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Forschungsstelle
ARE
Projektnummer
13011
Projekttitel
Biodiversität im urbanen Raum, Pilotprojekt Fröschmatt

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Abstract
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Umsetzung und Anwendungen
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Biodiversität im urbanen Raum, Pilotprojekt Fröschmatt

Stadtgrün Bern, Bern
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

1. Allgemein

Ein grosses Potenzial für die Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum besteht im Bereich naturnaher Wohnumgebungsgestaltungen. Dieses Thema wurde u.a. am 28.9.2011 an der Lifefair-Konferenz mit Vertretern der Städte, Gemeinden, Verbänden sowie Bundesstellen (BWO, BAFU, ARE) diskutiert. Die Tagung bestätigte, dass es vor allem ein Bedarf an konkre­ten Umsetzungsprojekten gibt und dabei die Nutzerinteressen einzubeziehen sind. Derzeit sind auch Arbeiten am Aktionsplan Biodiversität Schweiz im Gange. Massnahmen im Bereich Biodiversität und Siedlung spielen dabei auch eine wichtige Rolle. Im Rahmen der Modell­vorhaben wird zudem geprüft, ob neu das Thema Biodiversität aufgenommen werden soll.

 

2. Zum konkreten Projekt

Die Sanierung der Siedlung Fröschmatt beginnt voraussichtlich im Frühjahr 2012. In der ursprünglichen Projektierung der Umgebungsgestaltung wurde dem Aspekt der Biodiversität keine besondere Beachtung geschenkt. Da die Umsetzung der Umgebungsgestaltung erst im Frühjahr 2013 beginnt, besteht noch Zeit, dies zu «korrigieren». Die Sanierung der Siedlung Fröschmatt ist in mancher Hinsicht als Musterobjekt prädestiniert:

-        Die Siedlung Fröschmatt befindet sich in einer Vernetzungsachse.

-        Es gibt eine grosse Zahl vergleichbarer älterer Siedlungen aus den 1920er Jahren mit einer verhältnismässig «spröden» Aussenraumgestaltung.

-        Mit der Liegenschaftsverwaltung der Stadt Bern steht ein Partner zur Verfügung, der Hand bietet für die Überarbeitung der bestehenden Projektierung im Sinne eines Pilotprojekts unter Berücksichtigung des Aspekts Biodiversität und für die Durchführung der dafür notwendigen partizipativen Prozesse.

-        Die umfassende Sanierung führt zur Ausrichtung der Liegenschaft auf neue, für die Belange der Biodiversität sensibilisierte Zielgruppen, welche traditionell im Quartier nicht vertreten waren. Dies erleichtert die Gewinnung von Akzeptanz für die Umsetzung neuer Ansätze in der Umgebungsgestaltung.

-        Eine erfolgreiche Sensibilisierung bzw. «Schulung» der zukünftigen Mieter für die Belange der Biodiversität und den Umgang mit einer biodiversen Wohnumgebung (Nutzung, Pflege) hat Multiplikatoren Charakter für das ganze Quartier, Investoren und für ein weiteres, potenziell an naturnahen Wohnumgebungen interessiertes Publikum.

 

3. Finanzierungsstand

Die Kosten für die Planung und Durchführung des gesamten Pilotprojekts sind im beiliegenden Projektbeschrieb detailliert zusammengestellt. Der gesamte Finanzierungsbedarf ist auf CHF 145‘000 veranschlagt. Eine erste Teilfinanzierung durch das Bundesamt für Umwelt BAFU im Umfang von CHF 42‘000 für die Arbeiten einer ersten Phase (Vorbereitungs- und Konzept­arbeiten, Arbeiten im Bereich Ökologie) ist gesichert, eine weitere Teilfinanzierung von CHF 25‘000 beantragt und in Aussicht gestellt. Dazu kommen CHF 9‘000, die von der lokalen Agenda 21 der Stadt Bern in Aussicht gestellt wurden. Gesamthaft sind damit im Moment CHF 76‘000 gesichert. Der Finanzierungsbedarf beläuft sich noch auf CHF 69‘000. (Stand Dezember 2012). Für weitere anstehende Arbeiten, die schwergewichtig die Bereiche Partizipation und Evaluation umfassen, hat Stadtgrün Bern dem Bundesamt für Raumentwicklung ein Gesuch für eine Teilfinanzierung im Umfang von CHF 42‘000, gestellt. Die Finanzierung dieses Teiles wird gemeinsam mit dem Bundesamt für Wohnungswesen (BW0) getragen. Das BWO schliesst dazu einen separaten Vertrag ab.

Projektziele
(Deutsch)

Im Wesentlichen geht es beim vorgeschlagenen Projekt darum, die Projektierung der Umge­bungsgestaltung für die zu sanierende Siedlung Fröschmatt zu überarbeiten und durch ein geeignetes Pflege- und Nutzungskonzept zu ergänzen, so dass im Sinne der Biodiver­sitäts­strategie Schweiz eine beispielhafte, naturnahe Wohnumgebung entsteht. Ein zentrales Erfolgskriterium ist der partizipative Einbezug der Nutzer/innen und des Quartiers. Um die im Rahmen des Pilotprojekts gewonnenen Erfahrungen allgemein nutzbar zu machen, sind einerseits eine Evaluation in Form eines Berichts und andererseits der enge Einbezug der federführenden und weiterer Stakeholder vorgesehen. Das Pilotprojekt Fröschmatt ist so strukturiert, dass Gewähr für eine breite Nutzbarmachung der Ergebnisse besteht. Das Projekt sieht die Unterteilung in vier Teilprojekte vor:

-      Teilprojekt 1 umfasst die Projektkoordination. Sie sorgt für einen reibungslosen Projektverlauf und die Koordination zwischen den Teilprojekten 2 bis 4.

-      Teilprojekt 2 umfasst das Pilotprojekt im eigentlichen Sinn. Es ist als Musterplanung angelegt und soll über den Einzelfall hinaus geltende, praxisbezogene Erfahrungen und Erkenntnisse liefern. Dies insbesondere auch in Bezug auf die Entwicklung, Durchführung und Optimierung partizipativ angelegter Planungsprozesse.

-      Teilprojekt 3 umfasst die Evaluation und die Berichterstattung. Indem diese Aufgabe vom eigentlichen Pilotprojekt getrennt geführt wird, ist dafür gesorgt, dass der spezifische Evaluations-Blickwinkel von Beginn an einfliesst und die übergeordnete Sichtweise durch die operativen Belange der Projektumsetzung nicht «verdrängt» wird.

-      Teilprojekt 4 steht für einen (institutionellen) Begleitprozess, der sicherstellt, dass bereits vorhandenes Know-how und Erfahrungen in das Pilotprojekt einfliessen und die übergeordneten Fragestellungen – unter anderem in Bezug auf geeignete Modelle und Vorgehensweisen für eine nachhaltige, partizipativ organisierte Freiraumplanung im städtischen Raum – angemessene Berücksichtigung finden und die im Rahmen des Pilotprojekts gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen für die Stakeholder und Finan-zierungspartner nutzbar gemacht werden können.

Abstract
(Deutsch)

Im Pilotprojekt Fröschmatt konnte eine ökologische und partizipativ geplante Aussenraumgestaltung unter der Leitung der Stadt Bern erfolgreich umgesetzt werden. Es hat sich gezeigt, dass – erstens – die (hohen) ökologischen Zielsetzungen mit einer aktiven Aussenraumnutzung durchaus kompatibel sind, dass – zweitens – die Akzeptanz und die Bereitschaft zum Engagement für eine «authentische» naturnahe Wohnumgebung noch grösser sind als erwartet und dass – drittens – eine ökologische Aussenraumgestaltung in der Erstellung und im Unterhalt sogar günstiger zu stehen kommt als eine konventionelle Gestaltung.

Mit den im Pilotprojekt gewonnenen Erfahrungen und entwickelten Vorgehensweisen und Instrumenten stehen nun Grundlagen zur Verfügung, damit in Zukunft ähnlich gelagerte Projekte zur Aussenraumgestaltung fachlich fundiert und effizient geplant und durchgeführt werden können. Das ARE, BWO und BAFU nutzen die Ergebnisse, um sie in weiteren Situationen einzusetzen.

Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
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