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Forschungsstelle
BAFU
Projektnummer
8T20/14.0056.KP
Projekttitel
NANoREG - Regulatorische Testanforderungen für Nanomaterialien

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Umsetzung und Anwendungen
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
OECD-Testrichtlinien, synthetische Nanomaterialien, SOPs, TG 106 (Sorption-Desorption), TG 109 (relative Dichte), TGs 107/117/123 (N-Octanol-Wasser Verteilungskoeffizient), TG 112 (Dissoziationskonstante in Wasser), TG 115 (Oberflächenspannung)
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Das Potential von synthetischen Nanomaterialien (NM) für die Innovation und die wirtschaftliche Entwicklung wird durch das mangelnde Wissen über deren Gesundheits- und Umweltgefährlichkeit eingeschränkt. Obwohl Daten über die Toxizität und Ökotoxizität von synthetischen Nanomaterialien nach und nach verfügbar werden, ist deren Verwendbarkeit für die Regulierung oft unklar. Insbesondere die Standardverfahren (z.B. OECD Testrichtlinien) zur Bestimmung des Umweltverhaltens sind derzeit nur eingeschränkt für NM verwendbar, bzw. die Resultate solcher Tests können für NM noch nicht ausreichend interpretiert oder verglichen werden. In internationaler Zusammenarbeit sollen diese Testverfahren bzw. deren Standardarbeitsanweisungen überarbeitet werden, damit sie auch auf NM anwendbar sind.

NANoREG ist ein Projekt innerhalb des 7. EU-Rahmenprogramms für Forschung, in dem Testdaten und -methoden wissenschatlich evaluiert und hinsichtlich ihrer Verwendbarkeit für regulatorische Zwecke beurteilt werden sollen. Basierend auf Fragen und Anforderungen seitens der Regulierungsbehörden will NANoREG (i) basierend auf vorhandenen Daten und ergänzt mit neuen Erkenntnissen Antworten und Lösungen liefern, (ii) einen Werkzeugkasten mit relevanten Instrumenten für die Risikobeurteilung, die Charakterisierung, das Testen toxischer und ökotoxischer Eigenschaften und Expositionsmessungen von synthetischen NM zur Verfügung stellen, (iii) längerfristig neue, an den Innovationsbedarf angepasste Teststrategien entwickeln und (iv) eine enge Zusammenarbeit zwischen Behörden, Industrie und Wissenschaft erreichen, die zu wirksamen und praxistauglichen Vorgehensweisen im Risikomanagement für synthetische NM und Produkte, die synthetische NM enthalten, führen.

Projektziele
(Deutsch)
Zur Beurteilung möglicher Umweltrisiken synthetischer Nanomaterialien müssen die physikalisch-chemischen Eigenschaften geprüft werden können, welche das Umweltverhalten des Materials bestimmen. Nur wenn diese Parameter bekannt sind, können Umwelttoxizität und mögliche PBT (persistent, bio-akkumulierbar, toxisch)-Eigenschaften von Nanomaterialien beurteilt werden. Für eine Reihe von Endpunkten müssen die Standardtestverfahren (z.B. die OECD Testrichtlinien) angepasst, überarbeitet oder neu entwickelt werden, damit sie auch für Nanomaterialien anwendbar sind. Ziel des Projekts ist, für eine Reihe von OECD-Testrichtlinien neue Standardarbeitsanweisungen zu entwickeln, welche für das Prüfen von Nanomaterialien geeignet sind und später mittels Labor-Ringversuchen validiert werden.
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
In dem NANoREG-Projekt wurden an der EPFL mehrere Testrichtlinien der OECD zur Bestimmung von physikalisch-chemischen Eigenschaften von Chemikalien auf ihre Anwendbarkeit für Nanomaterialien untersucht. Dies erfolgte zunächst als Literaturrecherche, danach auch im Laborversuch. Es erwies sich als zweckmässig, für die Laborversuche ein einheitliches Protokoll zur Dispergierung der Nanomaterialien zu entwickeln. Für mehrere Testrichtlinien wurden in der Folge neue Standardarbeitsanweisungen (standard operating procedures, SOPs) oder Überarbeitungsvorschläge der bestehenden SOPs erarbeitet. Die Resultate aus diesem NANoREG-Teilprojekt stehen zur Verfügung für die Folgearbeiten zur Revision und Ergänzung der betreffenden Testrichtlinien auf OECD-Ebene. Im Schlussbericht zur Deliverable D2.09 des NANoREG-Arbeitspakets 2 sind sämtliche Details des vom Bundesamt für Umwelts mitfinanzierten Teilprojekts enthalten.
Zugehörige Dokumente