Nichtübertragbare Krankheiten (NCD) sind weltweit die häufigsten Todesursachen. Am meisten führen Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs, Erkrankungen der Atemwege und Diabetes zum Tode. Zu den grössten Verhaltensrisiken, die zu diesen Krankheiten führen, zählen der Tabakkonsum, der Alkoholmissbrauch, ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung. Nachdem der Bund seit 2001 im Bereich Tabak erfolgreich ein nationales Programm durchführte, verabschiedete der Bundesrat im Juni 2008 zusätzlich die beiden nationalen Programme Alkohol sowie Ernährung und Bewegung. Im Mai 2012 beschloss er, diese drei Programme bis 2016 zu verlängern. Zugleich beauftragte er das Bundesamt für Gesundheit (BAG), die Umsetzung der Programme zu evaluieren.
Da die Evaluation nach erst eineinhalb Jahren Laufzeit der aktuellen Umsetzungsphase 2013-2016 erfolgt und die drei nationalen Präventionsprogramme im Jahre 2011 umfassend evaluiert wurden, konzentrierte sich die Untersuchung auf folgende drei Fragestellungen:
- Wurden die Empfehlungen aus den Evaluationen 2011 angemessen und in guter Qualität umgesetzt?
- Welche Programmmassnahmen haben sich am meisten bewährt und sind in Bezug auf die Weiterentwicklung zukünftiger Strategien die wichtigsten?
- Welche Prioritäten sollen in Zukunft aus Public Health-Sicht - unter Berücksichtigung der Problemlast und Ressourcensituation - bei den Programmmassnahmen gesetzt werden?
Die Ergebnisse dienen dem BAG einerseits als Grundlage der Berichterstattung an den Bundesrat und andererseits zur Weiterentwicklung zukünftiger Strategien.