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Research unit
FOEN
Project number
8T20/15.0037.KP
Project title
Bewertung von Schutzmassnahmen zur Reduktion von Störfallrisiken ausserhalb der Quelle

Texts for this project

 GermanFrenchItalianEnglish
Key words
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Short description
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Project aims
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Transfer and application
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Inserted texts


CategoryText
Key words
(German)

Bauliche, technische und organisatorische Schutzmassnahmen gegen chemische Störfälle; Koordination Raumplanung und Störfallvorsorge; Neubauten in bestehenden Bauzonen neben Störfallanlagen

Short description
(German)

Unter Federführung des Bundesamt für Raumentwicklung ARE, in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt BAFU und weiteren Behörden, wurde im Oktober 2013 die Publikation „Koordination Raumplanung und Störfallvorsorge" veröffentlicht. In dieser Publikation wird ein Prozess für die Koordination von Raumplanung und Störfallvorsorge inkl. der Bereinigung von Zielkonflikten vorgestellt. In der Planungshilfe werden bauliche und planerische Massnahmen zur Risikosenkung thematisiert, jedoch nicht in ihrer Schutzwirkung bewertet. Bis heute fehlen standardisierte methodische Grundlagen, um die Wirkung von Schutzmassnahmen quantifizieren zu können.

Die grundsätzliche Frage nach effizienten, effektiven und verhältnismässigen Schutzmassnahmen stellt sich der Sektion Störfall- und Erdbebenvorsorge des BAFU immer wieder bzw. wird im Rahmen von Projekten durch die Gesuchsteller an diese herangetragen. In der auf Behörden- und Wirtschaftsseite breit abgestützten Arbeitsgruppe „Neubauten neben StFV (Störfallverordnung) Anlagen" (Bundesbehörden, Kantone, scienceindustries, Swissgas, SBB, Erdölvereinigung, Carbura etc.) sowie in der Arbeitsgruppe "Chlortransporte entlang des Genferseebeckens" werden zur Zeit Lösungen gesucht, um den Konflikt der Störfallvorsorge mit Neubauten in bestehenden Bauzonen zu entschärfen. Die Frage nach der Quantifizierung der Schutzwirkung von Objektschutzmassnahmen steht auch im Rahmen der Arbeiten dieser Arbeitsgruppe im Raum. Folglich wurde beschlossen dieses Thema nun als Teilprojekt der übergeordneten Fragestellung „Koordination Raumplanung und StFV" anzugehen und entsprechende Schutzmassnahmen und deren Einfluss auf die Risikobewertung zu untersuchen.

Zusammen mit einer Begleitgruppe aus oben genanntem Institutionen möchte die Sektion Störfall- und Erdbebenvorsorge des BAFU diese Fragestellung nun aktiv bearbeiten.

Project aims
(German)

Aufzeigen und quantifizieren von in der Praxis (Schweiz und Europa) erprobten baulichen, technischen und organisatorischen Massnahmen zur Risikosenkung. Die Resultate sollen nach Wirkungsbereich gegliedert werden:

- Hitzewirkung

- Explosion

- Toxische Gase

Zudem sollen die Kosten dieser Massnahmen grob abgeschätzt werden, was die Herleitung eines Kosten/Nutzen-Verhältnisses ermöglicht.

Transfer and application
(German)
Die Studie beschreibt ein Vorgehen, wie die Wirksamkeit von Objektschutzmassnahmen zum Schutz vor Störfallereignissen quantitativ ausgewiesen werden kann. Zudem werden erste Ansätze zur Beurteilung des Kosten/Nutzen Verhältnisses solcher Massnahmen diskutiert.
Die Studie stiess auf grossen Anklang bei den kantonalen Störfallfachstellen. Mit diesen wurden die Inhalte der Studie im Rahmen eines Workshops (Mai 2016) diskutiert und vertieft. In der Folge wurde beschlossen, dass die Resultate dieses Projekts weiterentwickelt und daraus ein Hilfsmittel für Planungsbehörden und Planungsbüros erarbeitet werden soll. Ein entsprechendes Folgeprojekt wurde lanciert und soll Ende 2018 abgeschlossen sein.