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Forschungsstelle
BASPO
Projektnummer
FG13-01
Projekttitel
Effects of specific short- and long-term physical education intervention on the executive functions of primary school children / Effekte spezifischer kurz- und langfristiger Schulsportinterventionen auf die exekutiven Funktionen von Primarschulkindern
Projekttitel Englisch
Effects of specific short- and long-term physical education intervention on the executive functions of primary school children / Effekte spezifischer kurz- und langfristiger Schulsportinterventionen auf die exekutiven Funktionen von Primarschulkindern

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KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Schulsportinterentionen
Primarschulkinder
Projektziele
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(Deutsch)

Zusammenfassung für Forschungsdatenbank ARAMIS

Geht es um Bewegung und Sport in der Schule, herrscht in der öffentlichen Diskussion oft die Meinung vor, dass sich sportliche Aktivität nicht nur positiv auf den Körper, sondern auch auf den Geist auswirkt. So soll mehr Bewegung im Schulalltag zu verbesserter Konzentrationsfähigkeit, erhöhter Gedächtnis- und Schulleistung führen. Allerdings gibt es für das Kindes- und Jugendalter kaum wissenschaftliche Befunde, die diese Annahmen stützen. Zudem lassen die wenigen Studien zum Thema offen, welcher Sport oder welche Bewegung in welcher Inszenierungsform welche kognitiven Leistungen fördern soll. Aus diesem Grund wurden in der vorliegenden Studie einerseits die unmittelbare Wirkung von Sport (Kurzzeitstudie) und andererseits die Wirkung von Sportunterricht mit spezifischen Inhalten während sechs Wochen (Langzeitstudie) auf die sogenannten „exekutiven Funktionen“ (mentale Funktionen, mit denen der Mensch sein Verhalten steuert) von Kindern untersucht.

An der Studie nahmen 257 Kinder von 16 Klassen aus der Region Bern teil. Sie wurden sowohl in der Kurz- wie auch in der Langzeitstudie einem von vier Modulen mit unterschiedlichem Grad an kognitiver und körperlicher Aktivierung zugeteilt. Das Modul Sportspiele vereinte kognitiv und körperlich anspruchsvolle Aktivitäten mit dem Ziel, die exekutiven Funktionen im Sportunterricht zu trainieren. Das Modul Ausdauer bestand in der Kurzzeitstudie aus verschiedenen Laufspielen und beabsichtigte in der Langzeitstudie die Verbesserung der Ausdauerleistungsfähigkeit der Kinder. Das Modul kognitive Spiele bestand aus Kartenspielen, die zur Förderung exekutiver Funktionen konzipiert wurden. In der Langzeitstudie wurden diese Spiele zweimal pro Woche im Klassenzimmer durchgeführt. Als Kontrollbedingung diente in der Kurzzeitstudie eine passive Bedingung bei der sich die Kinder ein Hörbuch anhörten und bei der Langzeitstudie normaler Sportunterricht ohne spezifische Inhalte. Vor und nach der Kurz- sowie der Langzeitintervention wurden die exekutiven Funktionen der Kinder mit computergestützten Aufgaben gemessen.

Die Ergebnisse der Kurzzeitstudie zeigten, dass die Kombination von körperlicher und kognitiver Aktivierung die womöglich vielversprechendste Art von Intervention ist, um gewisse Bereiche der kognitiven Leistung unmittelbar zu verbessern. Werden im Schulalltag Pausen eingelegt mit dem Ziel, dass Kinder anschliessend kognitiv leistungsfähiger sind, scheint somit eine Kombination von körperlicher und kognitiver Aktivierung die beste Variante zu sein.

Die Ergebnisse der Langzeitstudie zeigten, dass die Förderung bestimmter exekutiver Funktionen nicht nur durch ein rein kognitives Training, sondern auch eingebettet in den Sportunterricht möglich ist. Sportunterricht mit spezifischen Inhalten scheint somit zu besserer kognitiver Leistung in bestimmten für den Schulalltag relevanten Bereichen zu führen.

Die vorliegende Studie unterstützt bisherige Befunde, die darauf hinweisen, dass sowohl kurz- wie auch langfristige Sportinterventionen einen positiven Einfluss auf die kognitive Leistung von Kindern haben können und sie unterstreicht die Forderung nach mehr und gezielter Bewegung im Schulalltag und im Sportunterricht.