Etliche der neuen elektronischen Technologien, die in den letzten Jahren auf den Markt gekommen sind, arbeiten mit mittelfrequenten Wechselströmen. Beispiel dazu sind die Induktionskochherde, die sowohl in der Berufswelt als auch im privaten Bereich auf Grund ihrer Vorteile vermehrt anzutreffen sind. Die Wechselströme dieser Herde erzeugen mittelfrequente elektromagnetische Felder, die im Körper einer exponierten Person ihrerseits wieder Ströme hervorrufen. Da diese Ströme ab einer bestimmten Grösse die Gesundheit gefährden können, müssen Induktionskochherde entsprechende Grenzwerte einhalten.
Im Auftrag des BAG wurden in zwei Studien die magnetischen Felder von Induktionskochherden für Privathaushalte gemessen. Eine weitere Studie des SECO und BAG hat die Magnetfelder bei Gastroherden bestimmt.
Das Konzept der heutigen Grenzwerte stammt aus dem Jahre 1998 und bezieht sich auf die Ströme, die im Zentralnervensystem als Folge der Magnetfelder fliessen. Neue Grenzwertempfehlungen, die aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse aufnehmen sollen, sind von der International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection (ICNIRP) im Jahr 2010 veröffentlicht worden. Sie basieren auf einem grundsätzlich anderen Konzept, das auf die Belastung mit elektrischen Feldern abstellt, neben dem Zentralnervensystem auch das periphere Nervensystem miteinbezieht und im Vergleich zu den Grenzwerten von 1998 abgeschwächte Sicherheitsfaktoren beinhaltet. Die vorliegende Studie soll die Ergebnisse der bereits existierenden Studien neu auf den Grundlagen der neuen ICNIRPEmpfehlungen von 2010 analysieren, die Ausschöpfung dieser Grenzwertempfehlungen überprüfen als sich auch Kritiken annehmen.