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Forschungsstelle
BASPO
Projektnummer
FG14-03
Projekttitel
Einfluss der sportmotorischen Leistungsfähigkeit auf das Knieverletzungsrisiko im alpinen Skirennsport

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Abstract
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Sportmotorik
Leistungsfähigkeit
Knie
Knieverletzung
Skirennsport
Verletzungsrisiko
Biomechanik
Projektziele
(Deutsch)
Spezifikationen auf begründete Anfragen
Abstract
(Deutsch)

Hintergrund: Die häufigsten Verletzungen beim Skifahren sowohl im Breiten- als auch im Wettkampfsport sind solche am  Knie. Der Prävention solcher Verletzungen – insbesondere den Kreuzbandrupturen - kommt daher eine grosse Bedeutung zu. Im Gegensatz zu anderen Sportarten ist im Skirennsport wenig über den Zusammenhang zwischen Fitnessfaktoren und Knieverletzungen bekannt. In diesem Forschungsprojekt soll untersucht werden, ob die individuelle körperliche Fitness der Nachwuchs-Skiathleten das Knieverletzungsrisiko beeinflusst.

Methodik: Für eine effiziente Untersuchung, wurde eine Knieverletzungsdatenbank erstellt. Um die Funktionalität dieser Datenbank zu demonstrieren, wurden die Daten von Nachwuchs-Skiathleten von Swiss Ski der Jahre 2004-2013 erhoben, sowie anschliessend statistisch ausgewertet. Die Daten des Swiss Ski Powertest (SSPT) und der FIS-Listen von 70 Ski-Nachwuchsathleten wurden aufgrund des Verletzungsstatus der Athleten in drei Kategorien (Knieverletzung, andere Verletzung, keine Verletzung) eingeteilt und miteinander verglichen.

Resultate: Insgesamt erlitten 27 Athleten (8m und 19w) eine oder mehrere Knieverletzungen. In 70% der Fälle war das Kreuzband betroffen. Der Einfluss des Geschlechts auf die Häufigkeit einer Knieverletzung war statistisch jedoch nicht signifikant (p=0.067). In allen Einzeltests des SSPT unterschieden sich die drei Gruppen nicht signifikant. Hingegen zeigte die Analyse der FIS-Schlusslisten signifikante Unterschiede. In allen Disziplinen rangierte sich die Gruppe Knieverletzung signifikant besser als die Gruppe andere Verletzung. Im Vergleich mit der Gruppe keine Verletzung war sie, ausser in der Disziplin Superkombination, ebenfalls signifikant besser rangiert. Die Mehrheit der Athleten mit einer Knieverletzung erzielte bezüglich der isometrischen Maximalkraft im Vergleich zu den Nationalkader-Athleten schlechtere, bei der Schnellkraft dagegen bessere Testwerte.

Schlussfolgerung: Die hohen Verletzungszahlen in dieser Studie bestätigten die Annahme, dass im Schweizer Skirennsport, insbesondere bei den jüngeren Athleten, die Problematik einer Knieverletzung besteht. Athleten mit erhöhtem Knieverletzungsrisiko können mittels SSPT jedoch nicht detektiert werden. Bei Analyse der Muskelleistungsdiagnostik---Resultate lässt sich ein Trend zu einer verminderten isometrischen Maximalkraft der Beinmuskulatur bei den knieverletzten Athleten erkennen. Es zeigte sich zudem, dass die skispezifische Leistungsfähigkeit der Athleten, das Risiko einer Knieverletzung beeinflusst. Weder in der vorliegenden Arbeit noch in der aktuellen Literatur lassen sich dafür schlüssige Erklärungen finden; dadurch wäre es lohnenswert, dies zukünftig weiterzuverfolgen