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Research unit
ALP
Project number
12.02.2.4.3
Project title
EquiChain; Support on horse industry Switzerland
Brief title
EquiChain; Unterstützung der Pferdebranche Schweiz

Texts for this project

 GermanFrenchItalianEnglish
Key words
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Short description
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Project aims
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Knowlegde improvements / Publications
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Process / State of work
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Customers / Reporting
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URL-addresses
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Inserted texts


CategoryText
Key words
(English)
Genetic diversity, reproduction, franches-montagnes, genetics, horse industry, horse and society, horse keeping,
Short description
(German)

Das Nationalgestüt unterstützt landesweit eine nachhaltige, wettbewerbsfähige und artgerechte landwirtschaftliche Pferdehaltung und -zucht, die auch den übrigen Zielsetzungen der Agrarpolitik entspricht.

EquiBreed; Zucht

Das Gestüt misst dabei der Freibergerrasse, der einzigen Pferderasse schweizerischen Ursprungs, ihrer Erhaltung und Förderung besonderes Gewicht bei, um deren genetische Diversität sicherzustellen. Der Nutzen dieser Rassenerhaltungsprogramme wird von den Produzenten am Markt nur beschränkt oder aber spät wahrgenommen. Das Gestüt garantiert mit seinen Dienstleistungen den Brückenschlag zwischen den fundierten Erkenntnissen aus der Forschung und den Bedürfnissen der Züchterinnen und Züchter .Durch seine Förderung der Freibergerrasse trägt das Gestüt weiterhin zur Erhaltung des schweizerischen Erbguts bei und unterstützt somit das Engagement der Schweiz im Rahmen des Übereinkommens über die biologische Vielfalt von Rio de Janeiro.

 

EquiInfo; Beratung & Expertise

Bei der Anpassung an die neuen Anforderungen der aktuellen Gesetzgebung an die Pferdehaltung brauchen die Landwirte vermehrt Beratung (Infrastrukturen, Investitionen, Produktionskosten). In all diesen Bereichen ist das subsidiäre Eingreifen des Nationalgestüts auf die Förderung und Unterstützung der verschiedenen Akteure ausgerichtet. Die Beratungsstelle für das Pferd des SNG nimmt die Funktion einer Informationsplattform wahr, die den Landwirtinnen und Landwirten, den Pferdehaltenden sowie den Zucht-, Haltungs- und Verwertungsorganisationen zur Lösung ihrer heutigen und künftigen Probleme im Zusammenhang mit der Pferdehaltung und -zucht ihr Know-how zur Verfügung stellt.

 

EquiRadar; Unterstützung die Pferdebrache Schweiz

Die Zukunft der Branche hängt grösstenteils von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Faktoren ab, die in der Eigenverantwortung der Akteure liegen. Diese verfügen allerdings nicht über ausreichende Kennzahlen, anhand derer sich die sozioökonomische Struktur der Pferdebranche genau beschreiben und die angemessenen Entscheidungen treffen liessen. Die ersten Grundlagen wurden 2007 und 2010 gemeinsam mit dem Nationalgestüt erarbeitet, aber deren kontinuierliche Überarbeitung und Umsetzung erfordert zusätzliche Kompetenzen im Bereich der sozioökonomischen und ökologischen Analyse.
Project aims
(German)

EquiBreed:

·    Förderung der einheimischen genetischen Ressourcen zur Erhaltung der Biodiversität mittels kompetenter und vernetzter Unterstützung der Zuchtverbände sowie praxisnaher Forschung und Wissenstransfer => Biodiversität

·    Dezentrale Zurverfügungstellung von genetischen Material (FM-Zuchthengste) in Randregionen => Biodiversität  & Wertschöpfungsketten Milch, Fleisch, Pferd und Imkerei

EquiInfo:

·    Erstellen von Beratungen und Expertisen für alle Stakeholder der Pferdebranche => Wissenssystem der Land- und Ernährungswirtschaft

·    Koordination der Beratungstätigkeiten „Pferd“ mit Agridea und kantonalen Anbietern; erarbeiten von gemeinsamen, standardisierten Beratungsunterlagen (fiches techniques)  => Wissenssystem der Land- und Ernährungswirtschaft

·    Beratungstätigkeit; Förderung der internationalen Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen, Schwerpunkt Deutschland und Frankreich => Wissenssystem der Land- und Ernährungswirtschaft

·    Unterstützung der Behörden in Fragen „Pferd & Gesetzgebung“ => Gesetzgebung und Vollzug

EquiRadar:

Bevölkerung und die Entscheidungsträger für den Beitrag der Pferdezucht und –Haltung im ländlichen Raum und für die branchenbegleitenden Leistungen des Nationalgestüts zu sensibilisieren => Wertschöpfungsketten Milch, Fleisch, Pferd und Imkerei
Knowlegde improvements / Publications
(German)

EquiBreed:

Die Freibergerpopulation wird auf ungefähr 21‘000 Tiere mit rund 2‘500 Geburten im Jahr geschätzt. Sowohl die Geburten als auch die Anzahl Freiberger ist rückläufig. Bei einer so kleinen und geschlossenen Population besteht eine zunehmende Tendenz von Verwandtenanpaarungen. Durch die Verwandtenanpaarungen nimmt der Gesamtanteil der Gene in der Population ab und die genetische Vielfalt sinkt. Die oft praktizierte Linienzucht und die Anpaarung aufgrund von Zuchtwerten beschleunigen diesen Prozess zusätzlich. Die Konsequenzen einer sinkenden genetischen Variabilität sind vielfältig. Zum einen nimmt durch die Abnahme der Gene in der Population längerfristig die Anpassungsfähigkeit (Fitness, Fruchtbarkeit) ab und die Rasse kann sich an veränderte Umweltsituationen weniger gut  anpassen. Der zunehmende Verwandtschaftsgrad in der Population verschärft insgesamt die Problematik  Inzucht und somit die Wahrscheinlichkeit des erhöhten Auftretens von Erbkrankheiten, wie zum Beispiel CLF. 

Die Leberfibrose beim Freiberger (CLF) ist eine seltene monogen autosomal rezessiv vererbte Krankheit, die zum Tod der betroffenen Fohlen im Alter von ca. 2 – 6 Monaten führt. Im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts der Universität Bern, des Nationalgestüts Avenches, der SHL Zollikofen und des Schweizerischen Freibergerzuchtverbands SFZV konnte im Jahr 2010 der ursächliche Gendefekt kartiert und ein indirekter genetischer Markertest entwickelt werden. Der Markertest hat eine hohe, aber keine 100%ige Sicherheit: Mit dem Markertest werden sicher alle Erbfehlerträger identifiziert. Das Risiko besteht nur darin, dass gelegentlich ein gesundes Tier fälschlicher Weise als Träger identifiziert wird. Nach diesem Markertest sind etwa 12%  der aktuellen Freibergerpopulation und insgesamt 13 Hengste der Decksaison 2010 Anlageträger für CLF. Anders gesagt die Frequenz des CLF-Allels liegt beim Freiberger bei rund 6%. Insgesamt müssen rund 0.4%kranke Fohlen pro Jahr erwartet werden. Auf rund 2650 Geburten sind dies ca. 10 Fohlen. Bei einer Felduntersuchung einer Stichprobe der Fohlen 2011 wurde ein neuer CLF-Fall entdeckt, was belegt, dass die Erkrankung nach wie vor existiert.

·    Monitoring genetische Vielfalt innerhalb der Freibergerrasse; Schlussbericht zuhanden BLW (2011) ProSpecieRara, SFZV, IGOF, SHL, SNG

·    Förderung bedrohter Linien und der Basistiere der Freiberger Pferderasse; Projektphase II (2007 – 10), Schlussbericht zuhanden BLW (2011); ProSpecieRara, SFZV, IGOF, SHL, SNG

·    Optimum Genetic Contribution; Projekt zur Erhaltung des Freibergers (2010), H.Hasler SHL; ProSpecieRara, SFZV, IGOF, SNG

EquiInfo:

Bei den Pferdehaltenden in der Schweiz handelt es sich zu einem grossen Teil um autodidaktisch ausgebildete Landwirte und Laien (Bachmann und Stauffacher, 2000; Bachmann I., 2002; Poncet et al., 2006; Poncet et al., 2007). Die Angebote des SNG im Bereich des Wissenstranfers des SNG in Ausbildung (EquiTeach) und Beratung (EquiChain) decken die Bedürfnisse der Praxis ab.  Die kontinuierlich steigende Anzahl an Anfragen an die Beratungsstelle Pferd des SNG zeigt, dass dieser Trend nach wie vor anhält. Die Publikation von themenbezogenen Merkblättern  wird vermehrt nachgefragt.

·    „Elevage et garde du cheval“; Merkblättersammlung Agridea 2006, überarbeitet 2010-11

EquiRadar:

Das Pferd als Wirtschaftsfaktor in der Schweiz wurde durch Poncet et al. 2007/2009 beschrieben. Die aktuellen Diskussionen in der Gesellschaft rund um die Nachhaltigkeit hat die Akteure der Pferdebranche Schweiz dazu bewogen, diesen Themenkreis auch in der Pferdelandschaft Schweiz anzugehen. Dabei sollen die Bereiche Zucht, Haltung und Nutzung auf ihre ökologische, ökonomische und soziale Verträglichkeit hin untersucht werden.  

·    Wirtschafts-, gesellschafts- und umweltpolitische Bedeutung des Pferdes in der Schweiz (2007); Poncet P.-A., Guillet A. , Jallon L. , Lüth A. , Martin R. , Montavon St. , Saunier E. , Trolliet C.F. , Wohlfender K.

Wirtschafts-, gesellschafts und umweltpolitische Bedeutung des Pferdes in der Schweiz : Was gibts Neues seit 2007? (2009) Poncet P.-A., Boessinger M. , Guillet A. , Klopfenstein St. , König-Bürgi D. , Lüth A. , Martin R. , Montavon St. , Obexer-Ruff G. , Rieder St. , Rubli S. , Rüegg P. , Trolliet C.F.
Process / State of work
(German)

Das Projekt wird durch ein im FoB Nationalgestüt transversal arbeitendes Team umgesetzt, bestehend aus den MitarbeiterInnen von EquiChain und dem Fachbereich Pferde und Infrastruktur, aber auch einzelnen aus den FoG EquiTeach und EquiSearch.

Die Arbeit umfasst folgende Hauptaktivitäten:

·       EquiBreed:

o   Projekte  zur Sicherung der genetischen Diversität der Freibergerrasse (Optimierung von Zuchtprogrammen, Entwicklung von Schätzmodellen zur Bestimmung des Zuchtwertes, etc.)

o   Zuchthengste, insbesondere der Freibergerrasse (FM) selektionieren und ankaufen oder zuhanden der Züchterinnen und Züchter ein Samenlager anlegen;

o   Zuchthengste während der Deckzeit Pferdezüchterinnen und -züchtern sowie Pferdezucht-Organisationen dezentral zur Verfügung stellen, vermitteln oder verkaufen;.

o   Infrastrukturen und Know-how für die Ausbildung, Leistungsprüfungen und Verkaufsförderung inländischer Pferde, insbesondere der Freibergerrasse zur Verfügung stellen.

o   Organisation und/oder Teilnahme an züchterischen und weiteren für die Pferdezucht wichtigen Veranstaltungen

·       EquiInfo:

o   Leitung und Koordination der Beratungsstelle Pferd.

o   Erstellen von Expertisen für alle Akteure der Pferdebranche.

o   Verfassung von Publikationen und praxisorientierten Veröffentlichungen (Wissenstransfer).

o   In Zusammenarbeit mit AGRIDEA er- und überarbeiten von Informations- und Ausbildungshilfen (Fiches techniques „Elvage et garde du cheval“; bisher von AGRIDEA-Lausanne, neu auch in Erarbeitung für die Deutschschweiz), die sich ergänzend zu den Ausbildungshilfen des SNG’s „Equigarde“, gezielt an Multiplikatoren aus der Beratung und an die Praxis richtet

·       EquiRadar:

o   Erarbeiten der Grundlagen für die Erweiterung des Rapportes Wirtschafts-, Gesellschaft und umweltpolitische Bedeutung des Pferdes in der Schweiz : Was gibts Neues seit 2007? (2009); mit den Schwerpunkten a) Quantitative Erhebung (TVD) der Equiden in der Schweiz und b) ökologische, ökonomische und soziale Verträglichkeit (Nachhaltigkeit) des Pferdes in der Schweiz.

o   Projekte zu Dienstleistungen, die auch dem Wohl der gesamten Bevölkerung dienen (Erholung im ländlichen Raum, Prävention von Pferdeunfällen, Hippotherapie usw.).

Sämtliche Projekt werden in Zusammenarbeit mit den Branchenorganisationen (Zuchtverbände, Hochschulen (ETH Zürich und Hochschule für Landwirtschaft), Universitäten (Uni Zürich und Bern), Agridea, ART sowie internationalen Partnern erarbeitet.
Customers / Reporting
(German)
Pferdebranche national und international
URL-addresses
(German)