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Forschungsstelle
BAFU
Projektnummer
8T20/12.0079.KP
Projekttitel
Evaluation Bauabfälle und Baustoffe der Zukunft

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Umsetzung und Anwendungen
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Bauabfälle
Baustoffe
Innovation
Nachhaltigkeit
Entsorgung
Materialeffizienz
Baustoffstandards
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Damit Standards im Hoch- und Tiefbau für die Recyclierbarkeit der eingesetzten Baumaterialien definiert werden können, ist zunächst eine Evaluation der Bauabfälle und Baustoffe der Zukunft notwendig. Es ist zu klären, welche Baustoffe werden zukünftig in welchen Mengen, mit welcher Materialzusammensetzung mit welchen Technologien für welche Anwendung eingesetzt. Weiter ist zu klären welche Arten von Bauabfällen zukünftig in welchen Mengen, mit welchen Materialzusammensetzung, mit welchen Schadstoffgehalten und welchen allfälligen Behandlungsmöglichkeiten an welchem Ort anfallen werden. Dabei sind zunächst prioritär die bautechnisch und mengenmässig bedeutend Baustoff- und Bauabfallarten zu berücksichtigen. Mittels dieser ersten Analyse bzw. Auslegeordnung ist in einem ersten Projekt eine Multikriterienanalyse, als Integration ökologischer, ökonomischer, bautechnischer und planerischer Überlegungen zu erarbeiten. Diese dient als Entscheidungshilfe für ein nachhaltiges Management im Baustoff-Bauabfallkreislauf. Dabei wird die Materialeffizienz der zukünftigen Baustoffe bezüglich ihres Einsatzes ein grosse Rolle spielen, da die Nutzung der heutigen Primärrohstoffen, einerseits die Rohstofffunktion des Bodens vernichtet und andererseits die Bautechnik auch neue Wege geht. Zudem ist der gesellschaftliche Wandel zu berücksichtigen, nämlich dass im Hochbaubereich nicht mehr nur nach" Bauen für die Ewigkeit" gestrebt wird und somit Bauabfälle früher zurück in den "Rohstoffkreislauf" kommen. Weiter ist zu berücksichtigen, dass das Bauwerk Schweiz nicht zur Schadstoffsenke Schweiz wird. Es ist zum Teil kurzfristig sogar mit Vorteilen für die Umwelt und die Wirtschaftlichkeit von einzelnen Projekten verbunden, dass Schadstoffe in Baustoffe eingebunden werden, langfristig werden diese Schadstoffe aber wieder freigesetzt und werden so erneut zu einem Problem mit erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen. Langfristig sollten Baustoffe so designt sein, dass sich die beim Rückbau anfallenden Sekundärrohstoffe nicht oder nur unwesentlich von den Primärrohstoffen unterscheiden.
Projektziele
(Deutsch)
  • Analyse über die umfassende Beschaffenheit zukünftiger Bauabfälle und Baustoffe
  • Erste Grundlage, um allgemeine Baustoffstandards zu definieren, welche je nach Baustoffart dann zu einem späteren Zeitpunkt zu konkretisieren sind.
  • Auskunft über die technischen Entwicklungen und Entwicklungen im Bereich der Baumaterialien
  • Definition erster allgemeiner Baustoffstandards
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
Als Entscheidungsgrundlage für mögliche Massnahmen zur Steuerung der Bauabfälle der Zukunft wurden in einem ersten Schritt die aktuellen Material- und Abfallflüsse und deren Zusammensetzung aus der Bauwirtschaft erhoben. Dazu wurde das im Bauwerk Schweiz (Hochbau und Infrastruktur) vorhandene Materiallager bilanziert und aufgrund der Bautätigkeit der Materialbedarf und der Bauabfallanfall modelliert. Die Ergebnisse wurden in zwei separaten Berichten zum Bauwerk (Bauabfälle in der Schweiz; Hochbau und Tiefbau) und die Materialflüsse im Bericht zum KAR-Modell (Das Kies, Aushub und Rückbaumodell für die Schweiz) publiziert. Zudem wurden aufgrund von Statistiken und Angaben von Branchenverbänden materialspezifische Grundlagen zu den verschiedenen Baumaterialien erhoben (Evaluation von Baustoffen und Bauabfällen). Ausserdem wurden aktuelle Entwicklungen bei der Aufbereitung von Rückbaumaterial genauer angeschaut und die bestehenden Probleme analysiert (Situationsanalyse der Aufbereitung mineralischer Bauabfälle). Daneben wurden verschiedene Untersuchungen zu asbesthaltigen Bauteilen und Bauabfällen durchgeführt, da diese für die Entsorgung eine zunehmende Herausforderung darstellen.
Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
Zugehörige Dokumente