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Unité de recherche
OFAG
Numéro de projet
12.18
Titre du projet
Zukunftsfähige gewässerschonende landwirtschaftliche Produktion in der Schweiz

Textes relatifs à ce projet

 AllemandFrançaisItalienAnglais
Mots-clé
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Description succincte
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Méthodes
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Objectifs du projet
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Publications / Résultats
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Textes saisis


CatégorieTexte
Mots-clé
(Allemand)
Gewässerschutz, Wasserressourcen
Mots-clé
(Anglais)
water conservation, water resources
Mots-clé
(Français)
protection des eaux, ressources en eau
Description succincte
(Allemand)
Das BLW hat entschieden, im Rahmen des Nachhaltigen Ernährungssystem Schweiz (NES)-Projektes 16 "Nachhaltiger Hilfsstoff- und Technologieeinsatz", Grundlagewissen für den zieloptimierten Einsatz von Hilfsstoffen und Technologien, sowie für die Erhöhung der Effizienz in verschiedenen Teilbereichen der landwirtschaftlichen Produktion zu erarbeiten. Daraus sollen Lösungen zur Verminderung von Zielkonflikten bzw. zur Steigerung des vermarktbaren landwirtschaftlichen Ertrages bei gleichbleibendem Input aufgezeigt werden.
Die Eawag hat einen Vorschlag für ein Forschungskonzept unterbreitet, welches sich als Teil des NES-Projektes T6 versteht und sich insbesondere auf die Einwirkungen der landwirtschaftlichen Produktion auf die Wasserressourcen in der Schweiz konzentriert. Damit wird die Eawag eine Situationsund Defizitanalyse zu Wechselwirkungen im Bereich landwirtschaftliche Produktion und Zustand der Wasserressourcen in der Schweiz erstellen.
Das Forschungsprojekt liefert die Datengrundlagen für die politische Diskussion und Entscheidungsfindung in diesem Themenfeld sowie auch Lösungsvorschläge, die in die Strategie hin zu einer nachhaltigen Schweizer Landwirtschafts- und Ernährungspolitik mit einbezogen werden sollen. Die Datengrundlagen und Methoden stehen dem BLW zur Verfügung und lassen sich in Bezug auf andere Projekte nutzen und weiter ausbauen.
Méthodes
(Allemand)
Der methodische Ansatz lehnt sich an die Methoden der multi-kriteriellen Entscheidungs-unterstützung an. Eine besondere Stärke dieser Methoden ist, dass von Beginn an verschiedene Zielbereiche berücksichtigt werden, zwischen denen Wechselwirkungen bestehen. Im Falle der multifunktionalen Landwirtschaft, werden Faktoren, die Wechselwirkungen beeinflussen, produktionstechnischen, ökonomischen, ökologischen sowie sozialen und politischen Kategorien zugeordnet und integrativ analysiert. So erfolgen die Entscheidungen für nötige Massnahmen zur Erreichung eines Ziels unter Berücksichtigung der Konsequenzen auf die Nachhaltigkeitskategorien anderer Ziele. Dadurch lassen sich Handlungsmöglichkeiten herleiten, die einen optimalen, aber auch transparenten und nachvollziehbaren Kompromiss verschiedener Handlungsoptionen und im Idealfall Synergien ermöglichen. Damit verbessern sie die Nachhaltigkeit des Gesamtsystems.

Relevante Akteure (Forschung, Beratung, Verwaltung, Politik) werden früh in die Analyse mit einbezogen, um Ziele und Bewertungskriterien für die Zielerreichung zu beschreiben. Die landwirtschaftlichen Aktivitäten, gewässerschützerischen Massnahmen und Indikatoren, welche die Ziele einer multifunktionalen Landwirtschaft beschreiben, werden zusammengefasst. Dabei werden bekannte Produktionstechniken als Grundlage verwendet oder in einem kreativen Prozess neue technische Lösungen und Möglichkeiten zur Zielerreichung gesucht. Positive und negative Effekte, die sich aus der Umsetzung verschiedener Handlungsmöglichkeiten ergeben können, werden wissenschaftsbasiert ermittelt. Dabei werden regionale Unterschiede (Einzugsgebiete, Mittelland, Alpenraum, evtl. Jura) berücksichtigt. Danach wird der Nutzen ermittelt, der sich für die verschiedenen Interessensgruppen aus den Konsequenzen der Umsetzung einer Handlungsmöglichkeit ergibt und anschliessend analysiert. Die Analyse berücksichtigt rein sachliche Informationen, aber auch subjektive Wertvorstellungen. Diese werden zusammen mit schwierigen Abwägungen zwischen Interessen, die sich zum Teil widersprechen, transparent gemacht. Ergebnisse der Entscheidungsfindung sind daher nachvollziehbar und ermöglichen eine genauere Diskussion der Entscheidung über eines oder mehrere vorgängig definierte Ziele.
Objectifs du projet
(Allemand)
Das vorliegende Forschungskonzept versteht sich als Teil des NES-Projekt T6 ″Nachhaltiger Hilfsstoff- und Technologieeinsatz“ und konzentriert sich insbesondere auf die Einwirkungen des landwirtschaftlichen Produktion auf die Wasserressourcen in der Schweiz. Für relevante Zielkonflikte sollen Lösungen zu deren Verminderung aufgezeigt werden. Dabei wird dem heutigen Selbstversorgungsgrad der Schweiz grosse Beachtung geschenkt, d.h. er soll beibehalten werden. In Zusammenarbeit der Institutionen Eawag, BLW und Agroscope wird eine Situations- und Defizitanalyse zu Wechselwirkungen im Bereich landwirtschaftliche Produktion und Zustand der Wasserressourcen in der Schweiz erstellt. Daraus resultieren:

  • die landwirtschaftlichen Aktivitäten, gewässerschützerischen Massnahmen und Produktionstechniken, die dem Wasserökosystem den grösstmöglichen Schutz gewähren und dessen Resilienz bewahren,
  • die landwirtschaftlichen Produktionssysteme, die national und regional die Erreichung der Gewässerschutzziele bestmöglich unterstützen,
  • die für die politische Entscheidungsfindung relevanten Forschungsdefizite und Vorschläge, wie diese durch gemeinsame Aktivitäten behoben werden könnten,
  • die methodischen Ansätze der multi-kriteriellen Entscheidungsunterstützung, welche sich eignen, die politische Entscheidungsfindung auch für andere Bereiche der Landwirtschaft mit Zielkonflikten zu erleichtern.
Publications / Résultats
(Allemand)

Resultate

Die für eine gewässerschonende Landwirtschaft konfliktfreien Optionen fielen grösstenteils in den Themenbereich des Weidemanagements. Zwischen den gesellschaftlichen Zielen der Agrarproduktion und des Gewässerschutzes schienen vor allem Massnahmen der Revitalisierung, des Nährstoffmanagements und der ökologischen Ausgleichsflächen Konflikte auszulösen. Die detaillierten Resultate sind im Schlussbericht (liegt bei BLW) nachzulesen.

Schlussfolgerungen

Die erarbeitete Zielhierarchie liefert einen Überblick über die Breite und Komplexität des Themas. Gemäss der Idealvorstellung der MCDA können sowohl der aktuelle wie der erwartete Zustand nach Einführung definierter Massnahmen mit messbaren Attributen quantifiziert werden. Über Wertfunktionen kann die Zielerreichung ermittelt werden. Im Rahmen der Projektbearbeitung zeigte es sich jedoch, dass viele der notwendigen Grundlagen und Daten nicht vorliegen. Zudem zeigte sich, dass die Anwendung der MCDA-Methodik in der jetzigen Form für ein Problem der vorliegenden Komplexität und Vielfalt kaum praktikabel ist. Eine Vereinfachung der Methode und die Überprüfung der messbaren Indikatoren und der Formalisierung der Wertungen von Zielen sollten angegangen werden.

Das Projekt konnte eine Zielhierarchie und eine Liste an Handlungsoptionen ausarbeiten sowie Forschungsbedarf aufdecken, das gesetzte Ziel der Identifizierung von konkreten Lösungsvorschlägen jedoch nicht erreichen. Die Methode wurde als unpassend für die komplexe Fragestellung befunden.