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Unité de recherche
ART
Numéro de projet
12.32.01.02
Titre du projet
Grassland for efficient, multifunctional forage production in the lowland regions
Titre du projet anglais
Grassland for efficient, multifunctional forage production in the lowland regions
Titre court
Leistungsfähiges Grasland

Textes relatifs à ce projet

 AllemandFrançaisItalienAnglais
Mots-clé
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Description succincte
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Objectifs du projet
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Destinataires/Diffusion des résultats
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Publications / Résultats
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Textes saisis


CatégorieTexte
Mots-clé
(Anglais)
functional diversity, multi-functionality, botanical composition, management practices, invasibility, mitigation of climate change
Description succincte
(Allemand)
Wiesen und Weiden sind ein wesentliches Element von nachhaltigen landwirtschaftlichen Produktionssystemen. Das Millennium Ecosystem Assessment (MEA, 2005) beschrieb mehrere wichtige Ökosystem-Leistungen von Grasland und so ihre multifunktionale Rolle. Wie gut das Grasland diese Leistungen erbringt, hängt aber von seinen Eigenschaften ab. Die botanische Zusammensetzung einer Wiese beeinflusst zum Beispiel die Biomasseproduktion, die Nährstoffeffizienz, die Kohlenstoffsequestrierung und die Resistenz gegen Unkrautinvasion. Frühere Studien unserer Forschungsgruppe zeigten, dass Gras-Klee-Mischungen deutliche agronomische sowie umweltrelevante Vorteile gegenüber Gras- oder Kleereinkulturen erbringen (COST 852). Dies zeigt, dass der wahre Vorteil der funktionellen Pflanzenvielfalt nur bewertet werden kann, wenn mehrere Ökosystem-Leistungen gleichzeitig berücksichtigt werden.
Die botanische Zusammensetzung des Graslandes entwickelt sich aber oft nicht in die für die Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und die effiziente Nutzung der Ressourcen optimale Richtung. Die Entwicklung von Management-Praktiken, die die Aufrechterhaltung einer vielfältigen, ausgewogenen botanischen Zusammensetzung der Wiesen und Weiden begünstigen und die Anforderungen neuer Rahmenbedingungen erfüllen, ist deshalb für eine effiziente und umweltfreundliche Futterproduktion von grosser Bedeutung.
Die Regulierung von Unkräutern ist eines der schwierigsten Probleme von biologischen Landwirtschaftsbetrieben und wird häufig als Hauptgrund angegeben, einen Betrieb nicht gemäss den Richtlinien des biologischen Landbaus zu bewirtschaften. Die Regulierung von Unkräutern wird durch die biologische Landwirtschaft und durch das Bio-Forschungs-Forum ART als Forschungsanliegen hoher Priorität eingestuft. Die vorrangige Bedeutung biologischer Unkrautregulierung für ART beruht auf deren nationalen Verantwortung für Forschung im Bio-Ackerbau und -Futterbau.
Die aktuellen klimatischen Veränderungen erhöhen das Risiko für Trockenheitsstress in der Schweiz. Die gezielte Nutzung gewisser funktionaler Merkmale verschiedener Futterpflanzen ist eine potenzielle Anpassungsstrategie, um die negativen Effekte dieser Veränderungen zu mindern.
In den Wiesen und Weiden des „ökologischen Ausgleiches" des Talgebietes entspricht die floristische Diversität häufig nicht den Zielvorstellungen (Dreier und Hofer, 2005). Zu ihrer floristischen Aufwertung sind Kulturmassnahmen zu entwickeln. Diese oft eher kleinen Elemente extensiv bewirtschafteter Lebensräume könnten für die Biodiversität in Agrarlandschaften eine wichtige Rolle spielen (Simmering et al. 2006; Billeter et al. 2008). Es kann zudem erwartet werden, dass eine Vielzahl von Grasland-Habitaten die biologische Vielfalt auf Betriebsebne begünstigt, was durch Unterschiede in der Intensität des Managements auf Betriebsebene erreicht werden kann (Kampmann et al., 2008). Jedoch könnte der Erfolg dieses Ansatzes durch die Fragmentierung der artenreichen Lebensräume reduziert werden (Simmering et al., 2006), was eine Evaluation dieser Strategie notwendig macht.
Objectifs du projet
(Allemand)
Das Oberziel dieses Projektfeldes ist, eine Verbesserung der produktiven, regulativen und unterstützenden Ökosystem-Leistungen des landwirtschaftlich genutzten Graslandes durch die gezielte Nutzung der Diversität vom Feld bis zur Betriebsebene zu erreichen. Das Projekt verfolgt die folgenden spezifischen Ziele:
1. Bestimmung des Einflusses der funktionellen Diversität von Gräsern, Kleearten und Kräutern auf die produktiven, regulativen und unterstützenden Leistungen der Wiesen und Weiden
2. Aufklärung der funktionellen Merkmalen und Prozessen, die die interspezifischen Interaktionen steuern, um davon Massnahmen zur Bestandeslenkung abzuleiten
3. Entwicklung von Management-Praktiken, die die Aufrechterhaltung einer vielfältigen, futterbaulich erwünschten botanischen Zusammensetzung der Wiesen und Weiden im ÖLN- und BIO-Landbau begünstigen
4. Entwicklung von biokompatiblen Bewirtschaftungsverfahren für die Erhaltung der Wiesen ohne Herbizideinsatz. Speziell ist es das Ziel ein marktfähigen, biologischen Pflanzenschutzmittels zur nachhaltigen Regulierung der Wiesenblacke (Rumex obtusifolius) zu entwickeln.
5. Kenntnisse der Leistungen von Klee-Gras-Mischungen in Abhängigkeit des Klimas über sämtliche Klimagebiete Europas. Daraus Ableiten von Anpassungsoptionen an die Klimaänderung.
6. Kenntnisse der Vorteile von Mischbeständen gegenüber von Reinbeständen bei extremen Klimaereignissen wie Trockenstress (prüfen der Versicherungs-Hypothese)
7. Entwicklung von Massnahmen zur Aufwertung der floristischen Diversität in ÖAF-Wiesen und –Weiden.
8. Einschätzung des Potenzials mit einer Vielzahl von Grasland-Habitate, die Multifunktionalität des Graslandes auf Betriebsebene zu optimieren (Produktion und Biodiversität)
Die Vielfalt an Faktoren, die das Grasland und sein Management beeinflussen, sowie die Interaktionen des Futterbaues mit anderen Betriebszweigen, machen eine vielseitige Forschungsstrategie notwendig. Weil die Produktionsziele und -problematik, die Zielbestände, die Problempflanzen, sowie die Eingriffsmöglichkeiten auf die botanische Zusammensetzung zwischen Tal- und Berggebiet unterschiedlich sind, begrenzt sich dieses Projektfeld auf den Futterbau in niedrigen Lagen.
Destinataires/Diffusion des résultats
(Allemand)
Die Forschungsresultate werden laufend in angepasster Form an die Praxis, an Entscheidungsträger, Wissenschaftler und Geldgeber kommuniziert.
Enge Zusammenarbeit mit AGFF für den Wissenstransfer (AGFF beteiligt sich als Partner und Geldgeber an einem Projekt).
Publications / Résultats
(Allemand)