Die Bodenfruchtbarkeit wird durch chemische, biologische und physikalische Belastungen negativ beeinflusst. Während im Bereich der chemischen Bodenbedrohungen schon seit einiger Zeit standardisierte Methoden zur Beurteilung der Belastung vorliegen und angewendet werden, sind im Bereich physikalischer Bodenbedrohungen, insbesondere bezüglich Bodenverdichtung, noch methodische Fragen offen. Dies erschwert eine verbindliche Regulierung mit einer transparenten Methodenvorgabe im Rechtssatz.
Mit dem Forschungsprojekt STRUDEL (Soil sTRUctural Degradation for Environmental Legislation, Projektdauer 2012-2015) wurden die Nützlichkeit, die Anwendbarkeit und die Genauigkeit der Schrumpfungsanalyse zur Bestimmung von Referenzwerten für den Bereich der Bodenverdichtungen untersucht. Die bisher untersuchte Bodengruppe ist die Braunerde. Obwohl sie die Bodengruppe ist, welche im Schweizer Mittelland am meisten vorkommt, ist es wichtig, weitere wichtige Bodengruppen zu charakterisieren. Mit einer standardisierten Methode zur Bestimmung und Beurteilung von Bodenverdichtungen ist es möglich, den Bodenverdichtungszustand landesweit harmonisiert zu bestimmen und darüber zu berichten.