können, ist gefährdet.

 

Gesundheit

 

Während insgesamt fast neun von zehn Erwerbstätigen (89.0 %) ihre allgemeine Gesundheit als gut oder sehr gut einstufen, sind es in der Alterskategorie der über 55-Jährigen rund acht von zehn (80.4 %). Im Umkehrschluss heisst das, dass bei einem von zehn abhängig Erwerbstätigen nach eigenen Angaben die allgemeine Gesundheit mittelmässig, schlecht oder sehr schlecht ist. Bei älteren Arbeitnehmenden gilt dies für zwei von zehn Personen. Wegen der demografischen Entwicklung, die zu einer älteren Erwerbsbevölkerung führen wird, sollte der Erhalt der Arbeitsmarktfähigkeit stärker in den Fokus rücken, um das Arbeitskräftepotenzial im Inland zu bewahren. Wenn die Gesundheit der Arbeitnehmenden nicht besser geschützt wird als heute, werden in Zukunft mit grosser Wahrscheinlichkeit mehr Leute mit nicht optimalem Gesundheitszustand arbeiten oder es entsteht noch mehr Druck für die Invalidenversicherung. Im europäischen Vergleich schneidet die Schweiz vergleichsweise gut ab. Der Anteil abhängig Erwerbstätiger, die ihre Gesundheit als gut oder sehr gut einstufen, liegt in der Schweiz rund zehn Prozentpunkte über dem europäischen Durchschnitt.

 

Abbildung 3: Beschäftigte mit einem guten oder sehr guten allgemeinen Gesundheitszustand, Schweiz 2015, abhängig Erwerbstätige in Prozent

EWCS 2015, Q75: Wie ist Ihr allgemeiner Gesundheitszustand? Würden Sie sagen er ist …? Antwort: gut oder sehr gut.

 

Die EWCS fragt im Detail nach mehreren, sehr häufig mit der Arbeit verbundenen Gesundheitsproblemen. Diese Beschwerden sind nicht unbedingt arbeitsbedingt, aber die Arbeitsbedingungen können einen grossen Einfluss auf deren Entstehung oder Verlauf haben. Die in der Schweiz im Jahr 2015 am häufigsten angegebenen Beschwerden sind Rückenschmerzen (35.5 %), Kopf- und Augenschmerzen (33.7 %) sowie Muskelschmerzen in den Schultern, im Nacken oder in den oberen Gliedmassen (Arme, Ellbogen, Handgelenke, Hände usw.) (31.8 %). Mit Ausnahme der Hörprobleme und Verletzungen liegt die Schweiz bei allen gefragten Gesundheitsbeschwerden unter dem europäischen Durchschnittsniveau. Der Anteil Erwerbstätiger, die nach eigenen Angaben Gesundheitsbeschwerden haben, ist in der Schweiz praktisch in allen Bereichen gleich hoch wie in den Nachbarländern Deutschland, Italien und Österreich. Frankreich hat etwas höhere Gesundheitsbeschwerden.

 

Abbildung 4: Arbeits-(mit)bedingte Gesundheitsbeschwerden, Schweiz und Europa 2015, abhängig Erwerbstätige in Prozent (CH: n=871; EU-27: n=28’079)

EWCS 2015, Q78: Haben Sie in den letzten 12 Monaten die folgenden gesundheitlichen Probleme gehabt? (A. Hörprobleme. B. Hautprobleme. C. Rückenschmerzen. D. Muskelschmerzen in den Schultern, im Nacken und/oder in den oberen Gliedmassen (Arme, Ellbogen, Handgelenke, Hände usw.). E. Muskelschmerzen in den unteren Gliedmassen (Hüften, Beine, Knie, Füsse usw.). F. Kopfschmerzen, Augenschmerzen. G. Verletzungen. H. Angst. I. allgemeine Erschöpfung. J. sonstiges (spontan).) Antwort: ja.

 

In Bezug auf die Integration von chronisch Kranken in den Arbeitsmarkt ist zu beobachten, dass es in der Schweiz vergleichsweise wenige Personen gibt, die unter Krankheiten oder gesundheitlichen Problemen leiden, die länger als sechs Monate andauern. Insgesamt geben 7.9 Prozent der abhängig Erwerbstätigen an, unter chronischen Beschwerden zu leiden. Die Alterskategorie der über 55-Jährigen gibt im Vergleich zum Schweizer Durchschnitt mehr als doppelt so häufig an, unter chronischen Beschwerden zu leiden (17.4 %).

 

Die Schweiz und Italien (je 7.9 %) verzeichnen den tiefsten Anteil chronisch kranker Erwerbstätiger. Im europäischen Durchschnitt sind es doppelt so viele (17.2 %). In Österreich (17.9 %), Deutschland (19.6 %) und Frankreich (25.5 %) arbeiten mehr Erwerbstätige mit chronischen Erkrankungen als hierzulande.

 

Zufriedenheit und Wohlbefinden

 

Insgesamt sind fast neun von zehn abhängig Erwerbstätigen zufrieden oder sehr zufrieden mit ihren Arbeitsbedingungen (88.0 %). Eine von zehn Personen ist nicht oder überhaupt nicht zufrieden. Damit liegt die Schweiz im europäischen Durchschnitt.

 

Bezüglich Motivation fällt im europäischen Vergleich auf, dass 75.7 Prozent der abhängig Erwerbstätigen in der Schweiz nach eigenen Angaben in Firmen arbeiten, die die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dazu motivieren, ihr Bestes zu geben. Damit liegt die Schweiz über dem europäischen Durchschnitt (61.2 %) sowie über dem ihrer Nachbarländer Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich.

 

Bei der Zustimmung zu den folgenden zwei Aussagen zur Arbeitssituation belegt die Schweiz einen Spitzenplatz: 1) «In Anbetracht all meiner Bemühungen und Leistungen bei meiner Arbeit finde ich, dass ich angemessen bezahlt werde» (CH: 65.9 % vs. EU-27: 50.6 %) und 2) «Ich erhalte die Anerkennung, die ich für meine Arbeit verdient habe» (CH: 75.5 % vs. EU-27: 64.3 %). Diese beiden Aspekte unterstreichen wichtige Elemente günstiger Arbeitsbedingungen und machen deutlich, wo zwei Vorteile der Schweizer Arbeitsbedingungen liegen.

 



[2] Selbständig Erwerbstätige (n=135) wurden bei der vorliegenden Analyse nicht berücksichtigt.

[3] Pensum 90-100%.

Abstract
(Englisch)

The European Working Conditions Survey (EWCS) is the largest comparative study of working conditions in Europe. It has been carried out every five years since 1990 by the European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions (Eurofound). More than 43,000 employees from 35 countries were surveyed in the sixth wave, which was conducted in 2015. The Swiss cohort surveyed for EWCS 2015 comprises 1,006 employees and is representative of Switzerland’s overall working population.

 

The report focuses on the following topics: 1) Safety culture within businesses, 2) Working hours, 3) Health risks and resources at work, 4) Health, job satisfaction and well-being, 5) Employees’ wishes and prospects. The SECO (State Secretariat for Economic Affairs) Report complements the Eurofound Report[1] in three respects:

 

It firstly provides a detailed description of working conditions for employees who are subject to the Employment Act in Switzerland[2]. The information contained in the report relates to 2015. The studies of sociodemographic and economic parameters (gender, age, size of business and economic sector) allowed specific risk groups to be determined. These are employees who are subject to particular demands at work.

 

Furthermore, changes in Switzerland’s working situation between 2005 and 2015 are described.

 

Finally, the Swiss results from EWCS 2015 are compared with the European average and with the results of neighbouring countries Germany, France, Italy and Austria.

 

The report provides a broad overview of the topic of work and health and therefore forms a basis for establishing practical preventive measures and for conducting further analysis.

 

Physical stress at work

 

The report differentiates between environmental stress, stress on the musculoskeletal system and psychological stress. Environmental stress includes exposure to chemicals, and is grouped together with stress on the musculoskeletal system as physical stress for the purposes of this report.

 

In all countries, musculoskeletal disorders (MSDs) account for the most frequently reported health risks at work. In Switzerland, the most common physical stress factor at work in 2015 involves repetitive hand or arm movements. Almost two thirds of survey respondents (60.2%) report that they perform repetitive movements for at least one quarter of their working hours. In addition, 44.5% of employees work in tiring body positions for more than a quarter of their working hours. A good third of those surveyed sit for more than three quarters of their working hours. A good quarter indicate having to carry or move heavy loads for at least a quarter of their working hours.

 

 

Figure 1: Musculoskeletal stress (at least ¼ of working hours), Switzerland and Europe 2005 and 2015, employees in percent


EWCS 2015, Q30: Please tell me, using the [same] scale, does your main paid job involve…? … (A. Tiring or painful positions. B. Lifting or moving people. C. Carrying or moving heavy loads. E. Repetitive hand or arm movements.) Answer: Around ¼ of the time or longer.

 

Based on an estimated exposure time of at least one quarter of the working hours, the most frequent causes of environmental stress at work in 2015 were loud noise (24.0%), high temperatures (22.9%) and vibrations (18.6%). The exposure to environmental stress (including chemical risks) for Swiss employees is thus in line with the European average. Similar results have been reported by neighbouring countries Germany, Italy and Austria, which also correspond to the EU-27 average. Only loud noise, breathing in smoke and fumes and breathing in tobacco smoke from other people (passive smoking) are less common in Switzerland than in Europe. However, when the exposure time is at least three quarters of the hours spent at work, Switzerland is below the European average in all environmental factors. It appears that organisations minimise these risks by limiting the exposure time for individuals.

 


 

Figure 2: Environmental stress and chemical risks (at least ¼ of working hours), Switzerland and Europe 2005 and 2015, employees in percent

EWCS 2015, Q29: Please tell me, using the following scale, are you exposed at work to...? (A. Vibrations from hand tools, machinery, etc.; B. Noise so loud that you would have to raise your voice to talk to people; C. High temperatures which make you perspire even when not working; D. Low temperatures, whether indoors or outdoors; E. Breathing in smoke, fumes (such as welding or exhaust fumes), powder or dust (such as wood dust or mineral dust) etc.; F. Breathing in vapours such as solvents and thinners; G. Handling or being in skin contact with chemical products or substances; H. Tobacco smoke from other people; I. Handling or being in direct contact with materials which can be infectious, such as waste, bodily fluids, laboratory materials, etc. Answer: Around ¼ of the time or longer.

 

Overall, physical stress in Switzerland is increasing. The two exceptions are tobacco smoke from other people (-9.3 percentage points) and breathing in smoke, fumes, powder or dust (-6.5 percentage points). Increases of more than two percentage points are recorded for loud noise (+2.8 percentage points), vibrations (+2.7 percentage points) and handling or being in skin contact with chemical products or substances (+2.6 percentage points). The most commonly reported physical stress factors at work registered a double-digit percentage increase: tiring or painful positions (+11.2 percentage points) and repetitive hand or arm movements (+20.0 percentage points). These findings correspond to the increase that was found in the Swiss Health Survey between 2007 and 2012. The change in work-related physical risks appears overall to be heading in an unfavourable direction: Self-reported risks are on the increase, and Switzerland has lost the comparative advantage it held in 2005 in this regard.

 


 

Working hours, flexibility and time pressure

 

A full-time employee’s working week[3] in Switzerland lasts longer than the European average (42 hours per week in Switzerland vs 39 hours per week for EU-27). On the other hand, a good quarter of all employees work less than 5 days per week (26.2%). This share of part-time employment is significantly higher than the European average (16.6%). Switzerland’s figures for work performed at night, weekends and during leisure time are on a par with Europe’s.

 

Switzerland registers the highest proportion of employees who are able to set their own working hours completely by themselves (Switzerland: 11.7% vs EU-27: 5.6%). Conversely, regularly occurring short-notice changes to working hours are also more frequent in Switzerland (Switzerland: 18.2% vs EU-27: 12.5%). Such unforeseen changes to work schedules can have a negative effect on health since it prevents these people from being able to plan and structure their leisure time as they wish, resulting in less time for regeneration.

 

More than six in every ten employees in Switzerland report that they have to work at a fast pace (64.6%) or to tight deadlines (62.8%) for at least one quarter of the time. Of these people, more than half work at a fast pace (32.4%) or to tight deadlines (33.3%) for three quarters of the time. This percentage has decreased in Switzerland in comparison with EWCS 2005. Thus, fewer people work at a fast pace or to tight deadlines in 2015 than did ten years prior. These figures correspond both to the European average and the average of neighbouring countries Germany, Austria, Italy and France.

 

Cooperation and self-determination

 

In general, the proportion of employees in Switzerland who have the possibility to exert influence on their work fell between 2005 and 2015. This is true both in respect of freedom of time (choosing one’s own pace or rate of work, 2005: 73.0% vs 2015: 68.0%) and in respect of opportunities to decide on how work is carried out (2005: 80.3% vs 2015: 72.1%). A particularly marked decrease is indicated for the opportunity to apply one’s own ideas at work (2005: 61.9% vs 2015: 48.8%) and to take a break when one wishes (2005: 54.1% vs 2015: 42.2%). In general, younger employees (15-24 years old) have fewer opportunities to exert influence at work than those who are older.

 

This combination of a lack of autonomy to determine one’s own schedule and the requirement to work under high time pressure can have particularly negative effects on health. Around 11% of employees are affected by this negative combination of factors.

 

While the proportion of employees in Switzerland who have the possibility to influence matters at work is falling significantly, the European average is stable. As a result, Switzerland is now on a par with the European level.

 

 

Quality of work

 

Integrated tasks that the worker believes to be useful and that are demanding, without excess, not only have a motivating effect but also assist in professional development and promote health. Careful tailoring of the interaction between humans and machines is important, especially in times of increasing digitisation and automation at work. An increasing number of people report that their work involves monotonous tasks (2005: 22.4% vs 2015: 32.9%). The proportion of employees who believe that the work they do is useful is higher in Switzerland than elsewhere, but has fallen in comparison with the 2005 survey findings (2005: 92.3% vs 2015: 85.8%). In addition, fewer people report that their work involves complex tasks (2005: 72.0% vs 2015: 64.3%), that they are required to assess the quality of their own work themselves (2005: 84.6% vs 2015: 80.1%), that they need to solve unforeseen problems on their own (2005: 87.9% vs 2015: 81.7%), or that their work provides them with the opportunity to learn new things (2005: 85.5% vs 2015: 69.7%). Nevertheless, the work of an increasing proportion of employees involves meeting precise quality standards (2005: 76.8% vs 2015: 82.9%).

 

Overall, most aspects related to task design and organisation of work indicate a move towards the European average. For Switzerland this means that the country has lost the leading position it held in the 2005 survey in respect of these aspects.

 

Leadership, collaboration and discrimination

 

Switzerland achieved a relatively good result in respect of health-promoting aspects of management behaviour compared with its neighbouring countries and Europe. Swiss employees report receiving praise and recognition from their superiors (79.9% vs EU-27: 70.9%) and receiving useful feedback (78.5% vs EU-27: 70.2%) more frequently. Moreover, according to the employees’ own assessments, Swiss superiors are comparatively more successful in getting people to work together (78.3% vs EU-27: 72.7%). This also applies for Austria and Italy. In relation to managers’ encouragement and support for development, Switzerland (68.0% vs EU-27: 68.0%) is on a par with Austria and France at the level of the European average.

 

Social discrimination is one of the most important stress factors in working life. In general, women report experiencing infringements of personal integrity or discrimination at work more frequently than men. The most marked gender-specific differences are observed in respect of unwanted sexual attention (men: 0.1%, women: 6.7%), sexual harassment (men: 0%, women: 5.1%) and gender-based discrimination (men: 0.3%, women: 3.8%).

 

The proportion of people who report suffering discrimination linked to their nationality (4.2%), unwanted sexual attention (3.4%) or sexual harassment (2.5%) is higher in Switzerland than the European average (1.6% / 1.8% / 0.8%).

 

While in 2005 8.0% of employees reported being subjected to bullying or harassment, in 2015 this has almost halved to 4.2%. However, affirmative responses to the question regarding sexual harassment at work have almost doubled (2005: 1.1%, 2015: 2.5%). Nevertheless, these findings must be treated with caution owing to the small numbers involved and uncertainties about the understanding of the questions.

 

 

Feelings of stress and exhaustion

 

24.4% of employees report experiencing frequent or constant stress at work. This question was not asked in the EWCS 2005, so no comparison can be made.

 

More than a third (35.2%) of survey respondents indicate that they feel exhausted at the end of the working day most of the time (22.2%) or always (13.0%). The Swiss results of EWCS 2015 are broadly similar to the European average in this respect.

 

The duration and quality of rest periods are important for dealing with the health impact of high work demands. If recovery is impaired and the resources used are not replenished, a worker’s well-being will be affected. A good quarter (25.5%) of respondents who report feeling exhausted either always or most of the time at the end of the day also experience a feeling of exhaustion and tiredness when waking up the next day. This applies to 9 percent of all employees. The health of these people may be in jeopardy

 


 

Health

 

While almost nine of every ten employees (89.0%) overall report their general state of health to be good or very good, in the over-55s age category the figure is around eight out of ten (80.4%). By implication, therefore, one in every ten employees report their general health to be fair, bad or very bad. This rises to two out of every ten employees for the older age group. Given the demographic change that will result in an older working population, there should be greater focus on maintaining working capability in order to protect the country’s potential labour force. If employees’ health is not better protected, in future it is highly probable that more people will be working in a sub-optimal state of health, or there will be greater pressure on invalidity insurance. Switzerland’s result is good compared to Europe. The proportion of employees who assess their own health to be good or very good is around ten percentage points higher in Switzerland than the European average.

 

Figure 3: Employees with good or very good general state of health, Switzerland 2015, employees in percentage

EWCS 2015, Q75: How is your health in general? Would you say it is … Answer: good or very good.

 

The EWCS asks detailed questions about several health conditions that are frequently associated with work. These conditions are not necessarily caused by work, but working conditions may be a major factor in their presentation or progression. The most commonly reported complaints in Switzerland in 2015 are backache (35.5%), headaches and eyestrain (33.7%) and muscular pains in shoulders, neck and/or upper limbs (arms, elbows, wrists, hands, etc.) (31.8%). With the exception of hearing problems and injury(ies), Switzerland is below the European average in respect of all the listed health problems. The proportion of employees who report that they have health problems is practically the same in Switzerland as in the neighbouring countries Germany, Italy and Austria in all respects.

 

Figure 4: Health problems, Switzerland and Europe 2015, employees in percent (Switzerland: n=871; EU-27: n=28,079).

EWCS 2015, Q78: Over the last 12 months, did you have any of the following health problems? (A. Hearing problems; B. Skin problems; C. Backache; D. Muscular pains in shoulders, neck and/or upper limbs (arms, elbows, wrists, hands etc.); E. Muscular pains in lower limbs (hips, legs, knees, feet etc.); F. Headaches, eyestrain; G. Injury(ies); H. Anxiety; I. Overall fatigue; J. Other (spontaneous).) Answer: Yes

 

In relation to the integration of the chronically ill in the labour market, it can be seen that Switzerland has comparably fewer people who suffer from illnesses or health problems that have lasted longer than six months. Overall, 7.9% of employees report that they suffer from chronic complaints. In the over-55s age category, reports from those suffering from chronic complaints are more than twice as frequent (17.4%) as the Swiss average.

 

Switzerland and Italy record the lowest proportion of chronically ill employees (7.9% each). The European average is twice as many (17.2%). A considerably higher percentage of employees have chronic illnesses in Austria (17.9%), Germany (19.6%) and France (25.5%) than in Switzerland.


 

Satisfaction and well-being

 

Overall, almost nine out of every ten employees are satisfied or very satisfied with their working conditions (88.0%). One in ten people is not very satisfied or not at all satisfied. This places Switzerland on a par with the European average.

 

In terms of motivation, compared with Europe, 75.7% of employees in Switzerland report working for organisations that are able to motivate them to give their best job performance. Accordingly, Switzerland does better than the European average (61.2%) and its neighbouring countries Germany, Austria, Italy and France.

 

Switzerland comes out on top for respondents’ agreement with the following two statements on their working situation: 1) “Considering all my efforts and achievements in my job, I feel I get paid appropriately” (Switzerland: 65.9% vs EU-27: 50.6%) and 2) “I receive the recognition I deserve for my work” (Switzerland: 75.5% vs EU-27: 64.3%). These two aspects underline key elements of favourable working conditions and clearly reveal two advantages of the working conditions in Switzerland. Satisfaction with the reward for work is an important basis for ensuring good mental health.

 



[2] Self-employed persons (n=135) have not been taken into account for the purposes of this analysis.

[3] Between 90-100% FTE.

Abstract
(Französisch)

L’Enquête européenne sur les conditions de travail (European Working Conditions Survey, EWCS) est la plus grande enquête comparative sur les conditions de travail en Europe. Elle est réalisée tous les cinq ans depuis 1990 par la Fondation européenne pour l'amélioration des conditions de vie et de travail (EUROFOUND). Lors de sa sixième édition, en 2015, plus de 43 000 personnes actives provenant de 35 pays ont été interrogées. L’échantillon suisse de l’EWCS 2015 se compose de 1006 personnes actives et est représentatif de l’ensemble de la population active de Suisse.

 

Le rapport met l’accent sur les thèmes suivants : 1) culture d’entreprise en matière de sécurité, 2) horaires de travail, 3) risques pour la santé et ressources au travail, 4) santé, satisfaction au travail et bien-être, 5) souhaits et perspectives des travailleurs. Le rapport du SECO complète le rapport de l’EUROFOUND[1] sous trois aspects :

 

Il contient tout d’abord une description détaillée des conditions de travail des personnes actives salariées soumises à la loi sur le travail[2]. Les données se rapportent à l’année 2015. Une étude sur la base de caractéristiques sociodémographiques et des attributs des entreprises (p. ex. le sexe, l’âge, la taille de l’entreprise et son secteur) a permis de faire apparaître certains groupes à risque. Il s’agit de salariés qui subissent des contraintes importantes sur leur lieu de travail.

 

Par ailleurs, l’évolution de la situation au travail en Suisse entre 2005 et 2015 est également étudiée.

 

Enfin, les résultats suisses de l’EWCS 2015 sont comparés à la moyenne européenne et à celle des pays voisins, à savoir l’Allemagne, l’Autriche, la France et l’Italie.

 

Le rapport présente un grand aperçu de la thématique travail et santé et fournit ainsi une base pour la prévention et pour d’autres analyses.

 

Contraintes physiques au travail

 

Le rapport traite séparément des contraintes liées à l’environnement, des contraintes pour l’appareil locomoteur et des contraintes psychiques. Les contraintes liées à l’environnement incluent les contraintes chimiques et sont investiguées conjointement aux contraintes pour l’appareil locomoteur en tant que contraintes physiques.

 

Les contraintes pour l’appareil locomoteur font partie dans tous les pays des risques pour la santé fréquemment rencontrés au travail. La contrainte physique la plus fréquente en Suisse en 2015 est l’exécution de mouvements répétitifs de la main ou du bras. Presque les deux tiers des personnes interrogées (60,2 %) ont rapporté qu’elles devaient exécuter des mouvements répétitifs pendant au moins le quart de leur temps de travail. En outre, 44,5 % des salariés travaillent pendant plus d’un quart de leur temps de travail dans des positions fatigantes. Un bon tiers (35.1%) des personnes interrogées sont assises pendant plus des trois quarts de leur temps de travail. Un bon quart des personnes interrogées ont déclaré devoir porter ou déplacer des charges lourdes pendant au moins le quart du temps.

 

 

Illustration 1 : Contraintes pour l’appareil locomoteur (au moins ¼ du temps), Suisse et Europe en 2005 et en 2015, en pourcentage des salariés


EWCS 2015, Q30 : Voulez-vous me dire dans quelle mesure votre principal travail rémunéré implique : … (A. positions douloureuses ou fatigantes, B. soulever ou déplacer des personnes, C. porter ou déplacer des charges lourdes, E. mouvements répétitifs de la main ou du bras). Réponse : environ le quart du temps ou plus.

 

Si on prend en compte un temps d’exposition estimé d’au moins le quart du temps de travail, les contraintes les plus fréquentes liées à l’environnement de travail étaient en 2015 les bruits forts (24,0%), les températures élevées (22,9%) et les vibrations (18,6%). Les salariés suisses se situent dans la moyenne européenne en ce qui concerne les contraintes liées à l’environnement (risques chimiques compris). On trouve des valeurs comparables également dans trois des quatre pays voisins, à savoir l’Allemagne, l’Autriche et l’Italie, qui se situent aussi dans la moyenne de l’UE-27. Seuls les bruits forts, le fait de respirer des fumées et des vapeurs et le tabagisme passif sont des contraintes moins fréquentes en Suisse qu’en Europe. Lorsqu’on prend en compte un temps d’exposition estimé des trois quarts du temps, la Suisse présente, en revanche, des valeurs inférieures à la moyenne européenne pour toutes les contraintes liées à l’environnement. Il semble que les entreprises réduisent ces risques en limitant le temps d’exposition de chaque personne.

 


 

 

Illustration 2 : Contraintes liées à l’environnement et risques chimiques (pendant au moins le ¼ du temps de travail), Suisse et Europe en 2005 et en 2015, en pourcentage des salariés


EWCS 2015, Q29 : Voudriez-vous me dire dans quelle mesure vous êtes exposé à votre travail à (A. des vibrations provoquées par des outils manuels, des machines, etc., B. des bruits si forts que vous devez élever la voix pour parler aux gens, C. des températures élevées qui vous font transpirer même si vous ne travaillez pas, D. des températures basses, que ce soit à l’intérieur de locaux ou à l’extérieur, E. respirer des fumées, des vapeurs (p. ex. vapeurs de soudure ou d’échappement), de la poussière (telle que la poussière de bois ou la poussière minérale), etc., F. respirer des vapeurs telles que des solvants et des diluants, G. à être en contact avec ou à manipuler des produits ou des substances chimiques, H. au tabagisme passif, I. à manipuler ou à être en contact direct avec des matériaux qui peuvent être infectieux tel que des déchets, des fluides corporels, du matériel de laboratoire, etc.) Réponse : environ le quart du temps ou plus.

 

Globalement, les contraintes physiques sont en augmentation en Suisse. Les deux exceptions sont le tabagisme passif (-9,3 points de pourcentage) et le fait de respirer des fumées, des vapeurs ou de la poussière (-6,5 points de pourcentage). On constate une augmentation de plus de deux points de pourcentage pour les bruits forts (+2,8 points de pourcentage), les vibrations (+2,7 points de pourcentage) et le contact avec les produits chimiques (+2,6 points de pourcentage). Les contraintes physiques les plus fréquemment citées présentent une croissance à deux chiffres de 2005 à 2015: les positions douloureuses ou fatigantes (+11,2 points de pourcentage) et les mouvements répétitifs de la main ou du bras (+20,0 points de pourcentage). Ces résultats sont cohérents avec l’évolution constatée entre 2007 et 2012 dans le cadre de l’Enquête suisse sur la santé. La situation concernant les contraintes physiques au travail semblent dans l’ensemble se dégrader. La Suisse perd ainsi la position de tête qu’elle avait occupée en 2005 par rapport aux autres pays européens.

 

Horaires de travail, flexibilité et cadence de travail ou pression des délais

 

En Suisse, chez les personnes travaillant à plein temps[3], la durée de la semaine est de travail est supérieure à la moyenne européenne (CH : 42 heures contre 39 heures dans l’UE-27). D’un autre côté, un bon quart des salariés travaillent moins de cinq jours par semaine (26,2 %). Cette part que représente le travail à temps partiel est sensiblement plus importante que la moyenne européenne (16,6 %) ? S’agissant du travail de nuit ou le week-end ou du travail pendant le temps libre, la Suisse se situe au même niveau que l’Europe.

 

La Suisse présente le pourcentage le plus élevé de salariés qui peuvent fixer leurs horaires de travail entièrement librement (CH : 11,7 % contre 5,6 % pour l’UE-27). À l’inverse, elle enregistre aussi une part de salariés confrontés à des changements d’horaires de dernière minute supérieure à celle de l’UE (CH : 18,2 % contre 12,5 % pour l’UE-27). Travailler dans ces conditions, c’est-à-dire sans pouvoir planifier à l’avance quand on travaille, peut avoir des répercussions négatives sur la santé parce qu’il est plus difficile de planifier et d’aménager son temps libre et que le temps de repos peut être réduit.

 

En Suisse, plus de six salariés sur dix déclarent que leur activité implique des cadences de travail élevées (64,6 %) ou de travailler dans des délais très stricts et très courts (62,8 %) pendant au moins le quart du temps. Les pourcentages des personnes devant travailler dans ces conditions pendant les trois-quarts de leur temps, atteignent respectivement 32,4 % et 33,3 %. On constate une diminution par rapport à 2005. En 2015, le nombre de personnes dont le travail implique des cadences de travail élevées ou des délais stricts et très courts est donc inférieur à celui que l’on a pu constater il y a encore dix ans. Ces chiffres correspondent à la fois à la moyenne européenne et aux chiffres enregistrés dans les pays voisins, à savoir l’Allemagne, l’Autriche, la France et l’Italie.

 

Participation et autodétermination

 

De manière générale, les pourcentages de salariés pouvant influencer leur travail et leurs conditions de travail ont diminué en Suisse entre 2005 et 2015. Cela concerne aussi bien l’autodétermination de la cadence de travail (2005 : 73,0 % ; 2015 : 68,0 %) que les possibilités d’influer sur la manière de procéder pour effectuer leurs tâches (2005 : 80,3 % ; 2015 : 72,1 %). On constate ainsi un recul marqué au niveau de la possibilité de mettre en pratique ses propres idées dans son travail (2005 : 61,9 % ; 2015 : 48,8 %) ou de faire des pauses quand la personne le souhaite (2005 : 54,1 % ; 2015 : 42,2 %). Les jeunes salariés (15 à 24 ans) ont souvent moins de marge de manœuvre que ceux qui sont plus âgés.

 

L’absence d’autonomie en matière d’horaires de travail combinée à un rythme de travail élevé peut avoir des répercussions particulièrement néfastes sur la santé. Environ 11 % des salariés en Suisse subissent cette combinaison défavorable.

 

Alors qu’en Suisse la part de salariés disposant de possibilités d’influer sur des aspects du travail diminue, cette part reste stable en moyenne en Europe. La Suisse rejoint par conséquent le niveau européen.

 

Qualité du travail

 

Les tâches globales, perçues comme utiles et stimulantes sont non seulement motivantes, mais sont aussi propices au développement de compétences et favorables à la santé. Obtenir une harmonie du système que forment l’homme et la machine est particulièrement important en ces temps de numérisation et automatisation croissantes.

 

Le pourcentage de personnes qui déclarent que leur travail implique des tâches monotones est en augmentation (2005 : 22,4 % ; 2015 : 32,9 %). La part de salariés qui pensent que leur travail est utile est comparativement élevée en Suisse mais a diminué par rapport à 2005 (2005 : 92,3 % ; 2015 : 85,8 %). Par ailleurs, moins de personnes déclarent que leur travail comporte des tâches complexes (2005 : 72,0 % ; 2015 : 64,3 %), qu’on attend d’eux qu’ils contrôlent eux-mêmes la qualité de leur travail (2005 : 84,6 % ; 2015 : 80,1 %) et qu’ils résolvent des problèmes imprévus par eux-mêmes (2005 : 87,9 % ; 2015 : 81,7 %). Il en va de même pour la possibilité d’apprendre des choses nouvelles (2005 : 85,5 % ; 2015 : 69,7 %). Le travail d’une part croissante de salariés implique toutefois le respect de normes de qualité précises (2005 : 76,8 % ; 2015 : 82,9 %).

 

On constate dans l’ensemble un alignement du niveau suisse sur le niveau européen moyen pour les principales caractéristiques de la conception des tâches et de l’organisation du travail. Cela signifie que la Suisse a perdu, sur cet aspect, la position de tête qu’elle occupait lors de l’enquête réalisée en 2005.

 

Direction, collaboration et discrimination

 

La Suisse présente des résultats relativement bons en comparaison des pays voisins et de l’ensemble de l’Europe en ce qui concerne les caractéristiques du type de direction propices à la santé. Les salariés suisses déclarent ainsi plus souvent que leurs homologues des autres pays européens que leur supérieur hiérarchique leur apporte félicitations et reconnaissance (79,9 % contre 70,9 % dans l’UE-27) et leur donne un feed-back utile (78,5 % contre 70,2 % dans l’UE-27). En outre, le pourcentage de chefs qui réussissent, d’après les déclarations de leur collaborateurs, à faire travailler les gens ensemble est plus élevé en Suisse (78,3 % contre 72,7 % dans l’UE-27). Tel est également le cas de l’Autriche et de l’Italie. En ce qui concerne le soutien apporté par les cadres et leur rôle positif par rapport au développement de leurs collaborateurs, la Suisse se situe, avec l’Autriche et la France, dans la moyenne européenne (CH : 68,0 % ; UE-27 : 68,0 %).

 

La discrimination sociale fait partie des facteurs les plus néfastes dans le cadre du travail. De manière générale, les femmes rapportent plus souvent que les hommes avoir subi des atteintes à la personnalité ou de la discrimination au travail. Les plus grandes différences sont les attentions sexuelles non désirées (hommes : 0,1 %, femmes : 6,7 %), le harcèlement sexuel (hommes : 0 %, femmes : 5,1 %) et la discrimination liée au sexe (hommes : 0,3 %, femmes : 3,8 %).

 

La part de personnes qui s’estiment victimes de discrimination en raison de leur nationalité (4,2 %), d’attentions sexuelles non désirées (3,4 %) ou de harcèlement sexuel (2,5 %), est plus élevée en Suisse qu’en moyenne européenne (respectivement 1,6 %, 1,8 % et 0,8 %).

 

Alors qu’en 2005 8,0 % des salariés déclaraient avoir fait l’objet de harcèlement moral (mobbing) dans le cadre de leur travail, leur taux n’était plus que de 4,2 % en 2015, ce qui représente presque une diminution de moitié. S’agissant de la question sur le harcèlement sexuel, on constate à l’inverse un doublement des réponses affirmatives (2005 : 1,1 % ; 2015 : 2,5 %). Ces résultats sont toutefois à considérer avec prudence, étant donné le petit nombre de cas concernés.

Stress et épuisement

 

24,2 % des salariés ont déclaré ressentir du stress au travail la plupart du temps ou toujours. Cette question n’avait pas été posée lors de l’EWCS 2005 et il n’est donc pas possible d’établir une comparaison.

 

Plus du tiers des personnes interrogées (35,2 %) déclarent se sentir la plupart du temps (22,2 %) ou toujours (13,0 %) épuisées à la fin de leur journée de travail. Les résultats suisses de l’EWCS 2015 ne se distinguent pas de la moyenne européenne en la matière.

 

La durée et la qualité des phases de repos sont importantes eu égard aux répercussions des contraintes sur la santé. Si le repos est entravé et que la récupération n’est pas suffisante par rapport aux ressources utilisées, il en résulte une usure. Un bon quart (25,5 %) des personnes qui déclarent se sentir toujours ou la plupart du temps épuisées à la fin de leur journée de travail ont encore une sensation de fatigue et d’épuisement le lendemain au réveil. Cela représente 9 pourcent des employés. La santé des personnes qui se sentent épuisées le soir et qui ne récupèrent pas pendant la nuit peut être en danger.

 

Santé

 

Alors que dans l’ensemble près de neuf salariés sur dix (89,0 %) qualifient leur état général de santé de bon ou très bon, cette proportion passe à environ huit sur dix (80,4 %) chez les personnes de plus de 55 ans. Cela signifie par conséquent qu’un salarié sur dix estime que son état de santé est moyen, mauvais ou très mauvais. Chez les personnes d’un certain âge, cette proportion est de deux sur dix. Étant donné que l’évolution démographique va conduire à un vieillissement de la population active, le maintien de la capacité de travail devrait gagner en importance, de manière à préserver le potentiel de main d’œuvre interne à la Suisse. Si la santé des travailleurs n’est pas mieux protégée qu’aujourd’hui, il y aura à l’avenir une grande probabilité qu’un nombre plus important de gens ne puisse travailler dans un état de santé optimale ou que la pression exercée sur l’assurance-invalidité soit encore plus forte qu’aujourd’hui. En comparaison européenne, la Suisse présente de bons résultats. Le pourcentage de salariés qui qualifient leur santé de bonne ou très bonne y est environ supérieur de dix points de pourcentage à la moyenne européenne.

 

Illustration 3 : Personnes jouissant d’un bon ou très bon état de santé en général, en Suisse en 2015, en pourcentage de salariés EWCS 2015, Q75 : Quel est votre état de santé en général ? Diriez-vous qu’il est… ? Réponse : bon ou très bon.

 

L’EWCS sonde les personnes interrogées sur plusieurs problèmes de santé très fréquemment liés au travail. Ces troubles ne sont pas nécessairement imputables au travail mais les conditions de travail peuvent avoir un grand impact sur leur apparition et leur évolution. Les problèmes de santé les plus fréquemment évoqués en Suisse en 2015 sont les maux de dos (35,5 %), les maux de tête ou la fatigue visuelle (33,7 %) et les douleurs musculaires dans les épaules, le cou et/ou dans les membres supérieurs (bras, coudes, poignets, mains, etc.) (31,8 %). À l’exception des problèmes d’audition et des blessures, la Suisse se situe en dessous de la moyenne européenne pour tous les problèmes de santé mentionnés dans l’enquête. La part de salariés qui, selon leur propre estimation, souffrent de problèmes de santé est comparable à celle mesurée en Allemagne, Autriche et Italie.

 

Illustration 4 : Problèmes de santé, Suisse et Europe en 2015, en pourcentage de salariés (CH : n=871; UE-27 : n=28 079)

EWCS 2015, Q78: Au cours des 12 derniers mois, avez-vous souffert de l'un ou l'autre des problèmes de santé suivants ? (A. problèmes d’audition, B. problèmes de peau, C. maux de dos, D. douleurs musculaires dans les épaules, le cou et/ou dans les membres supérieurs (bras, coudes, poignets, mains, etc.), E. douleurs musculaires dans les membres inférieurs (hanches, jambes, genoux, pieds, etc.), F. maux de tête, fatigue visuelle, G. blessure(s), H. anxiété, I. fatigue générale, J. autre (déclaration spontanée)). Réponse : oui.

 

S’agissant de l’intégration des malades chroniques sur le marché du travail, on notera qu’en Suisse le pourcentage de personnes qui souffrent de maladies ou de problèmes de santé depuis plus de six mois est plus faible que la moyenne européenne. Sept virgule neuf pour cent des salariés de Suisse indiquent souffrir de troubles chroniques. La catégorie des plus de 55 ans fait une telle déclaration deux fois plus souvent (17,4 %).

 

La Suisse et l’Italie présentent, avec 7,9 % pour les deux pays, la part la plus petite de salariés souffrant de maladies chroniques. Le pourcentage européen correspondant est deux fois plus élevé (17,2 %). La part de salariés travaillant alors qu’ils souffrent de maladies chroniques est nettement plus élevée en Autriche (17,9 %), en Allemagne (19,6 %) et en France (25,5 %).

 

Satisfaction et bien-être

 

Au total, près de neuf salariés sur dix (88,0 %) sont satisfaits ou très satisfaits de leurs conditions de travail. Une personne sur dix n’est pas très satisfaite ou pas du tout satisfaite. La Suisse se situe dans la moyenne européenne à cet égard.

 

Sur la question de la motivation, on relèvera que 75,7 % des salariés déclarent travailler pour une entreprise qui sait motiver ses collaborateurs à donner le meilleur d’eux-mêmes dans le travail. La Suisse se situe pour cette question au-dessus de la moyenne européenne (61,2 %) et au-dessus des chiffres présentés par les quatre pays voisins, l’Allemagne, l’Autriche, la France et l’Italie.

 

La Suisse est le pays qui présente le pourcentage le plus élevé de réponses affirmatives par rapport aux déclarations suivantes : 1) « Vu tous les efforts que je fournis dans mon travail et les résultats obtenus, je pense être payé de manière appropriée » (CH : 65,9 % contre 50,6 % dans l’UE-27) et 2) « Je reçois la reconnaissance que je mérite pour mon travail » (CH : 75,5 % contre 64,3 % dans l’UE-27). Ces deux résultats soulignent des éléments importants de bonnes conditions de travail et mettent en exergue deux points forts des conditions de travail en Suisse.

 



[2] Les indépendants (n=135) n’ont pas été pris en compte dans le cadre de la présente analyse.

[3] Taux d’occupation de 90 à 100 %.

Abstract
(Italienisch)

L’indagine europea sulle condizioni di lavoro (European Working Conditions Survey EWCS) è condotta dal 1990 con cadenza quinquennale dalla Fondazione europea per il miglioramento delle condizioni di vita e di lavoro (EUROFOUND). Si tratta dell’analisi comparativa più completa sulle condizioni di lavoro in Europa. Nel corso della sesta indagine della serie svolta nel 2015 sono stati intervistati più di 43'000 lavoratori di 35 Paesi. In Svizzera, la EWCS 2015 ha preso in esame un campione di 1006 persone occupate rappresentativo dell’intera popolazione attiva.

 

Il rapporto è incentrato su questi temi: 1) cultura della sicurezza nelle imprese, 2) orari di lavoro, 3) rischi per la salute e risorse lavorative, 4) salute, soddisfazione lavorativa e benessere, 5) desideri e prospettive dei lavoratori. Il rapporto della SECO è finalizzato a completare il rapporto di EUROFOUND[1] in relazione a tre aspetti.

 

Innanzitutto fornisce una descrizione dettagliata delle condizioni di lavoro dei lavoratori dipendenti occupati in Svizzera che sottostanno alla legge sul lavoro[2]. I dati si riferiscono al 2015. Attraverso le analisi delle caratteristiche socio-demografiche e operative (p.es. sesso, età, dimensione dell’impresa e ramo economico) è stato possibile identificare determinati gruppi a rischio. Si tratta di persone occupate esposte a sollecitazioni particolari sul posto di lavoro.

 

L’evoluzione della situazione lavorativa in Svizzera tra il 2005 e il 2015 è altresì analizzata.

 

Infine, i risultati della EWCS 2015 raccolti in Svizzera sono messi a confronto con la media europea nonché con la media ottenuta negli Stati limitrofi Germania, Francia, Italia e Austria.

 

Il rapporto fornisce un’ampia panoramica sul tema del lavoro e della salute fungendo così da base per la prassi della prevenzione e per ulteriori analisi.

 

 

Sollecitazioni fisiche sul posto di lavoro

 

Il rapporto distingue tra le sollecitazioni dovute all’ambiente, le sollecitazioni a carico dell’apparato locomotore e le sollecitazioni psichiche. Le sollecitazioni dovute all’ambiente che includono le sollecitazioni chimiche, sono considerate come sollecitazioni fisiche e prese in esame insieme alle sollecitazioni a carico dell’apparato locomotore.

 

Le sollecitazioni a carico dell’apparato locomotore sono tra i fattori di rischio più frequenti per la salute sul lavoro osservati in tutti i Paesi. Nel 2015, le cause principali di sollecitazioni fisiche sul posto di lavoro in Svizzera sono riconducibili a movimenti ripetitivi delle mani e delle braccia. Quasi due terzi delle persone intervistate (60.2%) hanno dichiarato di eseguire movimenti ripetitivi almeno per un quarto dell’orario di lavoro. Inoltre, il 44.5 per cento dei lavoratori dipendenti svolge un’attività in posizioni stancanti per più di un quarto dell’orario di lavoro.

 

Un buon terzo delle persone intervistate (35,1%) è seduto per più di tre quarti dell’orario di lavoro. Un quarto degli intervistati dichiara di essere costretto a trasportare o spostare carichi pesanti almeno per un quarto dell’orario di lavoro.

 

 

Figura 1: Sollecitazioni a carico dell’apparato locomotore (per almeno ¼ del tempo), Svizzera e Europa 2005 e 2015, lavoratori dipendenti in percentuale


EWCS 2015, Q30: E sempre utilizzando la stessa scala, mi può dire in che misura la Sua principale attività lavorativa retribuita implica…? A. Posizioni dolorose o stancanti. B. Sollevare o spostare persone. C. Trasportare o spostare carichi pesanti. E. Movimenti ripetitivi della mano o del braccio. Risposta: circa un quarto del tempo o di più.

 

Nel 2015, partendo da un tempo di esposizione stimata per almeno un quarto dell’orario di lavoro, le sollecitazioni più frequenti dovute all’ambiente sono i rumori forti (24.0%), le temperature elevate (22.9%) e le vibrazioni (18.6%). Per quanto riguarda le sollecitazioni dovute all’ambiente (rischi chimici compresi), i lavoratori dipendenti occupati in Svizzera sono in linea con la media europea. Valori simili, pure corrispondenti alla media dell’UE-27, sono stati rilevati anche nei Paesi limitrofi Germania, Italia e Austria. Rispetto all’Europa, soltanto i riscontri di rumori forti, di fumi e vapori nonché del fumo passivo sono meno frequenti in Svizzera. Per contro, partendo da un tempo di esposizione per almeno tre quarti dell’orario di lavoro, la Svizzera vanta risultati inferiori alla media europea validi per tutti i fattori ambientali. A quanto pare, le imprese minimizzano questi rischi limitando il tempo di esposizione di singole persone.

Figura 2: Sollecitazioni dovute all’ambiente e rischi chimici (almeno ¼ dell’orario di lavoro), Svizzera e Europa 2005 e 2015, lavoratori dipendenti in percentuale


EWCS 2015, Q29: Utilizzando la seguente scala, può cortesemente dirmi in che misura il Suo lavoro implica  A. Vibrazioni provocate da utensili a mano, macchinari ecc. B. Rumori così forti da dover alzare la voce per parlare alla gente. C. Temperature così alte che fanno sudare anche se non si lavora. D. Basse temperature sia all’interno dei locali che all’esterno. E. Respirare vapori, fumi (p.es. da saldatura o gas di scarico), polveri o sostanze pericolosi (come polveri di legno o polveri minerali ecc.). F. Respirare vapori quali solventi o diluenti. G. Maneggiare o essere a contatto epidermico con prodotti o sostanze chimiche. H. Fumo passivo di sigaretta. I. Maneggiare o essere a diretto contatto con materiali potenzialmente infettivi, come rifiuti, liquidi organici, materiali di laboratorio ecc. Risposta: circa un quarto del tempo o di più.

 

In Svizzera, le sollecitazioni fisiche sono complessivamente aumentate ad eccezione dell’esposizione al fumo di tabacco consumato da altre persone (-9.3 punti percentuali) nonché a fumi, vapori, polveri o sostanze pericolosi (-6.5 punti percentuali). I rumori forti (+2.8 punti percentuali), le vibrazioni (+2.7 punti percentuali) e la gestione di sostanze chimiche (+2.6 punti percentuali) hanno subito un aumento superiore a 2 punti percentuali. Le sollecitazioni fisiche sul posto di lavoro più frequentemente menzionate segnano un incremento a due cifre: posizioni dolorose o stancanti (+11.2 punti percentuali) e movimenti ripetitivi della mano o del braccio (+20.0 punti percentuali). Questo risultato è coerente con l’evoluzione rilevata dall’indagine sulla salute in Svizzera condotta tra il 2007 e il 2012. Complessivamente si osserva una tendenza sfavorevole per quanto riguarda le sollecitazioni fisiche legate all’attività lavorativa: le sollecitazioni valutate soggettivamente sono in aumento, e pertanto la Svizzera perde le sue posizioni di primo piano conseguite nel 2005.

 

 

Orari di lavoro, flessibilità e pressione a causa delle scadenze da rispettare

 

In Svizzera, la durata della settimana lavorativa delle persone occupate a tempo pieno[3] è superiore alla media europea (CH: 42 ore alla settimana vs UE-27: 39 ore alla settimana). Tuttavia, un quarto delle persone occupate lavora meno di 5 giorni alla settimana (26.2%). La quota degli occupati a tempo parziale è chiaramente superiore alla media europea (16.6%). Per quanto riguarda il lavoro svolto di notte, durante i fine settimana o durante il tempo libero la Svizzera si inserisce nel quadro europeo.

 

In Svizzera si registra la percentuale più alta di persone occupate che possono stabilire individualmente il loro orario di lavoro (CH: 11.7% vs UE-27: 5.6%), d’altra parte i cambiamenti a breve termine degli orari di lavoro sono anche più frequenti (CH: 18.2% vs UE-27: 12.5%). I lavori non pianificabili possono avere un effetto negativo sulla salute, poiché oltre a impedire l’organizzazione del tempo libero, accorciano i tempi di recupero.

 

Più di sei dipendenti su dieci occupati in Svizzera dichiarano di lavorare per almeno un quarto del tempo a ritmi elevati (64.6%) o sotto pressione a causa delle scadenze da rispettare (62.8%). Circa la metà di queste persone lavora per tre quarti del tempo a ritmi elevati (32.4%) o sotto pressione a causa delle scadenze da rispettare (33.3%). Dal confronto con i dati raccolti dalla EWCS 2005 emerge che in Svizzera tale percentuale è diminuita. Ciò significa che nel 2015 un numero inferiore di persone rispetto a quello rilevato dieci anni prima lavora a ritmi elevati o sotto pressione a causa delle scadenze da rispettare. Questi dati corrispondono sia alla media europea sia a quella registrata nei Paesi limitrofi Germania, Austria, Italia e Francia.

 

Partecipazione e autonomia

 

In linea generale si può constatare che tra il 2005 e il 2010 la quota dei lavoratori dipendenti occupati in Svizzera che hanno la possibilità di influire sullo svolgimento delle proprie mansioni è diminuita. Ciò riguarda sia l’autonomia in materia di orario di lavoro (gestione autonoma dei ritmi di lavoro 2005: 73.0% vs 2015: 68.0%) sia la possibilità di influire sul modo di svolgere le proprie mansioni (2005: 80.3% vs 2015: 72.1%). Particolarmente marcata è la diminuzione delle possibilità di realizzare le proprie idee (2005: 61.9%, 2015: 48.8%) e di scegliere liberamente il momento della pausa (2005: 54.1% vs 2015: 42.2%). Rispetto ai loro colleghi più anziani, i lavoratori dipendenti più giovani (15-24 anni) hanno generalmente meno possibilità di influire sullo svolgimento del lavoro.

 

La combinazione tra la mancanza di autonomia in materia di orario di lavoro e l’elevata pressione a causa delle scadenze da rispettare può comportare effetti particolarmente gravi per la salute. La combinazione sfavorevole di questi fattori riguarda circa l’11 per cento dei lavoratori dipendenti.

 

Mentre la quota dei lavoratori dipendenti occupati in Svizzera che hanno la possibilità di influire sullo svolgimento del lavoro sta diminuendo, la media europea è rimasta stabile. La Svizzera si allinea dunque al livello europeo.

 

Qualità del lavoro

 

Mansioni di carattere generale, impegnative nella giusta misura e ritenute utili non solo hanno un effetto motivante, ma promuovono anche lo sviluppo delle competenze e la salute. Una sintonizzazione accurata del sistema uomo-macchina è particolarmente importante in tempi di crescente digitalizzazione e automatizzazione del lavoro. Il numero delle persone che affermano di svolgere mansioni monotone è in aumento (2005: 22.4% vs 2015: 32.9%). La percentuale delle persone occupate in Svizzera che ritengono di eseguire un lavoro utile è relativamente alta, ma al confronto con l’indagine del 2005 tendenzialmente in diminuzione 2005 (2005: 92.3% vs 2015: 85.8%). Un numero inferiore di persone dichiara inoltre di svolgere mansioni complesse (2005: 72.0% vs 2015: 64.3%), di dover controllare la qualità del lavoro (2005: 84.6% vs 2015: 80.1%) e risolvere autonomamente eventuali problemi (2005: 87.9% vs 2015: 81.7%) o di avere la possibilità di imparare qualcosa di nuovo durante il lavoro (2005: 85.5% vs 2015: 69.7%). Per contro, il lavoro svolto da un numero crescente di persone occupate comprende l’adempimento di precisi standard di qualità (2005: 76.8% vs 2015: 82.9%).

 

Complessivamente si osserva nella maggior parte dei casi un allineamento delle caratteristiche della progettazione delle mansioni e dell’organizzazione del lavoro alla media europea. In relazione a questo aspetto, la Svizzera ha dunque perso la sua posizione di primo piano rispetto all’indagine del 2005.

 

Conduzione, cooperazione e discriminazione

 

In quanto alle caratteristiche della leadership favorevoli alla salute, il confronto fra la Svizzera, gli Stati limitrofi e l’Europa fornisce buoni risultati. Le persone occupate in Svizzera dichiarano più spesso di sentirsi apprezzate e valorizzate dai loro superiori (79.9% vs UE-27: 70.9%) e di ricevere utili feedback (78.5% vs UE-27: 70.2%). Dalle affermazioni dei lavoratori emerge inoltre che in Svizzera molti superiori sanno motivare le persone a collaborare con successo (78.3% vs UE-27: 72.7%). Ciò vale anche per l’Austria e l’Italia. Per quanto riguarda il supporto e l’incoraggiamento allo sviluppo da parte dei dirigenti, la Svizzera (68.0% vs UE-27: 68.0%), insieme all’Austria e alla Francia, è in linea con la media europea.

 

Le discriminazioni sociali figurano tra i principali fattori di stress sul posto di lavoro. In generale le donne dichiarano più spesso degli uomini di aver subito comportamenti discriminatori o lesivi della personalità durante il lavoro. Le differenze di genere più marcate riguardano le attenzioni sessuali indesiderate (uomini: 0.1%, donne: 6.7%), la molestia sessuale (uomini: 0%, donne: 5.1%) nonché le discriminazioni basate sul sesso (uomini: 0.3%, donne: 3.8%).

 

In Svizzera, la percentuale delle persone che affermano di sentirsi svantaggiate a causa della loro nazionalità (4.2%), di aver subito attenzioni sessuali indesiderate (3.4%) o di essere state confrontate con discriminazioni sessuali (2.5%) è superiore alla media europea (1.6% / 1.8% / 0.8%).

 

Nel 2008, l’8.0 per cento delle persone occupate ha dichiarato di aver subito atti di mobbing sul lavoro, nel 2015 la quota è calata al 4.2 per cento. La cifra si è dunque quasi dimezzata. Per contro si sono raddoppiate le risposte affermative alla domanda riguardante eventuali esperienze di molestia sessuale sul posto di lavoro (2005: 1.1%, 2015: 2.5%). Questi risultati vanno tuttavia interpretati con cautela poiché i dati si basano su un piccolo numero di casi.

 

 

Sensazione di stress e affaticamento

 

Il 24.2 per cento delle persone occupate afferma di avvertire spesso o sempre stress sul lavoro. Questa domanda non era presente nel questionario della EWCS 2005, pertanto non è possibile confrontare i risultati.

 

Per quanto riguarda l’affaticamento, più di un terzo delle persone intervistate dichiara di sentirsi quasi sempre (22.2%) o sempre (13.0%) affaticato alla fine della giornata (35.2%). In questo caso, i risultati svizzeri della EWCS 2015 differiscono solo leggermente dalla media europea.

 

La durata e la qualità delle fasi di recupero sono fattori importanti per gli effetti sulla salute causati da sollecitazioni eccessive. Se il recupero di energia è compromesso e le risorse consumate non possono essere ripristinate, la salute ne risente. Più di un quarto delle persone (25.5%) che affermano di sentirsi quasi sempre o sempre affaticati alla fine della giornata, avverte la sensazione di affaticamento e di stanchezza anche quando si sveglia il giorno seguente. In merito all’intera popolazione attiva, ciò equivale a circa il 9 per cento. La salute delle persone che di sera si sentono affaticate e non riescono a recuperare energia durante la notte è compromessa.

 

Salute

 

Complessivamente quasi nove su dieci persone occupate (89.0%) giudicano in modo positivo il proprio stato di salute riferendo di sentirsi bene o molto bene, nella fascia di età degli ultracinquantacinquenni sono circa otto su dieci occupati (80.4%). Ciò significa, d’altra parte, che uno su dieci lavoratori dipendenti dichiara di sentirsi discretamente, male o molto male. La stessa risposta danno due su dieci lavoratori più anziani. A causa dello sviluppo demografico e della tendenza all’invecchiamento della popolazione occorrerebbe dedicare maggiore attenzione al mantenimento della capacità lavorativa per salvaguardare il potenziale della manodopera all’interno del Paese. Se rispetto a oggi la salute dei lavoratori non sarà meglio protetta, si può pronosticare che in futuro ci saranno più persone che lavoreranno nonostante uno stato di salute non ottimale o che l’assicurazione invalidità  subirà una pressione ancora maggiore. Dal confronto europeo, la Svizzera esce con buoni risultati. La quota dei lavoratori dipendenti occupati in Svizzera che giudica il proprio stato di salute buono o molto buono supera di 10 punti percentuali la media europea.

 

Figura 3: Persone occupate il cui stato di salute è buono o molto buono, Svizzera 2015, lavoratori dipendenti in percentuale

EWCS 2015, Q75: Come è in generale la Sua salute? Lei direbbe che è…? Risposta: buona o molto buona..

 

La EWCS raccoglie informazioni dettagliate su diversi problemi di salute che molto spesso sono connessi al lavoro. Questi disturbi non sono necessariamente dovuti all’attività lavorativa, tuttavia le condizioni di lavoro possono influire notevolmente sulla loro insorgenza e sul decorso. In Svizzera i problemi di salute menzionati più frequentemente sono il mal di schiena (35.5%), il mal di testa e i disturbi visivi (33.7%) nonché i dolori muscolari alle spalle, al collo o agli arti superiori (braccia, gomiti, polsi, mani ecc.) (31.8%). Considerando tutti i problemi di salute rilevati, ad eccezione dei problemi di udito e delle ferite, la Svizzera si situa al di sotto della media europea. Pressoché in tutti i settori, la percentuale delle persone occupate in Svizzera che dichiarano di soffrire di un problema di salute è uguale a quella registrata nei Paesi limitrofi Germania, Italia e Austria.

 

Figura 4: Problemi di salute, Svizzera e Europa 2015, lavoratori dipendenti in percentuale (CH: n=871; UE-27: n=28’079)

EWCS 2015, Q78: Negli ultimi 12 mesi, Lei ha sofferto di qualcuno dei seguenti problemi di salute? A. Problemi di udito, B. Problemi dermatologici, C. Mal di schiena, D. Dolori muscolari alle spalle, al collo e/o agli arti superiori (braccia, gomiti, polsi, mani ecc.) E. Dolori muscolari agli arti inferiori (fianchi, gambe, ginocchia, piedi ecc.), F. Mal di testa, disturbi visivi, G. Ferite, H. Ansia, I. Affaticamento generale, J. Altro (spontaneo). Risposta: sì.

 

Per quanto riguarda l’integrazione nel mercato del lavoro di persone affette da patologie croniche, in Svizzera ci sono relativamente poche persone che soffrono di una malattia o di problemi di salute che durano più di sei mesi. Il 7.9 per cento dei lavoratori dipendenti dichiara di avere problemi cronici di salute. Tra gli ultracinquantacinquenni, il 17.4 per cento (più del doppio della media svizzera) afferma di soffrire di problemi cronici di salute.

 

In Svizzera e in Italia (7.9% ciascuno) si registra la quota più bassa di lavoratori colpiti da una malattia cronica. La media europea è pari al doppio (17.2%). In Austria (17.9%), in Germania (19.6%) e in Francia (25.5%) il numero di persone occupate affette da patologie croniche è ben superiore a quello del nostro Paese.


 

 

Soddisfazione e benessere

 

Complessivamente quasi nove lavoratori dipendenti su dieci affermano di essere soddisfatti o molto soddisfatti delle loro condizioni di lavoro (88.0%). Una persona su dieci si dichiara non molto o per niente soddisfatta. Pertanto la Svizzera è in linea con la media europea.

 

Per quanto riguarda la motivazione, il confronto europeo evidenzia che in Svizzera il 75.7 per cento degli occupati dice di lavorare in un’azienda capace di motivare i propri collaboratori a dare il massimo. Ciò significa che la Svizzera si colloca al di sopra della media europea (61.2%) nonché di quella registrata nei Paesi limitrofi Germania, Austria, Italia e Francia.

 

Grazie alle risposte affermative alle seguenti due domande sul lavoro, la Svizzera si colloca in cima alla graduatoria: 1) «Considerati tutti i miei sforzi e i miei successi nel lavoro, ritengo di ricevere un salario adeguato» (CH: 65.9% vs UE-27: 50.6%) e 2) «Ricevo il riconoscimento che merito per il mio lavoro» (CH: 75.5% vs UE-27: 64.3%). Entrambi gli aspetti sottolineano la rilevanza di questi elementi per condizioni di lavoro favorevoli ed evidenziano due vantaggi delle condizioni lavorative in Svizzera.



[2] I lavoratori indipendenti (n=135) non sono stati considerati nella presente analisi.

[3] Grado di occupazione del 90-100%.

Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)

Gesundheitsschutz

Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)