Mit der Integration des Strassenverkehrsunfall-Registers (VU) in das Management-Informationssystems Strasse und Strassenverkehr (MISTRA) des ASTRA wird es möglich, die Unfalldaten mit weiteren ASTRA-Registern zu verknüpfen. Dieser neu geschaffene Datenpool ermöglicht detaillierte Auswertungen verschiedener Faktoren auf das Unfallgeschehen. Das diesbezügliche Forschungspaket „Verkehrssicherheitsgewinne durch Datapooling und strukturierte Datenanalysen“ (VeSPA) besteht aus insgesamt 7 Teilprojekten. Die Teilprojekte behandeln die Bereiche Mensch/Gesellschaft, Situation/Infrastruktur, Fahrzeug, Wetter, medizinische Folgen und volkswirtschaftliche Kosten. Die Teilprojekte des Forschungspaketes sind in zwei separat zu bearbeitende Phasen gegliedert.
Das vorliegende Projekt mit dem Namen Forschungspaket VeSPA, Teilprojekt 1: Einflüsse von Mensch und Gesellschaft auf das Strassenunfallgeschehen behandelt die Einflüsse von Mensch und Gesellschaft auf das Strassenunfallgeschehen. Es baut auf den folgenden Kernfragen auf: Wie können die Einflüsse von Mensch und Gesellschaft auf das Strassenunfallgeschehen in der Unfallstatistik besser sichtbar gacht werden? Welche Informationen aus dem Strassenverkehrsunfall-Register (VU) und den damit verbundenen Registern können zur Analyse der Unfalldaten beigezogen werden? Wie können aus den Analysen Empfehlungen und Massnahmen aus Sicht der Verkehrswissenschaften abgeleitet werden, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen? Die Bearbeitung der Fragestellungen ist in zwei Projektphasen gegliedert: Phase 1 bearbeitet die drei Fragestellung aus Sicht des Menschen und der Gesellschaft. Phase 2 zielt darauf ab, die Ergebnisse zu den signifikanten Einflussbereichen aus den zu Phase 1 parallel laufenden Forschungsprojekten (Situation/Infrastruktur, Fahrzeug, Wetter, medizinische Folgen und volkswirtschaftliche Kosten) in die Analysen aus Phase 1 aufzunehmen und ganzheitliche Massnahmen abzuleiten.