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Forschungsstelle
PVK
Projektnummer
65
Projekttitel
Sicherung landwirtschaftlichen Kulturlandes
Projekttitel Englisch
Preservation of agricultural land

Texte zu diesem Projekt

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Kurzbeschreibung
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Abstract
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Erfasste Texte


KategorieText
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Gegenstand
Der Verlust von landwirtschaftlichem Kulturland in der Schweiz wird seit Jahr­zehnten beklagt, schreitet aber weiter voran. Neben Verkehrs-, Gewerbe-, Industrie- und Wohnbauten setzen in jüngerer Zeit auch andere Nutzungen wie Golfplätze oder die Revitalisierung von Gewässern die landwirtschaftliche Nutzfläche unter Druck. Verfassung und Gesetz streben einen schonenden Umgang mit Kulturland an. Ein gutes Drittel der Schweizer Landesfläche oder 1,5 Millionen Hektaren sind Kulturland, das landwirtschaftlich genutzt wird (inkl. Sömmerungsflächen). Gemäss Erhebungen des Bundesamtes für Raumentwicklung (ARE) sind 30 % des Kulturlandes als Fruchtfolgeflächen (FFF) ausgeschieden. FFF eig­nen sich namentlich für den rationellen Anbau von Getreide und anderen Grund­nahrungsmitteln, weshalb diesen Flä­chen aus Sicht der Nahrungsmittelversorgung eine besondere Bedeutung zukommt. Um das beste Landwirtschaftsland zu erhal­ten, hatte der Bundesrat 1992 im Sachplan Frucht­folgeflächen (SP FFF) den Min­destumfang der FFF festgesetzt und auf die Kantone verteilt.

Das Raumplanungsgesetz (RPG) fordert in Artikel 3, dass die zuständigen Behör­den die Landschaft scho­nen und dafür sorgen, dass insbesondere der Landwirtschaft genügende Flächen geeigneten Kulturlandes erhalten bleiben. Der Bund hat die Oberaufsicht über die Umsetzung der Vorgaben zum Kulturlandschutz durch die Kantone und soll die Sicherung der FFF auch im eigenen Handlungsbereich berücksichtigen, beispielsweise beim Bau von Nationalstrassen. Wäh­rend der Kul­turlandverlust gemäss den Zahlen des Bundesamtes für Statistik stetig fortschreitet, hat der Bund bisher keine Zahlen zu Umfang, Qualität und Entwick­lung der FFF publiziert. Fest steht, dass der Druck auf die verbleibenden Fruchtfolgeflächen ebenfalls hoch ist. Es stellt sich die Frage, wie der Bund seine Oberauf­sicht wahr­nimmt und was er tut, um die Kantone zur Erhaltung von genügenden Flächen für die Land­wirtschaft (insbesondere FFF) zu bewegen.

Vor diesem Hintergrund haben die GPK am 27. Januar 2013 beschlossen, dass die PVK die Massnahmen zur Sicherung des Kulturlandes evaluieren soll. Die zustän­dige Subkommission der GPK-N hat in der Folge in ihrer Sitzung vom 2. Septem­ber 2013 aufgrund einer Projektskizze der PVK den Fokus der Evaluation festge­legt.

Hauptfragen
Die PVK wird schwerpunktmässig die Umsetzung des SP FFF evaluieren und dabei sowohl die Aufsicht des Bundes über den kantonalen Vollzug wie auch dessen Bemühungen zur Schonung der FFF bei eigenen Vorhaben in den Blick nehmen. Zudem wird sie die Aufsicht des Bundes über die kantonale Umsetzung der Vorgaben zum Schutz des Kulturlandes näher betrachten, d. h. die Bemühungen zur Erhaltung landwirtschaftlichen Kulturlandes insgesamt, egal ob dieses Land von den Kantonen als Teil des vom Bund erlassenen FFF-Kontingentes ausgeschieden wurde oder nicht.

Im Vordergrund der Evaluation stehen die folgenden Fragen:
–      Inwieweit erlauben die dem Bund vorliegenden Information zur Entwick­lung der FFF und zur Entwick­lung des Kulturlandverbrauchs in den Kanto­nen eine angemessene Aufsicht?
–         Wie zweckmässig sind die Vorgaben des Bundes, um geeignete Flächen als FFF zu identifizieren und zu erhalten?
–         Wie prüft der Bund im Rahmen der Richtplangenehmigung, ob die Kantone den Erhalt der FFF und den Kulturlanderhalt angemessen berücksichtigen? Insbesondere: Wie prüft er die Qualität der Interessenabwägungen zwischen Erhalt der FFF sowie Kulturlanderhalt und konkur­rierenden Planungszie­len?
–      Inwieweit nutzt der Bund seine weiteren Handlungsmöglichkeiten, um die Kantone zur Sicherung der ihnen zugeteilten FFF-Mindestflächen und zur Schonung des Kulturlandes zu bewe­gen?
–      Wie beurteilen die zuständigen kantonalen Stellen die Aufsicht des Bundes über die Umsetzung des SP FFF und die Umsetzung der Vorgaben zum Kulturlanderhalt insgesamt?
–      Wie ist die Umsetzung des SP FFF bei Vorhaben des Bundes zu beurteilen? Insbesondere: Liegt entsprechenden Entscheiden eine angemessene, d. h. weder lückenhafte noch offensichtlich falsche Interessenabwägung vor?

Zudem wird die PVK im Auftrag der zuständigen Subkommission prüfen, inwie­weit der Kulturlandverlust durch Vergandung in die Untersuchung einbezogen wer­den kann.

Vorgehen
Um die oben aufgeführten Fragen zu beantworten, sind folgende Untersuchungs­elemente geplant:
–         Analyse aller aktuellen kantonalen Richtpläne, die der Bundesrat genehmigt hat: Entsprechend der Fragestellung wird es vor allem darum gehen, den Stellenwert des Kulturlanderhalts in den Richtplänen und die Qualität der damit verbundenen Interessenabwägung zu untersuchen.
–         Analyse von Vorhaben des Bundes: Bei einer Auswahl von Bundesvorha­ben, vornehmlich in der Zuständigkeit des Bundesamtes für Strassen oder des VBS, wird geprüft, ob die Interessenabwägung den Anforderungen gemäss der jüngeren Rechtsprechung genügt. Zudem soll analysiert werden, wie das verwaltungsinterne Verfahren konkret abgelaufen ist.
–         Gespräche mit den verantwortlichen Vollzugsträgern auf Stufe Bund und in ausgewählten Kantonen zur Analyse und Beurteilung der Umsetzung des SP FFF und des Vollzug des RPG: Die Gespräche haben primär zum Ziel, die Rolle des Bundes möglichst differen­ziert zu rekon­struieren und aus der Sicht der beteiligten Kantone zu beurtei­len. Allenfalls wird die PVK auch eine schriftliche Befragung der zuständi­gen kantonalen Fachstellen durch­führen. Vorgesehen sind zudem Gesprä­che mit Interes­senvertretern (Landwirtschaft, Landschaftsschutz, Wirtschaft) und unab­hängigen Exper­ten (Wissenschaft).
Die Präsentation des Schlussberichts ist für das erste Quartal 2015 geplant.

 
Kurzbeschreibung
(Französisch)

Objet
Bien que l’on déplore depuis des décennies la diminution de la superficie des terres cultivables en Suisse, celle-ci n’a pu être enrayée. Outre les bâtiments destinés aux transports, à l’artisanat, à l’industrie et au logement, les terrains de golf et les projets de revitalisation des eaux, notamment, menacent également depuis peu les surfaces agricoles utiles. La Constitution et la législation préconisent une utilisation mesurée des surfaces cultivables. Un bon tiers de la superficie de la Suisse, soit 1,5 million d’hectares, est constitué de terres cultivables utilisées dans l’agriculture (y c. les surfaces d’estivage). Selon l’Office fédéral du développement territorial (ARE), 30 % des terres cultivables sont décrites comme des surfaces d’assolement (SDA). Les SDA étant notamment indiquées pour la culture intensive de céréales et d’autres produits alimentaires de base, elles tiennent une place particulière en termes d’approvisionnement alimentaire. Afin de maintenir les meilleures terres agricoles, le Conseil fédéral avait fixé, dans le PS SDA approuvé en 1992, la surface minimale d’assolement à garantir et l’avait répartie entre les cantons.
L’art. 3 de la loi sur l’aménagement du territoire (LAT) prévoit que les autorités compétentes préservent le paysage et veillent à réserver à l’agriculture suffisamment de bonnes terres cultivables. La Confédération exerce la haute surveillance sur la mise en œuvre, par les cantons, des prescriptions relatives à la protection des terres cultivables et doit elle-même tenir compte du maintien des SDA dans le cadre de ses projets, comme lors de la construction de routes nationales. Alors que, selon les chiffres fournis par l’Office fédéral de la statistique, la superficie des terres cultivables diminue de façon continue, la Confédération n’a pour l’heure publié aucune information concernant l’étendue, la qualité et l’évolution des SDA. Il demeure néanmoins certain que la pression sur les SDA restantes est importante. Il s’agit dès lors de savoir comment la Confédération remplit sa mission de haute surveillance et ce qu’elle entreprend pour encourager les cantons à maintenir suffisamment de surfaces destinées à l’agriculture (en particulier des SDA).
Dans ce contexte, les CdG ont décidé, le 27 janvier 2013, de charger le CPA d’évaluer les mesures visant à maintenir la superficie des terres cultivables. Réunie le 2 septembre 2013, la sous-commission compétente de la CdG-N a, en se basant sur l’esquisse de projet du CPA, défini les principaux points de l’évaluation.

Questions principales
L’évaluation du CPA se concentrera sur la mise en œuvre du PS SDA et portera aussi bien sur la surveillance exercée par la Confédération sur l’exécution par les cantons que sur les efforts déployés par la Confédération en vue de ménager les SDA dans le cadre de ses propres projets. Elle étudiera également la surveillance exercée par la Confédération sur la mise en œuvre, par les cantons, des mesures visant à protéger les terres cultivables, autrement dit, les efforts visant à maintenir les terres cultivables de manière générale, que celles-ci fassent partie ou non des contingents de SDA imposés par la Confédération.

L’évaluation vise à répondre aux questions suivantes :
–      Dans quelle mesure les informations dont dispose la Confédération concernant l’évolution des SDA et l’utilisation des terres cultivables dans les cantons lui permettent-elles d’exercer une surveillance adéquate ?
–         Quelle est l’efficacité des prescriptions édictées par la Confédération pour identifier les surfaces qui peuvent être des SDA et les maintenir en tant que telles ?
–         Lors de l’adoption des plans directeurs, comment la Confédération vérifie-t-elle que les cantons tiennent suffisamment compte du maintien des SDA et des terres cultivables ? En particulier, comment vérifie-t-elle que l’examen des intérêts entre la protection des SDA et des terres cultivables, d’une part, et d’autres objectifs de planification antagoniques, d’autre part, a été correctement effectué ?
–      Dans quelle mesure la Confédération fait-elle usage des autres possibilités dont elle dispose pour veiller à ce que les cantons maintiennent les SDA minimales qui leur ont été attribuées et ménagent les terres cultivables ?
–      Que pensent les instances cantonales compétentes de la surveillance de la Confédération sur la mise en œuvre du PS SDA et sur la mise en œuvre des prescriptions relatives au maintien des terres cultivables en général ?
–      Que peut-on dire de la mise en œuvre du PS SDA dans le cadre de projets de la Confédération ? En particulier : les décisions relatives à ces projets font-elles l’objet d’un examen des intérêts approprié (c’est-à-dire ni lacunaire, ni manifestement incorrect) ?

Enfin, la sous-commission compétente a demandé au CPA d’étudier dans quelle mesure la diminution de la superficie des terres cultivables par le dépérissement des terres peut être intégrée dans l’évaluation.

Procédure
Pour répondre aux questions ci-dessus, le CPA prévoit d’examiner les éléments suivants :
–         Analyse des plans directeurs cantonaux actuels approuvés par le Conseil fédéral : il s’agira surtout d’enquêter sur l’importance accordée au maintien des terres cultivables des plans directeurs et sur la qualité de l’examen des intérêts qui s’y rapporte.
–         Analyse de projets de la Confédération : sur la base d’une sélection de projets de la Confédération (qui sont essentiellement du ressort de l’Office fédéral des routes ou du DDPS, l’enquête déterminera si l’examen des intérêts satisfait aux exigences de la jurisprudence la plus récente. Elle examinera également la façon dont la procédure s’est déroulée au sein de l’administration.
–         Entretiens avec les responsables de l’exécution au niveau de la Confédération et de certains cantons concernant l’analyse et l’évaluation de la mise en œuvre du PS SDA ainsi que de l’exécution de la LAT : ces entretiens visent en premier lieu à connaître la façon dont la Confédération a assumé son rôle et ce, d’une manière qui soit la plus différenciée possible, et à l’évaluer du point de vue des cantons. Le cas échéant, le CPA interrogera par écrit les services cantonaux compétents. Sont également prévus des entretiens avec des représentants des milieux intéressés (agriculture, protection du paysage, économie) et avec des experts indépendants (sciences).

Le CPA devrait présenter son rapport final au cours du premier trimestre 2015.

 
Abstract
(Deutsch)

Verfassung und Gesetz verlangen, dass mit dem Boden in der Schweiz haushälte­risch umgegangen wird und ausreichende Flächen für die landwirtschaftliche Nut­zung erhalten werden. Trotzdem schreitet der Verlust von landwirtschaftlichem Kul­turland voran. Vor diesem Hintergrund haben die Geschäftsprüfungskommissionen der eidgenössischen Räte der Parlamentarischen Verwaltungskontrolle (PVK) den Auftrag erteilt, die Massnahmen zur Sicherung des landwirtschaftlichen Kulturlan­des zu untersuchen. Die zuständige Subkommission EDI/UVEK der Geschäftsprü­fungskommission des Nationalrates (GPK-N) hat am 3. April 2014 über die genaue Ausrichtung der Evaluation entschieden.

Die vorliegende Evaluation zur Sicherung landwirtschaftlichen Kulturlandes durch den Bund umfasst vier Teile. Zuerst wird der Kulturlandverlust, basierend auf der Arealstatistik, beziffert und beschrieben. Weiter werden die rechtlichen Grundlagen des Bundes bewertet. Drittens wird die Aufsicht des Bundes über den kantonalen Kulturlandschutz untersucht und viertens nimmt die Evaluation die Umsetzung des Kulturlandschutzes bei Infrastrukturprojekten des Bundes unter die Lupe. Die ersten beiden Untersuchungsteile führte die PVK selbst durch, den dritten und vierten Teil hat sie externen Experten in Auftrag gegeben.

Ergebnisse im Überblick
  Die Gesetzgebung sichert das landwirtschaftliche Kulturland und insbesondere die Fruchtfolgeflächen (FFF), d. h. die landwirtschaftlich wertvollsten Anteile des Kul­turlandes, ungenügend. Namentlich definiert das Recht nur vage, was als FFF zählt und folglich haben die Kantone unterschiedliche Flächen als solche bezeichnet. Da für den Bund nicht bei allen Kantonen klar ist, welches Land zu den FFF gehört respektive wie sich diese verändern, kann der Bund bei drohenden Verlusten von Kulturland oder FFF nur beschränkt Beschwerde einlegen. Auch bei Infrastruktur­projekten des Bundes (Strassen, Eisenbahnen etc.), welche Kulturland beanspru­chen, hat der Schutz dieser Flächen einen vergleichsweise geringen Stellenwert.

Schwacher Kulturlandschutz durch die Bundesgesetzgebung
In der Schweiz geht Kulturland in erster Linie durch die Siedlungserweiterung ver­loren. Die Bundesgesetzgebung schützt das Kulturland dabei nur schwach. Dies zeigt sich speziell im Vergleich zu anderen Flächen (z. B. Moore, Wald usw.), zu welchen viel spezifischere gesetzliche Schutzziele bestehen, die ihren Erhalt in der Interessenabwägung bei konkreten Projekten stärken. Es bestehen keine konkreten Ziele oder Instrumente, die das Kulturland schützen würden. Eine Ausnahme bildet der Mindestumfang für FFF, welcher vom Bund 1992 im Sachplan FFF festgelegt und auf die Kantone verteilt wurde.

Problematische Grundlagen für den Schutz von FFF
Mit dem Ziel, ihre besten Böden zu schützen, haben die Kantone gestützt auf Voll­zugshilfen des Bundes anfangs der 1980er Jahre ihre besten Böden ausgewiesen. Diese Erhebung diente als Grundlage für den Sachplan FFF des Bundes. Da die Qualität der besten Böden zwischen den Kantonen stark variiert, und diese mit unterschiedlicher Methodik erhoben wurden, sind die kantonalen FFF-Inventare nur teilweise vergleichbar. Hinzu kommt, dass viele Kantone die Qualität ihrer Böden noch nicht flächendeckend kartiert haben, weshalb der Bund Grösse und Qualität der von den Kantonen gesicherten FFF nicht verlässlich einschätzen kann. Da Kul­turland knapper wird und der Kulturlandschutz auch in der öffentlichen Meinung einen höheren Stellenwert einnimmt, ist es wichtig, dass die Kantone ihren Mindest­umfang einhalten. Dass die kantonalen Inventare nur begrenzt vergleichbar sind und die Bodenkartierung unvollständig ist, erschwert den Schutz der effektiv besten Böden. Die Bundesverwaltung hätte über die Vollzugshilfen zum Sachplan FFF und seine Aufsicht einheitlichere Anforderungen an die Kantone stellen können. Die zwei Vollzeitstellen, die das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) dafür einsetzt, sind jedoch zu knapp, um solche Probleme zu bewältigen.

Passive Bundesaufsicht
Der Bund stützt sich bei seiner Aufsicht über den kantonalen Verbrauch von FFF in erster Linie auf die kantonalen Meldungen über Veränderungen von Lage, Umfang und Qualität der FFF. Nicht alle Kantone melden die Veränderungen jedoch wie vorgesehen. Zudem ist die Form der Meldungen nicht standardisiert. Bei Kantonen, die ihrer Informationspflicht nicht gewissenhaft nachkommen, kann der Bund nicht von seinen Interventionsmöglichkeiten, insbesondere von der sogenannten Behör­denbeschwerde, Gebrauch machen. Das ARE fordert bei seiner Prüfung der kanto­nalen Richtpläne generell, dass der Erhalt von FFF in die Interessenabwägung bei Projekten einfliesst und bei einem allfälligen Verbrauch von FFF eine Kompensati­onspflicht besteht, sofern der kantonale Mindestumfang unterschritten wird. In den Fällen, welche die Evaluation untersucht hat, kamen die Kantone diesen Forderun­gen in der Regel nach. Ein Kanton hingegen unterliess es, die Interessenabwägung im Richtplan explizit zu verankern, was keine Rückweisung des Richtplans durch den Bundesrat zur Folge hatte, sondern lediglich in die Aufforderung mündete, dies im Rahmen der nächsten Anpassung des Richtplans nachzuholen.

Geringer Stellenwert des Kulturlandes bei Bundesprojekten
Bei Infrastrukturprojekten des Bundes (Strasse, Schiene, Militäranlagen usw.) liegt die Federführung bei den jeweiligen Fachämtern, die insbesondere der kostengüns­tigen Umsetzung der politischen Beschlüsse und der Sicherstellung der Funktionsfä­higkeit der Infrastruktur verpflichtet sind. Das ARE, das hauptsächlich für den Kul­turlandschutz eintreten soll, wird in der Regel erst im Plangenehmigungsverfahren einbezogen. In diesem Stadium sind aber grundlegende Variantenentscheide zu den Projekten bereits gefallen und damit auch die Auswirkungen auf das Kulturland im Wesentlichen vorgegeben. Obwohl sich die Zusammenarbeit der Ämter bei diesen Verfahren in den letzten Jahren verbessert hat, kommt der Bund aufgrund der zu späten Berücksichtigung des ARE seiner Vorbildfunktion beim Kulturlandschutz in einzelnen Themenfeldern noch nicht nach. In den Gesamterwägungen der Infra­strukturämter nimmt das Thema des landwirtschaftlichen Kulturlandes gemessen an den übrigen Themen ein relativ geringes Gewicht ein.

 Die zum Teil noch fehlenden und lückenhaften Sachpläne tragen zum stellenweise ungenügenden Schutz des Kulturlandes bei den Infrastrukturvorhaben des Bundes bei.

Abstract
(Französisch)

Aux termes de la Constitution et de la législation, l’utilisation du sol en Suisse doit être mesurée et des surfaces suffisantes doivent être réservées à l’exploitation agricole. Or, la superficie des terres cultivables continue de diminuer. Dans ce contexte, les Commissions de gestion des Chambres fédérales ont décidé de charger le Contrôle parlementaire de l’administration (CPA) d’évaluer les mesures visant à maintenir la superficie des terres cultivables. Le 3 avril 2014, la sous-commission DFI/DETEC de la Commission de gestion du Conseil national (CdG-N), compétente en la matière, a arrêté l’orientation précise de cette évaluation.

La présente évaluation du maintien de la superficie des terres cultivables par la Confédération est structurée en quatre parties : la première porte sur le chiffrage et la description de la diminution des terres cultivables sur la base de la statistique de la superficie ; la deuxième est consacrée aux bases légales de la Confédération ; la troisième, à la surveillance exercée par la Confédération sur la protection des terres cultivables par les cantons ; enfin, la mise en œuvre des mesures visant à protéger les terres cultivables lors de la réalisation de projets d’infrastructure de la Confédération est passée au crible. Le CPA s’est lui-même chargé des deux premières parties, les deux dernières étant confiées à des experts externes.

Synthèse des résultats
La législation ne garantit pas suffisamment le maintien de la superficie des terres cultivables, en particulier des surfaces d’assolement (SDA), autrement dit des terres les meilleures. Elle reste notamment trop vague concernant leur définition. De ce fait, les surfaces désignées comme SDA varient selon les cantons. Etant donné que la Confédération ne sait pas pour tous les cantons quelles terres font partie de leurs SDA ni ne connaît leur évolution, elle se trouve limitée dans son droit de déposer des recours lorsqu’il y a risque de perte de terres cultivables ou de SDA. La protection des terres cultivables est également peu prise en compte dans les projets d’infrastructure de la Confédération (routes, voies ferrées, etc.) qui sollicitent ces surfaces.

Faible protection des terres cultivables par la législation fédérale
En Suisse, les terres cultivables diminuent en premier lieu du fait de l’urbanisation. Elles ne sont que faiblement protégées par la législation fédérale, comme il ressort d’une comparaison avec d’autres surfaces (marais, forêts, etc.) pour lesquelles la loi fixe des objectifs de protection plus spécifiques qui favorisent leur maintien lors de la pesée des intérêts pour des projets concrets. Il n’existe aucun objectif ou instrument concret susceptible de garantir le maintien des terres cultivables, à l’exception de la surface totale minimale d’assolement, déterminée et répartie entre les cantons par la Confédération dans le plan sectoriel SDA en 1992.

Fondements problématiques pour la protection des terres cultivables
Dans la perspective de protéger leurs terres les meilleures, les cantons ont procédé au relevé de celles-ci au début des années 1980 en s’appuyant sur les aides à la mise en œuvre de la Confédération. Ce relevé a ensuite servi de base à l’élaboration du plan sectoriel SDA de la Confédération. Les inventaires cantonaux des SDA sont difficilement comparables car la qualité des sols les meilleurs varie fortement d’un canton à l’autre, et les données sont recueillies par des méthodes différentes selon les cantons. De plus, bon nombre de cantons n’ont pas encore établi de cartographie complète de la qualité de leurs sols. La Confédération ne peut donc pas estimer de façon fiable l’étendue et la qualité des SDA garanties par les cantons. Puisque la superficie des terres cultivables diminue et que l’opinion publique accorde une importance croissante à la protection de ces terres, il est important que les cantons maintiennent leur surface totale minimale d’assolement. La difficulté à comparer les relevés cantonaux et la cartographie incomplète compliquent considérablement la protection effective des terres les meilleures. L’administration aurait pu homogénéiser ses exigences aux cantons par le biais de son activité de surveillance et des aides à la mise en œuvre du plan sectoriel SDA. Mais, les deux postes à plein temps que l’Office fédéral du développement territorial (ARE) affecte à ce domaine ne permettent pas de relever ce défi et résoudre le problème des bases lacunaires du plan sectoriel SDA.

Surveillance passive de la Confédération
Pour exercer la surveillance sur l’utilisation de SDA par les cantons, la Confédération se fonde avant tout sur les modifications de la situation, de l’étendue et de la qualité des SDA que lui signalent les cantons. Or, contrairement à ce que prévoit la législation, tous les cantons ne lui communiquent pas ces modifications. De plus, la forme des signalements n’est pas standardisée. La Confédération ne peut donc pas faire usage des possibilités d’intervention dont elle dispose, en particulier de son droit de recours, à l’égard des cantons qui ne remplissent pas leur obligation d’information. Généralement, lors de l’examen des plans directeurs cantonaux, l’ARE exige que le maintien des SDA soit pris en compte dans la pesée des intérêts pour la réalisation de projets et qu’un devoir de compensation soit appliqué en cas de sollicitation de SDA dès lors que la surface totale minimale d’assolement du canton n’est plus atteinte. Dans les cas passés au crible dans le cadre de la présente évaluation, les cantons satisfont généralement à ces exigences. L’un d’entre eux a néanmoins omis d’intégrer explicitement la pesée des intérêts dans son plan directeur. Ce dernier n’en a pas pour autant été rejeté par le Conseil fédéral, qui a exigé du canton qu’il formule cette obligation dans la prochaine adaptation de son plan directeur.

Faible importance accordée aux terres cultivables lors de la réalisation de projets de la Confédération
La responsabilité des projets d’infrastructure de la Confédération (transport routier et ferroviaire, installations militaires, etc.) incombe aux offices spécialisés concernés, qui doivent notamment veiller à une mise en œuvre peu coûteuse des décisions politiques et garantir le fonctionnement de l’infrastructure. En règle générale, ceux-ci ne font appel à l’ARE, qui doit principalement défendre le maintien des terres cultivables, qu’au moment de l’approbation de la planification. Or, à ce stade, des décisions fondamentales liées au choix de variantes des projets ont d’ores et déjà été prises et les effets sur les terres cultivables sont donc pour l’essentiel déterminés. Bien que la collaboration entre les offices se soit améliorée au cours des dernières années au sujet de ces procédures, la Confédération n’assume pas encore, dans certains domaines, son rôle de modèle en matière de protection des terres cultivables, du fait de l’association trop tardive de l’ARE au processus. Lors de leurs considérations générales, les offices en charge des infrastructures accordent aux terres agricoles une importance plus faible qu’aux autres thèmes.

Les plans sectoriels, dont certains se font attendre ou présentent des lacunes, contribuent à la garantie parfois insuffisante du maintien des terres cultivables lors de la réalisation de projets d’infrastructure de la Confédération.