Am 9. Februar 2014 wurde die Initiative «gegen Masseneinwanderung» (MEI) mit einem Ja-Stimmenanteil von 50,3 Prozent angenommen. Der Bundesrat hat am 12. 2. 2014 eine Aussprache zum Vorgehen nach Annahme der Volksinitiative geführt und dabei dem EJPD den Auftrag erteilt, eine umfassende Analyse zum Abstimmungsergebnis vorzunehmen und ihm zur Kenntnis zu bringen. Als Ergänzung zur Vox-Individualbefragung möchte der Bund vertiefte Erkenntnisse über die räumlichen Zustimmungsmuster zur Initiative anhand der Ja-Stimmenanteile in den Gemeinden und in ausgewählten Stadtkreisen.
Für die Einordnung der Ja-Mehrheit zur MEI ist die Beurteilung des Kontexts von entscheidender Bedeutung. Zuwanderung und damit assoziierte Folgen sind raumbezogen. Die Frage, welche Faktoren (Bodenverbrauch, Demographie usw.) tatsächlich Einfluss haben und welche nicht, lässt sich nur mit einer politgeographischen Analyse untersuchen.