In Untersuchungen wird immer wieder festgestellt, dass Frauen mit Migrationshintergrund risikoreichere Schwangerschaften als Schweizerinnen durchleben. Auch der Gesundheitszustand der Kinder scheint häufig schlechter als derjenige von Neugeborenen Schweizer Müttern zu sein. Forschende der Universität Genf wollen nun in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Forum für Bevölkerungs- und Migrationsstudien SFM in einer Studie die Gründe für diese Unterschiede herausfinden.
Für die Studie werden an drei grossen Polikliniken (Zürich, Genf, Basel) Daten von schwangeren Migrantinnen und schwangeren Schweizerinnen (Vergleichsgruppe) erhoben. Ziel ist, Informationen zu den sozio-ökonomischen Faktoren, den klinischen Risiken, den Zugangshürden zu medizinischen Leistungen und zur Qualität der medizinischen Leistungen zu gewinnen. Die Ergebnisse der Studie sollen nicht nur dabei helfen, die Unterschiede der der Schwangerschaftsrisiken bei Migrantinnen im Vergleich zu den Risiken bei den Schweizerinnen zu erklären, sondern auch mögliche Massnahmen zu definieren.