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Forschungsstelle
BLW
Projektnummer
12.28
Projekttitel
Graslandbasierte Milchproduktion: Entwicklung von Beurteilungsinstrumenten und Managementoptionen für eine erfolgreiche Milchviehfütterung mit minimalem Kraftfuttereinsatz

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Methoden
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Projektziele
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Kunden/Berichterstattung
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Graslandbasierte Milchproduktion, Milchviehfütterung, Rumiwatch, Kotanalysen, Fütterungsstrategien, Wiederkäuer, Fresssensoren
Schlüsselwörter
(Englisch)
Grassland-based milk production, dairy cattle feeding, Rumiwatch, feces analysis, feeding strategies, ruminants, feeding sensors
Schlüsselwörter
(Französisch)
Production laitière basée sur les prairies, alimentation des vaches laitières, Rumiwatch, analyse des selles, stratégies d'alimentation, ruminants, capteurs d'alimentation
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Im Rahmen des vorliegenden Projekts sollen die Grundlagen erarbeitet werde, um das Fressverhalten sowie Futterverzehrs- und Verdaulichkeitsschätzungen in die Bewertung der Fütterungssituation auf raufutterbetonten Milchviehbetrieben mit einzubeziehen. Dazu werden neue technische Hilfsmittel, wie die „Rumiwatch“-Fress- und Wiederkäuersensoren und verschiedene Methoden der Kotanalytik angewandt und mit klassischen Bewertungsmethoden verknüpft.
Dieser Ansatz soll in mehreren Versuchen auf mindestens acht Betrieben im Sommer und Winter entwickelt und evaluiert werden. Zusammen mit der Praxis werden anschliessend Managementoptionen für raufutterreiche Fütterungsstrategien entwickelt, erprobt und evaluiert. Die Ergebnisse werden schliesslich in Workshops mit Landwirten, Forschungs- und Beratungseinrichtungen eingebracht, gemeinsam evaluiert und diskutiert.
Zugehörige Dokumente
Methoden
(Deutsch)
1. Beurteilungsinstrumente:
Zwei Versuche (Winter- und Sommerfütterung) werden auf zwei verschiedenen Betrieben - ein der hohe Raufutteranteile, der andere der hohe Grasanteile in der Ration hat - durchgeführt:
Bei der Winterfütterung wird zuerst die gewöhnliche Ration gegeben, dann stärkereiches Kraftfutter, und endlich wieder die Ausgangsration. Bei der Sommerfütterung ist es das gleiche Prinzip, aber mit Vollweide als Ausgangsration und Heu als Intervention. Dann werden mit Hilfe von Rumiwatch-Sensoren und Standardanalysen mehrere Parameter wie Futterqualität, Futterverzehr, Pansen-pH, Kotzusammensetzung, Kot, Milch und Speichel erhoben.
Mittels multipler Regressionsanalysen und / oder Haupt-komponentenanalysen werden alle gewonnenen Daten aufeinander bezogen und die einzelnen Parameter werden in ihrer relativen Bedeutung eingeschätzt.

2. Managementoptionen:
Vier kraftfutterfreie Beispielbetriebe werden ausgewählt, die durch höhere oder niedrigere Anteile an Kunstwiesenfutter charakterisiert sind. Durch gezielte und mit den Landwirten entwickelte Interventionen wird es versucht, die Situation positiv zu beeinflussen und die Effekte werden mittels der entwickelten Regressionen evaluiert.  

3. Diskussion:
Aus den gewonnenen Daten werden Beurteilungskriterien (tierspezifisch und futterspezifisch) sowie verschiedene Situationsszenarien und Management-Optionen zusammengeführt und so aufbereitet, dass sie als Basis für Fortbildungen und Beratung und als Diskussionsgrundlage für die Gestaltung eines qualifizierten Fütterungsplans für Grasmilchbetriebe dienen können.
Projektziele
(Deutsch)
Hauptziel:
Das Projekt soll dazu führen, Rückschlüsse auf Futterverzehr und Verdauungsleistung in konkreten Fütterungssituationen zulassen und damit die Informationen der Futtermittelbewertungen und der Milchanalysen ergänzen können.

Teilziele:
1. Beurteilungsinstrumente:
Einen Tierbetonten Beurteilungsansatz für raufutterreichen Fütterungssituationen schaffen, mithilfe Rumiwatch und Kotanalysen, die mit weiteren Parametern der Milchkühe verknüpft werden
2. Managementoptionen:
Managementoptionen für Fütterungsstrategien zusammen mit Landwirten entwickeln und erproben
3. Diskussion:
Ergebnisse mit Landwirten un Beraterinnen evaluieren und kritisch diskutieren, um weitere Schritte für die Beratung zu entwickeln
Kunden/Berichterstattung
(Deutsch)

Zwischenbericht, Schlussbericht und 14 Publikationen (4 in wissenschaftlichen, 2 in Landwirtschaftlichen Zeitschriften und 8 Tagungsbeiträge) liegen dem BLW vor

Workshop für Landwirte am 30.10.15 in Zusammenarbeit mit Biosuisse zum Thema Graslandbasierte Milchproduktion
Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)

Das Projekt kam zu folgenden Ergebnissen:

1. Die Ergebnisse machen deutlich, dass eine Differenzierung des Fress- und Wiederkäuverhal-tens sowohl nach Einzeltier als auch nach Betrieb und jahreszeitlicher Fütterungssituation gut möglich ist. Damit ist eine Grundlage gegeben, ein Einschätzungsinstrumentarium für Fütterungssituationen mittels des Einsatzes von Rumiwatch®-Kausensoren zu entwickeln.

2. Es zeigte sich, dass der Kraftfutterverzicht zu einer höheren Raufutteraufnahme führte und weder auf die Proteineffizienz noch auf die Gesundheit der Tiere einen signifikanten Einfluss hatte. Die Milchleistung war jedoch bei der Gruppe ohne Kraftfutter verringert. Das Fress- und das Wiederkäuverhalten wurden vor allem durch die zweite Intervention beeinflusst: die separate Heufütterung führte zu längeren Fresszeiten während des Tages und zu kürzeren Fresszeiten während der Nacht. Zudem führte sie zu einer geringeren Anzahl an Aktivitätswechseln, insbesondere in der Nacht, was als ein ruhigeres Verhalten interpretiert werden kann.

3. Diese Arbeiten werden derzeit noch durchgeführt und sind kurz vor dem Abschluss. Im Frühjahr 2016 wird ein 32-40 seitiges FiBL-Merkblatt zu kraftfutterarmer Milchviehfütterung erstellt, in welches die Ergebnisse dieses Projektes als wesentlicher Inhalt neben den Daten aus anderen FiBL-Projekten einfliessen werden. In diesem Rahmen wird auch der Katalog der Managementoptionen für die Praxis veröffentlicht werden. Dieses Merkblatt soll eine wesentliche Grundlage für die Beratung von Betrieben mit raufutterbasierter Fütterung werden.