Methodisches Vorgehen: Anhand von 19 Gespräche mit Experten aus der Grund- und Notfallversorgung sowie der Pädiatrie und Psychiatrie wird ein Bild in Bezug auf die Gesundheitsversorgung sozial benachteiligter Menschen gezeichnet.
Ergebnisse: Es zeigt sich, dass die meisten Probleme eines ungleichen Zugangs nicht die Angebots-, sondern die Nachfrageseite betreffen. Die erkannten Barrieren und Schwierigkeiten sind kaum struktureller Natur, sondern ergeben sich hauptsächlich aus dem Zusammenspiel von sozialen Determinanten, individuellen Dispositionen und institutionellen Rahmen-bedingungen. Obwohl auf der Angebotsseite bereits Einiges getan wird, sieht das Forschungsteam der Studie Verbesserungsmöglichkeiten für sozial benachteiligte Personengruppen und macht diesbezügliche Vorschläge.