Die Überbauung Oberfeld der Wohnbaugenossenschaft Oberfeld ist eine nachhaltige und autofreie Siedlung in Ostermundigen Bern. Die Überbauung besteht aus den drei Gebäuden A, B, und C. Jedes der drei Gebäude besitzt sein separates Heizungssystem bestehend aus Wärmepumpen, Erdwärmesondenfeld (EWS) und grossflächiger PVT-Solaranlage. Das energetische Gesamtkonzept verbindet die solare Gewinnung von Wärme und Strom mit der saisonalen Speicherung von Wärme in Erdwärmesondenfeldern. Damit kann eine Absenkung der Sondentemperaturen im Verlauf der Jahre verhindert werden, und die hohen Jahresarbeitszahlen des Systems können über dessen gesamte Lebensdauer gewährleistet werden. Das Energieversorgungsunternehmen Energie Wasser Bern (EWB) hat die Anlage als Contractor installieren lassen und ist für den Betrieb zuständig. Die PVT-Solaranlagen wurden von der Firma Meyer Burger1 umgesetzt. Die gesamte PVT-Anlage ist auf die verschiedenen Dächer der drei Gebäude verteilt. Sie besteht aus insgesamt 799 PVT-Kollektoren (auch Hybridkollektoren genannt) und hat eine Gesamtfläche von über 1300 m². Der Betrieb der Wärmeerzeugungsanlage von Haus B, welches repräsentativ für alle Häuser ausgewählt wurde, wird mittels einer Messinstallation des Instituts SPF überwacht. Meyer Burger hat die Entwicklung und Produktion von Hybridkollektoren per 1.Juni 2018 an die Firma 3S Solar Plus AG übertragen (www.3s-solarplus.ch) Die Auswertung des ersten Betriebsjahres zeigt, dass die Abstimmung der einzelnen Komponenten aufeinander ein besonderes Augenmerk verlangt. Speziell bei höheren Austrittstemperaturen aus dem Erdsondenfeld bedarf es angepasster Regelungen auf Seiten der Warmwasserwärmepumpen, da diese grundsätzlich nicht für diese höheren Verdampfereintrittstemperaturen konfiguriert sind. So musste nach dem ersten Betriebsjahr die maximale Eintrittstemperatur in das Sondenfeld von 25°C auf nur 21°C heruntergesetzt werden, um Störungen der Wärmepumpe zu vermeiden. Dank Verbesserungen bei der Regelung konnte die maximale Eintrittstemperatur in den folgenden Jahren dann schrittweise auf 30° C angehoben werden.2 Zur Beurteilung der Gesamteffizienz der Anlage konnten die Arbeitszahlen der beiden Wärmepumpen (Heizung und Warmwasser) mit Wärmemengenzählerdaten des EWB näherungsweise ermittelt werden. Diese halten sich auf einem konstant hohen Niveau. Die Heizungs-WP erreicht eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von etwa 5, die Warmwasser-WP eine JAZ von etwa 3.6. Bei diesem System nicht umgesetzt, jedoch für ähnliche Anlagen denkbar und umzusetzen wäre eine Einbindung der PVT Kollektoranlage in den Primärkreis der Wärmepumpen. Die PVT-Anlage könnte damit auch als direkte Wärmequelle der Wärmepumpen genutzt werden, und es könnten so auch solare Wärmeerträge in den kälteren, solarstrahlungsschwächeren Monaten November bis Februar geerntet werden. Dies würde den Wärmeentzug aus dem Erdreich in dieser Zeit reduzieren und dadurch eine kleinere Dimensionierung des Erdsondenfeldes ermöglichen. Die Überbauung Oberfeld der Wohnbaugenossenschaft Oberfeld ist eine nachhaltige und autofreie Siedlung in Ostermundigen Bern. Die Überbauung besteht aus den drei Gebäuden A, B, und C. Jedes der drei Gebäude besitzt sein separates Heizungssystem bestehend aus Wärmepumpen, Erdwärmesondenfeld (EWS) und grossflächiger PVT-Solaranlage. Das energetische Gesamtkonzept verbindet die solare Gewinnung von Wärme und Strom mit der saisonalen Speicherung von Wärme in Erdwärmesondenfeldern. Damit kann eine Absenkung der Sondentemperaturen im Verlauf der Jahre verhindert werden, und die hohen Jahresarbeitszahlen des Systems können über dessen gesamte Lebensdauer gewährleistet werden. Das Energieversorgungsunternehmen Energie Wasser Bern (EWB) hat die Anlage als Contractor installieren lassen und ist für den Betrieb zuständig. Die PVT-Solaranlagen wurden von der Firma Meyer Burger1 umgesetzt. Die gesamte PVT-Anlage ist auf die verschiedenen Dächer der drei Gebäude verteilt. Sie besteht aus insgesamt 799 PVT-Kollektoren (auch Hybridkollektoren genannt) und hat eine Gesamtfläche von über 1300 m². Der Betrieb der Wärmeerzeugungsanlage von Haus B, welches repräsentativ für alle Häuser ausgewählt wurde, wird mittels einer Messinstallation des Instituts SPF überwacht. Meyer Burger hat die Entwicklung und Produktion von Hybridkollektoren per 1.Juni 2018 an die Firma 3S Solar Plus AG übertragen (www.3s-solarplus.ch) Die Auswertung des ersten Betriebsjahres zeigt, dass die Abstimmung der einzelnen Komponenten aufeinander ein besonderes Augenmerk verlangt. Speziell bei höheren Austrittstemperaturen aus dem Erdsondenfeld bedarf es angepasster Regelungen auf Seiten der Warmwasserwärmepumpen, da diese grundsätzlich nicht für diese höheren Verdampfereintrittstemperaturen konfiguriert sind. So musste nach dem ersten Betriebsjahr die maximale Eintrittstemperatur in das Sondenfeld von 25°C auf nur 21°C heruntergesetzt werden, um Störungen der Wärmepumpe zu vermeiden. Dank Verbesserungen bei der Regelung konnte die maximale Eintrittstemperatur in den folgenden Jahren dann schrittweise auf 30° C angehoben werden.2 Zur Beurteilung der Gesamteffizienz der Anlage konnten die Arbeitszahlen der beiden Wärmepumpen (Heizung und Warmwasser) mit Wärmemengenzählerdaten des EWB näherungsweise ermittelt werden. Diese halten sich auf einem konstant hohen Niveau. Die Heizungs-WP erreicht eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von etwa 5, die Warmwasser-WP eine JAZ von etwa 3.6. Bei diesem System nicht umgesetzt, jedoch für ähnliche Anlagen denkbar und umzusetzen wäre eine Einbindung der PVT Kollektoranlage in den Primärkreis der Wärmepumpen. Die PVT-Anlage könnte damit auch als direkte Wärmequelle der Wärmepumpen genutzt werden, und es könnten so auch solare Wärmeerträge in den kälteren, solarstrahlungsschwächeren Monaten November bis Februar geerntet werden. Dies würde den Wärmeentzug aus dem Erdreich in dieser Zeit reduzieren und dadurch eine kleinere Dimensionierung des Erdsondenfeldes ermöglichen.