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Forschungsstelle
EFK
Projektnummer
11418
Projekttitel
Ausstieg und Nachhaltigkeit der Schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
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Erfasste Texte


KategorieText
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Ausstieg und Nachhaltigkeit der Schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit

Eine Ex-post Analyse von 14 Projekten in Südafrika und Indien

De Schweiz engagiert sich seit Jahrzehnten aktiv in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Dies geschieht im Rahmen von bilateralen und multilateralen Engagements in ausgewählten Ländern. Die dafür zur Verfügung gestellten Mittel des Bundes betrugen 2012 insgesamt rund
2.8 Milliarden Franken. Den grössten Anteil hiervon beanspruchte mit 1.65 Milliarden Franken die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA). Die DEZA ist die Agentur für internationale Zusammenarbeit des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten.

Primäres Ziel der vorliegenden Evaluation war es, anhand einer Auswahl von 14 langjährig abgeschlossenen Projekten in Südafrika und Indien, den aktuellen Entwicklungsstand der ehemaligen DEZA Vorhaben zu untersuchen. Dabei wurden die Verläufe der abgeschlossenen Projekte, unter besonderer Berücksichtigung der Ausstiegsszenarien des Geberlandes Schweiz, und deren Zielerreichung rückblickend nachgezeichnet. Des Weiteren wurde mittels Besuchen vor Ort ein Bild über die aktuelle Situation aufgenommen.

Die Ermittlung nachhaltiger Aspekte in der Entwicklungszusammenarbeit ist komplex

Die internationale Entwicklungszusammenarbeit verstärkt seit Jahren den Anspruch auf eine dau­erhafte Fortsetzung der erzielten Nutzen und Wirkungen eines Programms oder Projekts, auch nach dessen Beendigung. Ex-post Evaluationen gewinnen daher mehr und mehr an Bedeutung zur Beurteilung von nachhaltigen Effekten. Solche Untersuchungen, welche Jahre nach Projektabschluss oder nach dem Ausstieg eines Geberlandes erfolgen, sind jedoch noch spärlich. Grund hierfür ist die Tatsache, dass die Messung nachhaltiger Aspekte immer noch ein komplexes und schwieriges Unterfangen darstellt.

Vor diesem Hintergrund gilt es zu berücksichtigen, dass auch die Ergebnisse zur Nachhaltigkeit im Rahmen dieser Untersuchung primär als Einschätzungen aufzufassen sind. Die Beurteilungen seitens der interviewten Personen sowie des Projektteams sind auf Basis der beschränkten Mo­mentaufnahmen vor Ort zu betrachten.

Messung der Zielerreichung in der Entwicklungszusammenarbeit ist nur ansatzweise möglich

Viele Ziele innerhalb der untersuchten Projekte sind sehr allgemein formuliert und eine exakte Prüfung der Zielerreichung auf Basis der vorhandenen Dokumentationen bzw. Aussagen der Interviewpartner erweist sich als schwierig, da relevante Zielwerte und Parameter oftmals fehlen. Somit sind die Bewertungen in hohem Masse interpretationsabhängig. Erschwerend kommt hinzu, dass zahlreiche Zielsetzungen von ihrer Definition und Formulierung her nicht eindeutig zugeordnet werden können. Es wird nicht klar, ob es sich hier um sogenannte Output-, Outcome- oder Impactziele handelt. Outputziele beziehen sich dabei auf nachweisbare Ergebnisse von Aktivitäten bzw. erbrachten Projektleistungen. Outcomeziele bezeichnen direkte Wirkungen auf die Zielgruppen und Impactziele streben in der Regel langfristige, generelle Wirkungen an. Insbesondere strategische und langfristig orientierte Zielsetzungen sind generell schwierig zu erreichen. Diese sind nur mit hohem Aufwand messbar und deren ermittelte Wirkungen sind oftmals nur begrenzt auf direkte Projektmassnahmen zurückzuführen. Erschwerend kommt hinzu, dass auch die Relevanz der jeweiligen Zielsetzungen eines Projektes variiert. Adäquate Indikatoren- und Monitoringsysteme, welche wesentliche Daten und Informationen liefern, erfahren hierbei einen noch zu wenig systematischen Einsatz.

Gemäss der Paris-Deklaration über die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit (2005) sol­len Projektziele für eine bestmögliche Wirkungsentfaltung verstärkt definiert, operationalisiert sowie mit konkreten Zielgrössen für deren Messung versehen werden. Die EFK unterstützt diese Ansprüche, da die zentralen Erfolgsfaktoren Wirksamkeit und Nachhaltigkeit in Entwicklungszusammenarbeitsprojekten und –programmen zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Zahlreiche «Projektspuren» können Jahre nach Abschluss noch gefunden werden

Generell lässt sich festhalten, dass aktuell in allen untersuchten Projekten zahlreiche «Projektspuren» gefunden werden konnten. Diese weisen jedoch in Qualität und Quantität unterschiedliche Formen auf. Die Spuren stehen in Abhängigkeit der Natur und Zielsetzung eines Projektes und sind daher mehr oder weniger direkt beobacht- und erfassbar. Insbesondere Zielsetzungen im Zusammenhang mit einer direkten finanziellen Unterstützung einer Organisation und deren Aktivitäten können überwiegend als erreicht eingestuft werden. Alle unterstützten Organisationen der untersuchten Projekten existieren noch heute und sind nach wie vor in den vormals unterstützen Kernbereichen tätig (institutionelle Nachhaltigkeit). Bei den nur teilweise erreichten Zielen standen im Gegensatz zu obengenannten Zielen nicht die Organisation, sondern ein Projekt und dessen Einwirkung auf die Zielgruppen im Vordergrund. Dabei sind zumeist mehrere Anspruchs- bzw. Zielgruppen involviert. Nach einem Projektabschluss sind diese in erster Linie alleine für eine erfolgreiche Weiterführung des ehemals unterstützten Vorhabens gefordert.

Die Ergebnisse der EFK zeigen insgesamt, dass sich die aktuelle Situation innerhalb der unter­suchten Vorhaben in verschiedene erwartete und teils unerwartete Richtungen weiterentwickelt hat. Des Weiteren zeigte sich, dass sich gewisse gewünschte Entwicklungen erst mit grösserer Verzögerung haben realisieren lassen. Die künftige Weiterführung der Vorhaben lässt sich nicht abschliessend beurteilen.

Der Projektrückzug der DEZA erfolgte in korrekter Art und Weise

Einleitend sei vermerkt, dass der zentrale Anstoss für den Ausstieg der Schweiz aus den damali­gen Projekten in Südafrika und Indien eine grundsätzliche Neuausrichtung der Entwicklungszusammenarbeitsstrategie seitens der DEZA war.

Der Ausstieg der Schweiz innerhalb der untersuchten Projekte erfolgte dabei nicht abrupt sondern vollzog sich in der Regel in mehreren Etappen. Der Ausstieg der Schweiz wurde von der überwie­genden Mehrheit der Befragten als beispielhaft und angenehm beschrieben. Nicht nur wurden alle Beteiligten früh informiert, sondern es wurde darüber hinaus im Bedarfsfall sogar Hilfestellung im Hinblick auf eine optimale Weiterführung des Vorhabens geleistet. Dies entspricht den oft schon zu Beginn eines Projektes gelegten Grundsteinen einer guten Partnerschaft zwischen der Schweiz als Geberland und den beteiligten Institutionen bzw. Personen in den unterstützten Ländern.

Die Schweiz geniesst daher bis heute, in beiden untersuchten Ländern, einen guten Ruf. Wenngleich keine überprüfbaren Vergleichszahlen vorliegen, so kann doch ausgesagt werden, dass die Schweiz nicht nur während eines Projekts oder Programms, sondern auch Jahre danach noch als kooperativer und kompetenter Geldgeber und Partner wahrgenommen wird.


Ausstieg eines zentralen Geldgebers ist bedeutend für eine nachhaltige Weiterführung

Die EFK ging auch der Frage nach, inwiefern und in welcher Form bei der Weiterführung von Vor­haben mögliche Erfolgsfaktoren oder Risiken mitberücksichtigt und gezielt angegangen wurden. Je nach Projekt fallen hier die Ergebnisse sehr unterschiedlich aus. Im Rahmen des Ausstiegs wurde eine Analyse der möglichen Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren in den jeweiligen Projekten unter­schiedlich stark thematisiert. Ähnlich wie für den Ausstieg selbst bestehen auch hinsichtlich Risiko­analysen bei der DEZA keine einheitlichen und verbindlichen Vorgaben.

Insbesondere bei bilateralen Projekten mit nur einem oder wenigen Geldgebern besteht beim Aus­stieg eines zentralen Geldgebers die erhöhte Gefahr einer Zäsur in der Kontinuität eines Vorha­bens. Mit dem Ausstieg eines zentralen Geldgebers versiegt nicht nur die wesentliche Einnahme­quelle für eine Weiterführung, sondern auch die wertvolle Unterstützung des Geldgebers. Eine Verbindlichkeit (Commitment) der involvierten Gruppen gegenüber dem gemeinsamen Projekt ist dann zumeist nicht mehr gegeben.

Der Ausstieg eines Geberlandes kann daher eine Situation grundlegend verändern mit wesentli­chen Konsequenzen für die dauerhafte Fortsetzung eines Vorhabens. Daher gilt es, den Aspekten Projektabschluss, Ausstieg und Weiterführung eines Vorhabens von Beginn an genügend Beach­tung zu schenken. Die Bemühungen einer jahrelangen Kooperation und die intensiv erarbeiteten Ergebnisse können sonst schlagartig zunichte gemacht werden.

Untersuchte Projekte zeigten hohen Bedarf und Innovation, sind aber mit Risiken verbunden

Das Engagement der DEZA in den beiden betrachteten Ländern zeichnete sich durch verschie­dene spezifische Merkmale aus. Nahezu alle Projekte wiesen anfangs einen hohen Unterstützungsbedarf auf. Viele Projekte wurden in «Nischenbereichen» lanciert, d.h. es wurden Organisationen oder Projekte unterstützt, welche sich eher abseits der «Trampelpfade» von Entwicklungshilfeorganisationen befinden und wo nur wenige andere Geber zu finden sind. Zudem weisen einzelne Projekte ein hohes Innovationspotenzial auf, was von den interviewten Personen immer wieder bestätigt wurde.

Weil die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit vorwiegend kleinere Projekte von durchschnitt­lich 3 bis 5 Mio. Franken unterstützte, sind den Vorhaben in Bezug auf deren Breitenwirksamkeit und Nachhaltigkeit gewisse Grenzen gesetzt. Projekte dieser Grössenordnungen haben es eher schwer, substanzielle, dauerhafte und auf breiter Basis verankerte Verbesserungen zu erwirken. Selbstverständlich ist damit nicht ausgeschlossen, dass primär auf lokaler bzw. regionaler Ebene verschiedene positive und auch langfristige Effekte erzielt werden können. Nachhaltige Effekte auf überregionaler bzw. nationaler Ebene hingegen dürften mit dem von der DEZA gewählten Ansatz jedoch schwieriger realisierbar sein. Zudem sah diese «Nischen-Hilfspolitik» der DEZA nicht immer eine direkte und aktive Beteiligung von zuständigen lokalen Akteuren wie zentralen Regierungsstellen vor. Zwar werden die DEZA-Projekte zu Beginn oder während der Projektlaufzeit von der lokalen Regierung zumeist begrüsst. Eine allfällige Übernahme sowie Sicherstellung einer weiterführenden Unterstützung des abgeschlossenen Vorhabens durch lokale Akteure ist jedoch damit keineswegs gesichert.

Projektdokumentation als zentrale Informationsquelle für Erfahrungsauswertungen

Bei der vorliegenden Untersuchung stützte sich die EFK, als wesentliche Informationsquelle, auf das interne Dokumentenmanagementsystem der DEZA. Die Sichtung der vorliegenden Dokumente zeigte, dass der jeweilige Stand der Projektinformationen sehr heterogen ausgeprägt war. Während bei einzelnen Projekten umfassendes Dokumentationsmaterial vorhanden war, lagen für andere Projekte nur wenige Grundlagendokumente vor. Teilweise mussten weitere Dokumente in den zuständigen Koordinationsbüros in Südafrika und Indien gesucht und zugestellt werden. Dies gestaltete sich bisweilen als recht aufwendig. Die Sichtung der Dokumente ergab viele wertvolle Hinweise zum generellen Verständnis des Projektes sowie zu den jeweiligen Projektzielen.

Die EFK ist der Ansicht, dass eine möglichst vollständige und zentral abgelegte Projektdokumentation von Nöten ist. Diese stellt eine relevante Informationsquelle für die verschiedenen Aspekte eines Projektes wie beispielsweise Zielerreichung und Risikofaktoren dar. Nicht zuletzt können diese Informationen für zukünftige Projekte als Basis für Lernprozesse oder für die Erarbeitung von Leitfäden im Sinne einer «good practice» dienen.

Risikoeinschätzung als Erfolgskriterium für Umsetzung und Weiterführung von Projekten

Im gleichen Masse wie die zuvor genannte heterogene Dokumentenablage sind auch die formu­lierten Risikoeinschätzungen (Identifizierung potenzieller Projektrisiken) in den jeweiligen Projektdokumenten quantitativ und qualitativ sehr unterschiedlich ausgestaltet. Während auf der einen Seite gute Risikoeinschätzungen zum Projekt und/oder zum Kontext bestehen, fehlen derartige Angaben bei anderen Projekten nahezu gänzlich. Es sind jedoch gerade diese Informationen, wel­che auf mögliche Fallstricke bei der Projektumsetzung und –zielsicherung hinweisen. Diese können den langfristigen Erfolg oder Misserfolg eines Projektes frühzeitig mitentscheiden.

Die EFK ist daher der Ansicht, dass systematisch und einheitlich erarbeitete Risikoanalysen im Rahmen von Projektinitiierungen bereits erste nützliche Hinweise für eine bestmögliche Umsetzung und Weiterführung von Projekten liefern können. Bei Bedarf sind diese jeweils an aktuelle Ent­wicklungen während der Projektumsetzung anzupassen.

Gezielt eingesetzte «Ex-post-Analysen» können Mehrwert schaffen

Vor dem Hintergrund der Paris-Deklaration über die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit sind auch entsprechende Anpassungen der bisherigen Evaluationspraxis zu überdenken. Die EFK ist der Meinung, dass unter dem Gesichtspunkt «profitieren von Ergebnissen und Erfahrungen von ausgewählten abgeschlossenen Projekten» gezielt eingesetzte Ex-post-Untersuchungen, einige Jahre nach Abschluss der Unterstützung eines Projektes, durchaus wertvollen Input für die künftige Ausgestaltung, die Umsetzung und insbesondere den Abschluss sowie die Weiterführung von Projektkonzepten und -zielen liefern. Dies sollte durch unabhängige Personen oder Organisationen vor Ort geschehen. Auf diese Weise können verlässlichere Erfolgsfaktoren für wirkungsvolle und nachhaltige Projekte ermittelt und mit DEZA-Projektpersonalschulungen gezielt gefördert werden.

Die Empfehlungen zuhanden der DEZA

Die Empfehlungen der EFK zuhanden der DEZA betreffen primär das Projektmanagement bezüg­lich eines optimalen Ausstiegs und einer möglichst dauerhaften Fortsetzung von Nutzen und Wir­kungen von Entwicklungshilfeprojekten, auch nach deren Beendigung:

  • Definition von internen Vorgaben für den Projektabschluss
  • Verbesserung der Zieldefinition im Hinblick auf die Messbarkeit der Zielerreichung
  • Sicherstellung einer aktiven und einer einheitlichen Projektdokumentation
  • Systematisches Monitoring zentraler Risikobereiche innerhalb von Projekten
  • Förderung von «Ex-post-Untersuchungen» bei ausgewählten Schlüsselprojekten.
Kurzbeschreibung
(Englisch)

Exit and sustainability of Swiss developmental cooperation

Ex-post analysis of 14 projects in South Africa and India 

Switzerland has been actively engaged in international development cooperation for decades. This cooperation takes place within the framework of bilateral and multilateral commitments in selected countries. The federal funds made available for this purpose totalled approximately 2.8 billion Swiss francs in 2012. With a budget of 1.65 billion Swiss francs, the Swiss Agency for Development and Cooperation (SDC) accounted for most of this amount. The SDC is the international cooperation agency of the Federal Department of Foreign Affairs.

The primary objective of the present evaluation was to examine the current development state of former SDC supported projects on the basis of a selection of 14 projects in South Africa and India completed many years ago. In the process, the development of the completed projects and the achievement of their objectives were traced back, taking particular account of Switzerland’s exit scenarios as donor country. Moreover, the current situation was assessed through onsite visits.

Investigating sustainable aspects of development cooperation is complex

For many years now, international development cooperation has been advocating the long-term continuation of benefits and effects achieved by a programme or project, also after its completion. Consequently, ex-post evaluations are becoming increasingly important for assessing the sustainability of effects. However, only few studies taking place years after a project has ended or the donor country has withdrawn its supports, have been conducted so far. This is mainly because the measurement of sustainable aspects still remains a complex and difficult undertaking.

Against this backdrop, the sustainability results of this study need to be apprehended with above limitation in mind. These results are primarily assessments by the people interviewed and by the project team, based on the limited snapshots gained during the onsite visits.

Measuring the goal achievement in development cooperation has many limitations

Many objectives of the projects examined were formulated in a very general manner and frequently relevant target values and parameters were missing. Therefore a precise examination of the objectives achievement based on the available project documentation and interviewees' statements was difficult. Thus, the judgments in this study rely heavily on interpretations. To complicate matters further, many objectives cannot be clearly classified in terms of their definition and formulation. It is unclear, whether they are output, outcome or impact objectives. As the name indicates, output objectives refer to verifiable results of activities or project achievements. Outcome objectives refer to direct effects on the target groups, while impact goals generally seek to achieve broader effects in the long run. The latter objectives in particular, which are of strategic and long-term nature, are generally difficult to achieve. Their measurement also requires much effort and frequently identified effects can only be partially linked back to the project measures. An additional difficulty arises through the fact that the relevance of these different objectives varies across projects. Adequate indicators and monitoring systems that provide essential data and information are still not used systematically.  

According to the Paris Declaration on Aid Effectiveness (2005), to ensure best possible effects, project objectives should be clearly defined, operationalized and have concrete target values that allow their measurement. The SFAO supports these requirements, as effectiveness and sustainability are becoming increasingly important as key success factors for development cooperation projects and programmes.

Numerous “project footprints” can still be found years after their completion

It can generally be noted that, at present, numerous “footprints” could still be found in all of the projects audited. These take different forms, however, in terms of quality and quantity. They are dependent on the project’s nature and objectives and therefore can be observed and grasped more or less directly. Particularly objectives associated with the direct financial support of an organisation and its activities can be considered as mostly achieved. All supported organisations in the projects examined still exist today and remain active in the core areas supported at the time (institutional sustainability). Only partially achieved were objectives, which focussed on a project and its influence on the target groups and therefore are distinct from aforementioned objectives, which targeted an organisation. In most cases there were several stakeholders or target groups involved. When the project ends these groups are primarily responsible to ensure the successful continuation of the previously supported activity on their own.

The SFAO's findings show in general that the current situations of the projects audited have developed in various expected and a few unexpected directions. Furthermore, some desired developments could only be achieved with major delays. No final judgment can be made on the further continuation of the former projects.

The SDC withdrew from projects in a correct manner

As a preliminary remark, it should be emphasised that the key trigger for Switzerland's exit from projects in South Africa and India was a fundamental change of orientation regarding the SDC's development cooperation strategy.

In the case of the projects audited, Switzerland's exit was not abrupt; it generally took place in several stages. The vast majority of interviewees described Switzerland's exit as exemplary and pleasant. Not only were all of those involved informed early on, help was also provided where needed to facilitate the optimal continuation of the former projects. This sows the good partnerships, which was frequently established already from the beginning, between Switzerland and the institutions or persons involved in the recipient countries.

Therefore to this day, Switzerland has a good reputation in both countries where the projects took place. Even in the absence of auditable comparative figures, it can nevertheless be stated that not only during a project or programme, but years later Switzerland is still considered to be a cooperative and competent donor and partner.

The exit of a key donor is important for sustainable continuation

The SFAO also looked into how and to what extent possible success factors or risks for the former project’s continuation were taken into account and addressed in a targeted manner. The results varied significantly depending on the project in question. During Switzerland's exit, the analysis of possible factors for success or failure was discussed in varying detail across the projects. There are no consistent and binding guidelines at the SDC for the risk analysis or project exit.

Particularly in bilateral projects with only one or a few donors, there is a heightened risk of a break in continuity when a key donor withdraws. With its exit, the project does not only loose a major source of revenue, but also the donor's valuable support. In most cases, the commitment of other stakeholders towards the shared project is put into question too.

A donor country's exit can thus fundamentally change the situation with major consequences for the former project's long-term continuation. Consequently, sufficient attention has to be paid right from the start to aspects of project completion, exit and continuation. Otherwise, the efforts of a longstanding cooperation and the hard worked for results can be jeopardized instantly.

Examined projects were needed and innovative, but associated with risks

The SDC's engagement in both countries had various specific characteristics. Almost all projects showed a significant need for support at the beginning. Many projects were launched in “niche areas”, i.e. support was given to organisations or projects, which were more or less "off the beaten track" for other development aid organisations and in areas, where few other donors were active. Moreover, some projects showed significant innovative potential, which was repeatedly confirmed by the interviewees.

As Switzerland's development cooperation mainly supported smaller projects with an average total funding of 3 to 5 million Swiss francs, they were limited in their scope regarding impact and sustainability. It is rather difficult for projects of that sort of size to achieve substantial, sustainable and broadly anchored improvements. Of course that does not exclude the possibility that primarily at local or regional levels various positive and long-term effects can be achieved. However, with the approach adopted by the SDC sustainable effects on a supra-regional or national level are likely to be more difficult to achieve. Furthermore, SDC’s “niche aid policy” did not always stipulate for direct and active involvement of competent local actors, such as central government offices. While SDC supported projects are mostly welcomed by the local government from the start or during the project, this does not ensure that local players will possibly take over project activities or show continued support to them after the project has ended.

Project documentation is a key source of information for evaluating lessons learned

In the case of this audit, the SFAO's key source of information was SDC’s internal document management system. The documents showed that the state of available project information varied greatly. While some project documentation was comprehensive, only basic documentation existed for others. In some cases, further documents had to be sought in the competent coordination offices in South Africa and India. At times this required much effort. But these documents provided much valuable information for understanding the project and the project objectives in question.

In SFAO’s opinion, a comprehensive and centrally filed project documentation is needed, as such documentation constitutes a relevant information source for the various aspects of a project, such as objectives achievement and risk factors. Last but not least, this information can provide the basis for learning processes or for developing good practice guidelines for future projects.

Risk assessment is a key to success for the implementation and continuation of projects

Similar to the heterogeneous documentation mentioned above, the risk assessments (identification of potential project risks) vary considerably in terms of quantity and quality. While good risk assessments existed for some projects and/or for the context, such data is missing almost entirely for other projects. However, it is precisely this information that can point to potential pitfalls in the project’s implementation and goal achievement and can help determine the long-term project success or failure early on.

Consequently in SFAO’s opinion, systematic and uniform risk analyses prepared within the framework of project planning can provide useful initial pointers for the best possible implementation and continuation of projects. If necessary, these have to be adapted to prevailing developments during project implementation.

Targeted ex-post analyses can create added value

Against the backdrop of the Paris Declaration on Aid Effectiveness, corresponding adjustments to existing evaluation practices need to be considered. To “profit from results and lessons learned from selected completed projects”, targeted ex-post analyses a few years after project completion provide valuable insights for future project development, implementation and, particularly exit, as well as for the continuation of project concepts and objectives. These ex-post analyses should be conducted onsite by independent persons or organisations. In this way, more reliable success factors for effective and sustainable projects can be identified and specifically promoted in SDC project staff training.

Recommendations for the SDC

The SFAO's recommendations for the SDC primarily concern the management of projects in regards to optimal withdrawal and long-term continuation of the benefits and effects of development aid projects and for the phase after project completion:

  • Define internal guidelines for the project completion
  • Improve the definition of objectives in terms of measurability of progress towards their achievement
  • Ensure active and consistent project documentation
  • Systematically monitor key risk areas within projects
  • Encourage ex-post analyses for selected key projects.
Kurzbeschreibung
(Französisch)

Retrait et durabilité de l’aide suisse au développement

Une analyse ex-post de 14 projets en Afrique du Sud et en Inde

La Suisse s’engage activement dans l’aide internationale au développement depuis des décennies, par le biais d’engagements bilatéraux ou multilatéraux. Les moyens alloués pour cela par la Confédération s’élevaient en 2012 à environ 2.8 milliards de francs. Une grande partie de ces fonds, à savoir 1.65 milliard de francs, est utilisée par la Direction pour le développement et la coopération (DDC) en tant qu’agence en charge de la coopération internationale au sein du Département fédéral des affaires étrangères.

Le but premier de cette évaluation était d’analyser, au travers de 14 projets terminés depuis quelques années en Afrique du Sud et en Inde, comment chaque projet s’est développé depuis le départ de la DDC. C’est pourquoi le déroulement de chacun de ces projets a été reconstitué, en tenant particulièrement compte de la manière dont la Suisse, en tant que pays donateur, s’est retirée du projet et en abordant la question de la réalisation des objectifs. Des visites sur place ont ensuite permis de saisir la situation actuelle.

L’examen de la durabilité de l’aide au développement est un défi !

L’aide internationale au développement insiste depuis des années sur la nécessité d’assurer la durabilité de l’utilité et des effets des programmes ou projets. Les évaluations ex-post rencontrent donc un intérêt grandissant pour apprécier la durabilité des effets. De telles investigations, menées quelques années après la fin du projet ou après le retrait d’un pays donateur, restent cependant encore rares, puisque la mesure de l’aspect durable constitue  toujours un défi extrêmement complexe.

Dans ce contexte, il est important de noter que, dans le cadre de cette évaluation, les résultats concernant la durabilité doivent en premier lieu être interprétés comme des estimations. Le jugement des personnes interviewées et de l’équipe de projet se fondent sur une perception ponctuelle lors de la rencontre sur place.

Mesurer l’atteinte des objectifs dans l’aide au développement n’est que partiellement possible

De nombreux objectifs, au sein des projets considérés, sont formulés de manière très générale et un examen exact de leur réalisation sur la base de la documentation ou des déclarations des interviewés s’est avéré difficile, étant donné la fréquente absence de valeurs-cibles ou de données pertinentes. Par conséquent, les estimations dépendent la plupart du temps d’une interprétation. La tâche se complique encore pour certains objectifs, lorsque leur définition  ou formulation n’est pas claire et ne permet pas de dire si le but poursuivi se réfère aux outputs, aux outcomes ou aux impacts. Les objectifs concernant les outputs se rapportent aux résultats mesurables des activités ou prestations fournies dans le cadre du projet. Les objectifs relatifs aux outcomes se réfèrent aux effets directs sur le groupe-cible, ceux relatifs aux impacts à tous les effets généraux à long terme. En particulier, les objectifs stratégiques et orientés sur le long terme sont en général difficiles à atteindre. Leur mesure requiert de grands efforts et les effets mesurés ne sont pas forcément liés directement aux mesures mises en œuvre dans le cadre du projet. La pertinence des objectifs attribués à un projet varie également, ce qui constitue un autre obstacle lors de l’évaluation. Des indicateurs ou systèmes de monitoring adéquats sont encore employés trop peu systématiquement, alors que ces solutions pourraient livrer des données et informations essentielles.

Selon la Déclaration de Paris (OCDE 2005), les objectifs des projets portant sur l’aide au développement devraient, pour garantir un meilleur déploiement des effets, être définis, opérationnalisés et être dotés de valeurs-cibles concrètes afin d’en faciliter la mesure. Le CDF soutient ces exigences, étant donné que l’efficacité et la durabilité constituent des facteurs de succès toujours plus importants dans les projets ou programmes d’aide au développement. 

De nombreuses « traces » des projets existent encore plusieurs années après leur fin

On constate généralement que pour tous les projets examinés, de nombreuses  « traces » peuvent actuellement encore être observées. Ces « traces » se distinguent toutefois tant en ce qui concerne la quantité que la qualité. Elles dépendent de la nature et du but visé par un projet et sont donc plus ou moins directement identifiables. En particulier, les objectifs en lien avec le soutien financier direct d’une organisation et de ses activités peuvent en général être considérés comme atteints. Toutes les organisations soutenues dans les projets retenus existent encore aujourd’hui et sont toujours actives dans les mêmes secteurs-clés (durabilité institutionnelle). Les objectifs seulement partiellement réalisés  concernent plutôt les soutiens visant un projet et ses effets sur les groupes-cibles, par opposition au soutien à l’organisation elle-même. Dans ce cas, il y a en principe plusieurs groupes-cibles impliqués. Après une interruption de projet, ces derniers sont touchés en premier lieu, restant seuls pour continuer à mener à bien le projet.

Les résultats du CDF montrent dans l‘ensemble que la situation actuelle des projets examinés a évolué dans différentes directions, parfois conformément aux attentes et parfois en partie de manière inattendue. Certains développements souhaités ont parfois été réalisés avec un retard conséquent. Les futurs développements que vont connaître les projets ne peuvent pas être appréciés de manière définitive.

Le retrait de DDC s’est effectué de manière correcte

Il convient de préciser préalablement que le retrait suisse des projets en Afrique du Sud et en Inde faisait suite à une réorganisation fondamentale de la stratégie d’aide au développement au sein de la DDC.

Le retrait de la Suisse des projets retenus n’a pas eu lieu de manière abrupte. Au contraire, il a en règle générale suivi plusieurs étapes. La sortie de la Suisse a été jugée exemplaire et faite en douceur par une grande majorité des personnes interrogées. Non seulement tous les participants ont été informés suffisamment tôt, mais une aide supplémentaire a parfois été offerte en cas de besoin, en vue d’assurer une poursuite optimale du projet. Cela correspond à l’esprit de partenariat fixé dès le début du projet entre la Suisse et les institutions ou personnes participantes dans les pays soutenus.

La Suisse jouit encore aujourd’hui d’une bonne réputation dans chacun des deux pays considérés. Bien qu’aucun chiffre ne puisse le démontrer, il est possible d’affirmer que la Suisse est considérée comme un pays donateur et un partenaire coopératif et compétent, non seulement pendant un projet ou un programme, mais aussi des années plus tard.

Le retrait d’un donateur central a des implications pour une poursuite durable

Le CDF s’est demandé, dans quelle mesure les différents facteurs de succès ou risques avaient été pris en compte et sous quelle forme ceux-ci avaient été traités en vue de la poursuite des projets. Les résultats sont très différents en fonction du projet. L’analyse des facteurs potentiels de succès ou d’échec après la fin du soutien n’a pas été thématisée aussi fortement dans tous les projets. De même que pour le retrait, la DDC ne dispose pas non plus de directives obligatoires et unifiées en ce qui concerne les analyses de risques.

Le plus grand danger lié au retrait d’un donateur central survient dans les projets bilatéraux comptant un seul ou peu de donateurs, où l’on peut craindre une rupture importante dans la continuité du projet. Avec le retrait d’un donateur central, non seulement la principale source financière disparaît pour la suite du projet, mais de plus les organisateurs perdent le précieux soutien qu’ils avaient. L’engagement (commitment) des groupes impliqués n’est ensuite la plupart du temps plus garanti.

La sortie d’un pays donateur peut donc changer drastiquement une situation, ce qui a des conséquences considérables pour la continuité d’un projet. Il s’agit donc d’accorder dès le début la plus grande importance aux modalités de retrait et de poursuite du projet indépendamment du soutien de la Suisse. Sinon, les efforts pour établir une coopération de longue durée et les résultats acquis par un travail de longue haleine peuvent être soudainement anéantis.

Les projets évalués ont répondu à des besoins importants et fait preuve d’innovation, mais ils comportent des risques

L’engagement de la DDC dans les deux pays considérés se caractérisait par divers éléments  spécifiques. Presque tous les projets affichaient à leur commencement un important besoin de soutien. Beaucoup de projets ont été lancés dans des « domaines de niche », ce qui signifie que les organisations ou projets soutenus sortaient des « sentiers battus » de l’aide au développement classique. Il s’agissait donc de domaines où seuls peu de donateurs osaient s’aventurer. De cette manière, ces projets affichaient un grand potentiel d’innovation, ce que les personnes interrogées ont toujours confirmé.

L’aide suisse au développement s’est concentrée principalement sur des petits projets (en moyenne entre 3 et 5 millions de francs), ce qui implique que ces projets sont confrontés à certaines limites en termes d’efficacité et de durabilité. Les projets de cette taille ne peuvent que difficilement provoquer de changements substantiels et durables sur un large spectre. Il n’est évidemment pas exclu que différents effets positifs et de longue durée apparaissent à l’échelle locale et régionale. En revanche, compte tenu de l’approche choisie par la DDC, il est difficilement réalisable d’atteindre des effets durables au niveau suprarégional ou national. En outre, cette « politique d’aide de niche » de la DDC ne prévoyait pas toujours une participation directe et active des acteurs locaux responsables ou des autorités centrales. Certes les projets de la DDC étaient la plupart du temps salués par le gouvernement dès leur début ou pendant le projet. Cependant, cela ne garantit en aucun cas une reprise ni la poursuite d’un soutien par les acteurs locaux après l’arrêt du projet.

La documentation sur les projets comme source d’information centrale pour le partage des expériences

Pour cette évaluation, le CDF s’est appuyé en grande partie sur le système interne de gestion des documents de la DDC. Il s’agit de la source d’information principale. L’observation de ces documents a montré que l’état des informations sur les projets était très hétérogène. Alors qu’il existe pour certains projets une documentation complète, d’autres ne comptent que quelques documents de base. Des documents supplémentaires ont parfois dû être réclamés auprès des bureaux de coordination responsables en Afrique du Sud et en Inde, ce qui a requis beaucoup d’efforts. La lecture des documents a donné de précieux renseignements sur la compréhension du projet, mais également sur les objectifs.

Le CDF estime qu’une documentation si possible complète et archivée en un seul lieu est nécessaire. Il s’agit d’une source d’information pertinente à propos des différents aspects d’un projet, aussi bien que sur la réalisation des objectifs et sur les facteurs de risques. Tout particulièrement, ces informations peuvent servir de base au processus d’apprentissage ou à la préparation de guides, en tant que «good practice» pour les projets futurs.

L’évaluation des risques en tant que facteur de succès pour la mise en œuvre et la continuation des projets

De même que l’état de la documentation est très hétérogène, les estimations à propos des risques (identification des risques potentiels pour le projet) formulées dans les divers documents sont quantitativement et qualitativement très variables. Alors que d’un côté l’on dispose de bonnes évaluations des risques relatifs au projet et/ou au contexte, de telles indications sont presque totalement absentes dans d’autres projets. C’est cependant justement ce type d’informations qui renseigne à propos des éventuelles embûches lors de la mise en œuvre et de la poursuite du projet. Elles peuvent, lorsqu’elles sont élaborées à temps, avoir une influence sur le succès ou l’échec à long terme du projet.

Le CDF est d’avis que des analyses de risques menées systématiquement et de manière standardisée au moment du lancement du projet peuvent directement livrer de premiers renseignements utiles pour une réalisation et une poursuite optimale des projets. Le cas échéant, elles peuvent être adaptées en fonction des nouveaux développements durant la mise en œuvre du projet.

Des «analyses ex-post» menées de manière ciblée peuvent créer une plus-value

Dans le contexte de la Déclaration de Paris sur l’efficacité de l’aide au développement, des améliorations de la pratique actuelle de l’évaluation peuvent aussi être envisagées. Dans l’intention de «profiter des résultats et des expériences provenant de projets antérieurs sélectionnés», le CDF estime que des analyses ex-post ciblées, réalisées quelques années après l’interruption du projet, peuvent tout à fait livrer des inputs précieux pour l’organisation, la mise en œuvre et particulièrement pour le retrait futurs, aussi bien que pour la poursuite des concepts et objectifs. Ces évaluations doivent être menées sur place par des personnes ou organisations indépendantes. De cette manière, il est possible d’identifier des facteurs de succès fiables en vue de projets efficaces et durables. Ces facteurs doivent ensuite être communiqués grâce à la formation du personnel au sein de la DDC.

Les recommandations à l’égard de la DDC

Les recommandations que le CDF adresse à la DDC concernent en premier lieu le management de projet et visent un retrait optimal dans le souci d’assurer à long terme l’utilité et les effets des projets d’aide au développement:

  • Définition de directives internes concernant le retrait d’un projet
  • Amélioration de la définition des objectifs, de manière à ce que leur réalisation des objectifs soit mesurable
  • Mise en place d’un archivage actif et standardisé de la documentation de projet
  • Monitoring systématique des zones à risques principales pendant la réalisation du projet
  • Réalisation d’enquêtes « ex-post » pour certains projets-clés sélectionnés.
Kurzbeschreibung
(Italienisch)

Ritiro e sostenibilità della cooperazione allo sviluppo svizzera

Un’analisi retrospettiva di 14 progetti in Sudafrica e India

Da decenni la Svizzera si impegna attivamente nella cooperazione allo sviluppo internazionale. Questo avviene nel quadro di impegni bilaterali e multilaterali in Paesi scelti. Nel 2012, i fondi messi a disposizione della Confederazione ammontavano a circa 2,8 miliardi di franchi.
La Direzione dello sviluppo e della cooperazione (DSC) ha sollecitato la maggior parte di queste risorse, ovvero 1,65 miliardi di franchi. La DSC è l’agenzia per la cooperazione internazionale del Dipartimento federale degli affari esteri (DFAE).

L’obiettivo principale della presente valutazione era indagare sullo stato attuale di sviluppo degli ex progetti della DSC. A tale scopo sono stati scelti 14 progetti in Sudafrica e India conclusi già da tempo. Abbiamo pertanto illustrato retrospettivamente l’evoluzione di questi progetti, focalizzandoci in particolare sugli scenari di ritiro da parte del Paese donatore Svizzera e sul conseguimento degli obiettivi. Il quadro della situazione attuale è stato inoltre completato mediante visite in loco. 

Il rilevamento degli aspetti riguardanti la sostenibilità nella cooperazione allo sviluppo è complesso

Da anni, la cooperazione allo sviluppo internazionale si prefigge di potenziare la consapevolezza che benefici ed effetti di un programma o progetto debbano essere duraturi, ossia protrarsi anche dopo la sua conclusione. Valutazioni retrospettive sono pertanto sempre più importanti per valutare gli effetti duraturi. Queste indagini, eseguite dopo anni dalla conclusione di un progetto o dopo il ritiro di un Paese donatore, sono tuttavia ancora sporadiche. La ragione risiede nel fatto che la misurazione degli aspetti riguardanti la sostenibilità rappresenta ancora un’impresa complessa e difficile.

Alla luce di quanto precede occorre osservare che i risultati riguardanti la sostenibilità ottenuti nel quadro della presente indagine sono da considerare innanzitutto come stime. Le valutazioni da parte delle persone intervistate e del gruppo di progetto vanno viste nell’ottica limitata a momenti ben precisi delle indagini effettuate sul posto.

La misurazione del grado di conseguimento degli obiettivi nella cooperazione allo sviluppo è possibile solo sommariamente

Diversi obiettivi dei progetti valutati sono formulati in modo molto generale, per cui una verifica esatta del loro grado di conseguimento sulla base della documentazione esistente e dei pareri dei partner intervistati risulta difficile, in quanto spesso mancano i valori obiettivo e i parametri. Pertanto le valutazioni dipendono fortemente dalle modalità di interpretazione. Il fatto che numerosi obiettivi non possano essere classificati chiaramente a causa della loro definizione e formulazione complica ulteriormente tale compito. Non è chiaro se si tratti di cosiddetti obiettivi di output, outcome o impact. Gli obiettivi di output si riferiscono a risultati di attività e prestazioni di progetto fornite che possono essere comprovati. Gli obiettivi di outcome definiscono effetti diretti sui gruppi di destinatari, mentre gli obiettivi di impact mirano di regola a effetti generali e a lungo termine. In particolare gli obiettivi strategici e a lungo termine sono generalmente difficili da raggiungere. Essi si possono misurare solo con un enorme dispendio e spesso i loro effetti rilevati possono essere ricondotti solo limitatamente a misure di progetto dirette. A complicare ulteriormente la valutazione vi è il fatto che la rilevanza dei rispettivi obiettivi di un progetto varia. Sistemi di indicatori e monitoraggio adeguati, che forniscono dati e informazioni essenziali, non sono ancora abbastanza impiegati.

Secondo la dichiarazione di Parigi riguardante l’efficacia dell’aiuto allo sviluppo (2005), gli obiettivi dei progetti dovrebbero essere definiti più in dettaglio per una migliore efficacia, operazionalizzati e dotati di valori concreti con i quali misurare il loro grado di raggiungimento. Dato che i fattori di successo centrali dell’efficacia e della sostenibilità assumono viepiù importanza nei progetti e nei programmi di cooperazione allo sviluppo, il CDF appoggia queste richieste.

Anche dopo anni dalla conclusione di progetti è possibile trovare ancora diverse tracce degli stessi progetti

In generale, in tutti i progetti presi in considerazione è ancora possibile trovare numerose tracce, seppure con qualità e quantità diverse. Le tracce dipendono dalla natura e dagli obiettivi di un progetto e pertanto possono essere più o meno osservabili e rilevabili. In particolare, possono essere considerati per lo più raggiunti gli obiettivi in relazione a un sostegno finanziario diretto di un’organizzazione e delle sue attività. Tutte le organizzazioni sostenute dei progetti in questione esistono ancora oggi e sono tuttora attive nei settori centrali già sostenuti in passato (sostenibilità istituzionale). Per quanto riguarda gli obiettivi raggiunti solo in parte, al centro non vi era l’organizzazione, come per i citati obiettivi, bensì un progetto e i suoi effetti sui gruppi di destinatari. Al riguardo sono per lo più coinvolti diversi gruppi di interesse e di destinatari. Dopo la conclusione di un progetto questi gruppi sono sollecitati in prima linea da soli a proseguire con successo il progetto sostenuto a suo tempo.

I risultati del CDF mostrano nel complesso che la situazione attuale all’interno dei progetti osservati ha imboccato differenti strade, sia attese, sia impreviste. Inoltre, è emerso che alcuni sviluppi auspicati hanno potuto essere realizzati solo con grande ritardo. L’evoluzione futura dei progetti non può essere valutata definitivamente.   

La DSC si è ritirata dai progetti in modo corretto

Occorre innanzitutto precisare che il ritiro della Svizzera dai progetti di allora in Sudafrica e India era dettato principalmente da un nuovo orientamento della strategia di sviluppo da parte della DSC.

Pertanto, il ritiro della Svizzera da questi progetti non è avvenuto in modo drastico, ma in diverse tappe. Secondo la maggior parte degli interrogati, in questo processo la Svizzera ha agito in modo esemplare e benaccetto. Oltre al fatto che tutti gli interessati sono stati informati tempestivamente, laddove necessario si è pure prestato aiuto in vista di una continuazione ottimale del progetto. Questo corrisponde alle basi spesso già poste all’inizio del progetto per un buon partenariato tra la Svizzera, quale paese donatore, e le istituzioni o persone coinvolte dei paesi beneficiari. 

La Svizzera gode pertanto di una buona reputazione in questi paesi. Sebbene non esistano cifre di paragone verificabili, si può affermare che la Svizzera è considerata finanziatore e partner cooperativo e competente, non solo durante il progetto o il programma, ma anche dopo anni dalla sua conclusione. 

Il ritiro di un finanziatore centrale è importante per una continuazione duratura

La CDF ha pure analizzato in che modo sono stati presi in considerazione possibili fattori di successo o rischi nel proseguimento di progetti e se sono stati affrontati in modo mirato. A seconda del progetto i risultati sono molto differenti. Nel quadro del ritiro, l’analisi dei possibili fattori di successo e d’insuccesso nei singoli progetti è stata tematizzata differentemente. In analogia al ritiro stesso, anche per quanto riguarda le analisi dei rischi non esistono direttive unitarie e vincolanti della DSC.  

In particolare nei progetti bilaterali con solo uno o pochi finanziatori, in caso di ritiro da parte di uno dei maggiori finanziatori il pericolo di una spaccatura nella continuità del progetto aumenta. Inoltre, non si esaurisce solo un’importante fonte di entrate, ma viene anche a mancare un valido sostegno da parte del finanziatore. Di conseguenza, generalmente, non esiste più alcun vincolo (commitment) dei gruppi coinvolti nei confronti del progetto comune.

Il ritiro di un Paese donatore può dunque cambiare radicalmente una situazione e avere ripercussioni importanti sulla continuità del progetto. È quindi necessario valutare debitamente dall’inizio gli aspetti riguardanti conclusione del progetto, ritiro e proseguimento duraturo, altrimenti gli sforzi di una cooperazione pluriennale e i risultati ottenuti con grande impegno potrebbero essere vanificati d’un colpo.   

I progetti analizzati hanno evidenziato una grande necessità di sostegno e innovazione, ma sono legati a rischi

L’impegno della DSC nei Paesi considerati si è distinto per diverse caratteristiche specifiche. All’inizio quasi tutti i progetti presentano un elevato fabbisogno di sostegno. Diversi progetti sono stati lanciati in «settori di nicchia», ossia il sostegno è stato fornito a organizzazioni o progetti che si muovono piuttosto al di fuori delle piste battute dalle organizzazioni di aiuto allo sviluppo e in zone in cui si trovano pochi altri finanziatori. Singoli progetti presentano inoltre un elevato potenziale d’innovazione, cosa che è sempre stata confermata dalle persone interpellate.

Dato che la cooperazione allo sviluppo svizzera ha sostenuto prevalentemente piccoli progetti con un budget medio da 3 fino a 5 milioni di franchi, gli effetti su vasta scala e la sostenibilità di questi progetti sono limitati. Per progetti di queste dimensioni è piuttosto difficile ottenere miglioramenti sostanziali, durevoli e ancorati su un’ampia base. Ovviamente in tal modo non si esclude di ottenere diversi effetti positivi e a lungo termine in prima linea sul piano locale e regionale. Per contro, gli effetti durevoli a livello sovraregionale e nazionale sono più difficilmente realizzabili con l’approccio scelto dalla DSC. Inoltre, questa «politica di aiuto di nicchia» della DSC non prevedeva sempre una partecipazione diretta e attiva degli attori locali competenti come ad esempio dei servizi governativi centrali. Sebbene i progetti della DSC, all’inizio o durante il loro decorso, siano per lo più ben accolti dai Governi locali, non è in nessun modo garantita un’eventuale ripresa né la sicurezza di una continuità del sostegno del progetto concluso da parte degli attori locali.

Documentazione del progetto quale fonte d’informazione centrale per le valutazioni delle esperienze

Nella presente indagine, il CDF si è basato, quale fonte d’informazione principale, sul sistema di gestione della documentazione interno alla DSC. La consultazione della documentazione esistente ha mostrato che il rispettivo stato delle informazioni di progetto era molto eterogeneo. Se riguardo ad alcuni progetti il materiale informativo era esaustivo, per altri erano disponibili solo pochi documenti di base. In parte è stato necessario cercare e chiedere un’ulteriore documentazione presso gli uffici di coordinazione competenti di Sudafrica e India, cosa che si è rivelata piuttosto dispendiosa. La visione di questa documentazione ha fornito indicazioni preziose sulla comprensione generale del progetto e sui rispettivi obiettivi.

La CDF ritiene che sia necessaria una documentazione del progetto possibilmente completa e depositata a livello centrale. Questa rappresenta una fonte d’informazione rilevante per i diversi aspetti di un progetto, come ad esempio il conseguimento degli obiettivi e i fattori di rischio. Non da ultimo queste informazioni possono fungere da base per i processi di apprendimento o per l’elaborazione di linee guida finalizzate a una «good practice» in vista di progetti futuri.

Valutazione dei rischi quale fattore di successo per l’attuazione e la continuazione
di progetti

Analogamente alla suddetta classificazione eterogenea della documentazione, le valutazioni dei rischi formulate (identificazione di rischi di progetto potenziali) nelle rispettive documentazioni del progetto sono molto diverse sia sotto il profilo qualitativo sia sotto quello quantitativo. Mentre, da un lato, esistono buone valutazioni dei rischi di un progetto e/o del contesto, questi dati sono pressoché inesistenti per altri progetti. Tuttavia sono proprio queste informazioni a mettere in guardia da possibili insidie nell’attuazione e nella garanzia del raggiungimento degli obiettivi dei progetti. Esse possono contribuire tempestivamente a definire il successo o il fallimento di un progetto.

Il CDF è dunque del parere che le analisi dei rischi sistematiche e unitarie nel quadro dell’avvio di progetti possono già fornire indicazioni utili per l’attuazione e la continuazione di progetti ottimali. In caso di necessità, esse devono essere di volta in volta adeguate agli sviluppi più recenti durante la fase di attuazione del progetto.

Analisi retrospettive applicate in modo mirato possono creare valore aggiunto

Alla luce della dichiarazione di Parigi riguardante l’efficacia dell’aiuto allo sviluppo devono essere ripensate anche corrispondenti modifiche dell’attuale prassi di valutazione. Il CDF ritiene che, sotto l’aspetto «sfruttamento dei risultati e delle esperienze di progetti conclusi scelti», indagini retrospettive condotte in modo mirato possono senz’altro fornire un input prezioso per l’impostazione futura, l’attuazione e in particolare la conclusione e la continuazione di concetti e obiettivi dei progetti. Questo dovrebbe accadere tramite persone od organizzazioni sul posto. In questo modo, possono essere rilevati fattori di successo più affidabili per progetti efficaci e sostenibili, che vengono promossi in modo mirato tramite la formazione di personale apposito da parte della DSC.

Raccomandazioni all’attenzione della DSC

Le raccomandazioni del CDF all’attenzione della DSC interessano in prima linea la gestione dei progetti riguardo a un ritiro ottimale e una continuazione possibilmente duratura di benefici ed effetti dei progetti di aiuto allo sviluppo anche dopo la loro conclusione:

  • definizione di direttive interne per la conclusione del progetto;
  • miglioramento della definizione degli obiettivi in vista della misurabilità del grado di raggiungimento degli obiettivi;
  • garanzia di una documentazione del progetto attiva e uniforme;
  • monitoraggio sistematico di settori di rischio centrali all’interno di progetti;
  • promozione di «analisi retrospettive» per i progetti chiave scelti.
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