Die Resultate zeigen auf, dass sich die Technologie für eine Geschwindigkeitsbestimmung einsetzen lässt unter der Rahmenbedingung, dass Texturen vorhanden sind. Mittels in situ Aufnahme eines Fliessgewässers (z.B. Film iphone) und der zur Verfügung gestellten Applikation lässt sich eine Einschätzung machen, ob a priori ausreichend Strömungsinformation vorliegt.
Zur Zeit wird das Verfahren an zwei weiteren Standorten im Rahmen des laufenden Betriebs eingesetzt, um die Frage zu klären, ob auch geringe Muster eine Fliessgeschwindigkeitsbestimmung ermöglichen oder nicht (Hagneck). Bei der zweiten Station (Adelboden) soll die bestehende (schwierige) Fliessgeschwindigkeitsmessung unterstützt werden. Des Weiteren müssen noch Fragen der Kalibrierung im Hinblick auf einen grösseren Rollout geklärt werden.
In einer Voruntersuchung wurde gezeigt, dass die Methodik im Sinner einer stereoskopischen Verwendung erweitert werden kann, so dass auch ohne sichtbare Uferlinie ein Wasserstand ermittelt werden kann. Dies dürfte insb. in breiten Gerinnen von Interesse sein.
Während an der Pilotstation fixe Cams installiert waren, stehen in Hagneck und Adelboden schwenkbare Domecams im Einsatz. Sie bieten insb. den Vorteil der variablen Bildausschnittwahl und der Reduktion der Anzahl Geräte. Die Kameras lassen sich nebenbei auch einsetzen, um einen mehr oder weniger beliebigen Kontrollblick auf das Gerinne, die Schwelle etc. zu werfen.
Photrack hat in Anlehnung an die vorliegende Methode eine Smartphoneanwendung entwickelt, die einen mobile Einsatz ermöglicht. Die Feldaufnahme konzentriert sich auf die Georeferenzierung und das anschliessende Filmen eines Gewässers. Die Auswertung erfolgt auf einem zentralen Server (<http://imomohub.ch/?id=1-1027-1093-1098>).
Eine Erweiterung der Methode liesse gemäss Hersteller eine Detektion von Schwemmholz zu.