Die Land- und Ernährungswirtschaft der Schweiz steht in vielfältigen Wechselbeziehungen: Die globalen Märkte, in die die nationale Ernährungswirtschaft eingebunden ist, werden zur Realität. Das Konsum- und Ernährungsverhalten hat einen grossen Einfluss auf die landwirtschaftliche Produktion, die Wertschöpfung und direkt auch die positiven und negativen Einflüsse auf das Klima, die Umwelt und die Gesundheit der Bevölkerung. Wichtige Faktoren sind auch die Einkommens-generierung und -Verteilung sowie das Investitionsverhalten in den Sektor durch die Öffentlichkeit und die privaten Akteure. Diese Wechselwirkungen können fördernd oder auch hemmend sein für die Entwicklung des Sektors oder Teile davon. Der ganze Sektor steht aber auch in einer globalen, spezifischen Verantwortung was Hunger, Unter- und Fehlernährung sowie Klima angeht. Er wird dabei gefordert sein, in allen Bereichen effizienter zu werden.
In den nächsten beiden Jahren müssen im Bereich der Agrarforschung und der Agrarpolitik Konzepte ausgearbeitet werden, welche die Schwerpunkte bis in das Jahr 2025 festlegen. Eine erfolgreiche Erarbeitung dieser Konzepte verlangt, dass möglichst viel über die Entwicklung der Umwelt der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft und damit über die Einflüsse der beschriebenen Wechselwirkungen bekannt ist. Eine Grundlage für die Erarbeitung dieser Konzepte soll ein sogenannter Foresight Prozess bilden. In diesem Prozess werden die wichtigsten Trends im Bereich der Land- und Ernährungswirtschaft analysiert und mögliche Entwicklungen bis in das Jahr 2025 skizziert. Diese Erkenntnisse werden dann sowohl in die Entwicklung des Forschungskonzepts 2017-2020 als auch in das Projekt Land- und Ernährungswirtschaft 18-25 einfliessen.