Die Anzahl sowie die zukünftige räumliche Verteilung von Arbeitsplätzen in der Schweiz bilden wichtige Grundlagen für Analysen zur Raum- und Verkehrsentwicklung. Arbeitsplätze und die zu Grunde liegenden wirtschaftlichen Aktivitäten nach Branchen stehen dabei in Zusammenhang zu Entwicklungen im Personen- und Güterverkehr. So besteht über die (räumliche) Arbeitsplatzentwicklung ein Bezug zu den Aufkommen im Güterverkehr oder den Pendlerverflechtungen im Personenverkehr. Die durch das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) in Zusammenarbeit mit weiteren UVEK-Ämtern koordinierten Arbeiten zu den „Schweizerischen Verkehrsperspektiven des Personen- und Güterverkehrs 2040“ basieren unter anderem auf der Entwicklung der Arbeitsplätze.
Auf Basis der offiziellen Daten des Bundesamts für Statistik (BFS) aus der Betriebszählung und der Statistik der Unternehmensstruktur wurde zuerst eine deskriptive Analyse der regionalen Entwicklung der Arbeitsplätze zwischen 1995 bis 2011 durchgeführt. Anschliessend wurden unter Anwendung eines Multi-Regionen-Modells, das basierend auf der Input-Output-Analyse eine räumliche Verteilung von Wirtschaftsaktivität und Arbeitsplätzen erlaubt, sechs Varianten (vier Szenarien und zwei Sensitivitäten) für die räumliche und branchenspezifische Arbeitsplatzentwicklung entworfen und berechnet. Im Ergebnis liegen folgende Angaben für 106 MS-Regionen für die Jahre 2010, 2011, 2015, 2020,…bis 2040 vor: Anzahl Beschäftigte und Vollzeitäquivalente nach Branchen und Angaben zum Anteil der Grenzgänger; Bruttowertschöpfung und Bruttoproduktionswert nach Branchen und Arbeitsplatz.