Dieses Projekt hat zum Ziel, den Einfluss der Internationalisierung auf die arbeitsmarktorientierte Bildung zu untersuchen. Im Rahmen dieses Projektes werden erstens die Qualifikationsanforderungen von internationalisierten Unternehmen beschrieben und daraus Qualifizierungsstrategien und –muster abgeleitet, zweitens werden die Zusammenhänge zwischen Qualifizierungsstrategien und Rekrutierungs- sowie Karrieremustern untersucht, und drittens werden Massnahmen identifiziert, mit welchen internationalisierte Unternehmen die unternehmensinterne Mobilität fördern sowie die Fluktuation von intern ausgebildeten Fachkräften reduzieren.
Diese Fragestellungen werden im ersten Teil des Projekts mit quantitativen und qualitativen Daten aus drei repräsentativen Querschnittdatensätzen für Schweizer Betriebe untersucht. Diese Daten erlauben eine Analyse über einen langen Zeithorizont (2000, 2004, 2009) und enthalten differenzierte Merkmale über die Internationalisierung eines Unternehmens, sowie Angaben über die Qualifikationsanforderungen, Qualifizierungsstrategien und Rekrutierungsmuster der Betriebe. Basierend auf diesen In-formationen können somit einem dynamischen Kontext Aussagen zur Entwicklung der Internationalisierung und über die in Zukunft zu erwartenden Effekte auf die arbeitsmarktorientierte Bildung gemacht werden.
Zusätzlich erlauben die Daten detaillierte Untersuchungen zu den Kostenstrukturen der unternehmensinternen arbeitsmarktorientierten Bildung wie auch zur Rekrutierung von Fachkräften über den externen Arbeits-markt, was mit anderen in der Schweiz verfügbaren Datenquellen nicht möglich ist.
In einem zweiten Teil des Projekts werden in ausgewählten internationalisierten Unternehmen in der Schweiz Fallstudien durchgeführt, um unternehmensinterne Karrieremuster sowie Massnahmen zur Förderung der Mobilität und zur Reduktion der Fluktuation der Fachkräfte zu identifizieren