Die Untersuchungen haben ergeben, dass Ophraella communa sich zwar auf Sonnenblumen vollständig entwickeln kann, aber Ambrosia als Wirtspflanze deutlich bevorzugt ist. Die Eiablage und der daraus resultierende Schaden an Sonnenblumen erhöht sich gegen Ende der Vegetationszeit parallel zu einer abnehmenden Dichte von Ambrosia, die sowohl durch den Einfluss von Ophraella als auch durch die frühe Verwelkung der einjährigen Pflanze zurückzuführen ist, und einer zunehmenden Dichte von Ophraella, die auf dessen Populationszunahme über zwei bis vier Generationen pro Jahr zurückzuführen ist.
Erhebliche Schäden an Sonnenblumen sind deswegen hauptsächlich gegen Ende des Jahres zu erwarten, wenn die Sonnenblumen, welche für die Ölproduktion verwendet werden, bereits geerntet wurden. Späterwachsende Sonnenblumen, welche als Zierpflanzen oder Gründüngung verwendet werden, sind somit gefährdet. Im gegenwärtigen Ausbreitungsgebiet der
Ophraella communa im Süden der Schweiz und im Norden Italiens befinden sich jedoch keine solchen Anbaugebiete, und dementsprechend kann die Gefährdung der Sonnenblumen in diesem Gebiet als gering eingestuft werden.