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Forschungsstelle
BWO
Projektnummer
F-8798
Projekttitel
Wohnungsmarkt und Nationengruppenstruktur

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Wohnungsmarkt, Personenfreizügigkeit, Nationengruppen
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Der schweizerische Wohnungsmarkt befindet sich im Wandel. Mit der Einführung der Personenfreizügigkeit hat sich seit der Mitte des vergangenen Jahrzehnts die Zuwanderung in quantitativer wie auch qualitativer Hinsicht verändert. Die Zahl der ausländischen Personen hat zugenommen und sie kommen vermehrt aus Ländern der Europäischen Union und weisen ein höheres Qualifikations- und Einkommensniveau auf. Zusammen mit dem steigenden Flächenbedarf führt dies zu einer veränderten Nachfrage im Wohnungsmarkt.

Methoden
(Deutsch)

Die vorliegende Studie untersucht die Nationengruppenstruktur unterschiedlicher Gebäude- und Wohnungstypen zwischen 2000 und 2011. Grundlage der Studie bilden die Volkszählungsdaten aus dem Jahr 2000 und die neu seit 2010 harmonisierten Einwohnerregisterdaten für das Jahr 2011. Diese Daten bestehen aus Einzeldaten und erlauben eine Unterscheidung und Charakterisierung der Bewohner und Bewohnerinnen nach unterschiedlichen soziodemographischen Merkmalen wie beispielsweise der Herkunft.

Projektziele
(Deutsch)
Entwicklung der Nachfrage ausländischer Haushalte qualitativ erfassen.
Abstract
(Deutsch)

Während das Einfamilienhaus noch immer von Schweizer Haushalten dominiert wird, leben Personen aus neuen Herkunftsländern überdurchschnittlich häufig in Neubauwohnungen. Die Nationengruppe der alten Herkunftsländer ist dem gegenüber stärker vertreten in Wohnungen aus der Bauperiode der Nachkriegszeit, welche sich im Durchschnitt durch eine geringere Anzahl Zimmer sowie auch weniger Fläche pro Zimmer auszeichnen. Entsprechend ist der Flächenverbrauch von Personen aus neuen Herkunftsländern und von Personen mit Schweizer Nationalität deutlich höher als derjenige von Personen aus alten Herkunftsländern. Die Unterschiede bezüglich Wohnsituation und Wohnflächenverbrauch widerspiegeln den Statusunterschied zwischen den Nationengruppen.

Die Wohnsituation der Nationengruppen hat sich zwischen 2000 und 2011 grossflächig kaum verändert. Die charakteristischen Unterschiede zwischen Personen aus alten und neuen Herkunftsländern bleiben also grundsätzlich bestehen. Mit der veränderten Zuwanderung hat sich allerdings das Verhältnis der Anteile der Nationengruppen verändert. Am deutlichsten ist dies in den Kernstädten zu beobachten, wo die Anteile der neuen Herkunftsländer am höchsten sind. Neben der zahlenmässigen Zunahme der Zuwanderung gibt es demnach vor allem eine qualitative Veränderung. Mit dem Strukturwandel der Zuwanderung verstärkt sich die Individualisierung in der Schweiz. Die Anzahl Einpersonenhaushalte nimmt weiter zu und damit auch der Flächenverbrauch pro Person. Zudem erfolgt mit dem zunehmenden Anteil Personen aus den neuen Herkunftsländern ein Statusanstieg der Bevölkerung in der Schweiz. Gerade dort, wo Wohnraum knapp ist, wirken sich die Entwicklungen der neuen Zuwanderung entscheidend auf die Nachfrage im Wohnungsmarkt aus. Denn die Nachfrage von Personen aus neuen Herkunftsländern ist derjenigen der Schweizer Bevölkerung sehr ähnlich, weshalb sie sich im Wohnungsmarkt häufig konkurrieren.