Mit dem Ziel ein holzbefeuertes Blockheizkraftwerk in kleinerem Leistungsbereich als Demonstrationsanlage zu realisieren, wurde dieses Projekt als Nachfolgeprojekt eines in Eschlikon installierten Prototypen, basierend auf einer von extern befeuerten Gasturbine, gestartet.
In einem extern befeuerten Gasturbinenkreislauf wird komprimierte Umgebungsluft in einem Wärmetauscher mittels heisser Abgase erhitzt und in einer Turbine entspannt, welche einen Generator antreibt. Die Abluft aus der Turbine wird als Verbrennungsluft (teilweise) in die Feuerung geleitet. Die Abgase werden in einem Economiser weiter abgekühlt, und in einem Multizyklon- Partikelabscheider und in einem Elektroabscheider gereinigt, bevor sie über einen Kamin entweichen.
Nach einer Entwicklungsphase musste festgestellt werden, dass die Beschaffung der geplanten Turbineneinheit nicht mehr möglich war. Eine neue Turbogruppe wurde evaluiert und daraufhin das gesamte System neu ausgelegt und berechnet.
Die Herstellung in Eschlikon und die Montage der Komponenten in der Heizzentrale Düdingen waren aufwendig, verliefen aber weitestgehend ohne Verzögerung. Während der Inbetriebnahme musste vor allem der Schmier- und Kühlkreis der Turbogruppe optimiert und angepasst werden.
Seit der ersten Stromerzeugung im Mai 2016 konnte inzwischen auf einen kontinuierlichen Betrieb gewechselt werden. Die erreichten elektrischen Leistungen sind stark von der Umgebungstemperatur abhängig und liegen mit knapp 100 kW in dem erwarteten Bereich.
Eine Optimierung der Abstimmung der Komponenten der Turbogruppe zueinander zeigt noch Verbesserungspotential und ist geplant.