Die Eindämmung der Treibhausgasemissionen gestörter/kultivierter Moorflächen ist praktizierter Klimaschutz und kann zukünftig auf internationaler Ebene auf das nationale Klimaziel angerechnet werden. Für eine wissenschaftlich fundierte Beurteilung fehlen gegenwärtig viele Grundlagendaten, welche die nationalen Verhältnisse repräsentieren. Darunter fallen insbesondere:
- eine genaue Kenntnis der Flächendaten von gestörten/kultivierten Moorflächen
- die weitgehend unbekannte räumliche und zeitliche Variabilität der einzelnen Treibhausgasflüsse in Mooren und ihre Abhängigkeit von den Standortfaktoren und der Nutzungsgeschichte.
Die Erkenntnisse aus diesem Projekts sollen dazu beitragen, das Klimaschutzpotential einer Moorregeneration in der Schweiz auf der Grundlage eines qualitativ hochwertigen Datensatzes besser beurteilen zu können. Mittelfristiges Ziel ist die Ausarbeitung einer Emissionsreduktionsstrategie. Hierfür sollen für primäre Fragen, wie zum Beispiel die Kriterienfestlegung für die Auswahl besonders geeigneter Moorflächen oder die Wasserstandsführung zur Minimierung der Methangenese nach einer Wiederbenässung, erste praktikable Antworten erarbeitet werden.